Bischmisheim hofft auf spaßigen Jahresauftakt gegen Fun-Ball

Adwol

Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim startet am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den SV Dortelweil ins neue Badminton-Jahr Es geht wieder los für die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der amtierende deutsche Mannschaftsmeister in der heimischen Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle des SV Fun-Ball Dortelweil zu seinem ersten Auftritt im neuen Jahr. Die Hoffnung bei den Gastgebern ist groß, dass 2019 ähnlich erfolgreich verläuft wie das abgelaufene Spieljahr, in dem der BCB in der Badminton-Bundesliga gänzlich ungeschlagen geblieben war. Allerdings sind die Voraussetzungen vor dem Duell mit den Gästen aus Bad Vilbel, die in der Bundesliga-Tabelle mit acht Punkten aus neun Partien (drei Siege, sechs Niederlagen) auf Rang sieben liegen, nicht die besten: Die Saarbrücker müssen gegen Dortelweil auf ihre Nationalspieler Isabel Herttrich und Marvin Seidel verzichten, die aktuell bei Turnieren in Asien unterwegs sind. „Für Isabel und Marvin geht es um die Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation. Das ist für beide eine sehr wichtige Sache, leider fehlen sie uns dadurch, und so gehen wir personell doch deutlich geschwächt in die Partie“, sagt Saarbrücken-Bischmisheims Teammanager Marcel Reuter mit Blick auf den Bundesliga-Auftakt in 2019 – und erwartet alleine deshalb eine schwere Partie: „Es ist natürlich unser Anspruch, dieses Spiel vor heimischem Publikum zu gewinnen. Allerdings kann mit einer derart geschwächten Mannschaft durchaus auch mal was schiefgehen. Wir haben zum Glück einen breiten Kader, aber ich gehe davon aus, dass der Gegner in Topbesetzung antreten wird und dass es keine leichte Partie für uns wird“, ergänzt Reuter. Einer der Akteure aus dem breiten BCB-Kader, der in Abwesenheit der beiden Topspieler mithelfen soll, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, ist Routinier Michael Fuchs. Der Ex-Nationalspieler und langjährige Bischmisheimer Kapitän, der inzwischen Bundestrainer des Schweizer Badminton-Nachwuchses ist, wird extra früher in Saarbrücken anreisen, um sich optimal auf seinen Einsatz am Sonntag gegen Dortelweil vorbereiten zu können. Für die Gäste ist die Begegnung schon eine extrem wichtige, um vielleicht nochmal auf die Plätze zur Qualifikation für das Bundesliga-Final-Four-Turnier schielen zu können. Aktuell beträgt der Abstand auf den sechstplatzierten TSV 1906 Freystadt (die Plätze drei bis sechs spielen zwei weitere Finalisten aus, während sich die beiden Bundesliga-Ersten direkt für das Finalturnier qualifizieren) bereits fünf Punkte.
Die Ausgangslage des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim stellt sich vor dem Jahresauftakt, der zugleich auch den Rückrundenstart darstellt, deutlich komfortabler dar: Neun Spiele, neun Siege und mit 22 Zählern bereits satte fünf Punkte Vorsprung auf den hartnäckigsten Verfolger Union Lüdinghausen. Auf den dritten Platz, der wie erwähnt nicht zur direkten Qualifikation für das Final Four führen würde und auf dem aktuell der 1. BV Mülheim steht, sind es für den BCB bereits sieben Zähler Vorsprung.
Nicht nur wegen der etwas angespannten Personalsituation hofft Marcel Reuter darauf, dass am Sonntag viele Besucher den Weg in die Joachim-Deckarm-Halle finden werden, um den achtfachen deutschen Mannschaftsmeister auf dem Weg zum angepeilten Auftaktsieg zu unterstützen. „Eine große Unterstützung würde uns angesichts der Ausfälle sicher nur umso mehr gut tun. Ich hoffe daher, dass viele Zuschauer dem ersten Spiel im neuen Jahr beiwohnen werden“, sagt der Team-Manager. Von der Zuschauerrolle dürfte ein Akteur des BCB dagegen gehörig die Nase voll haben: Fabian Roth, deutscher Einzelmeister von 2017, hinter dem ein von Verletzungen überschattetes Seuchenjahr liegt. Und laut Reuter sieht der 23-Jährige inzwischen auch wieder Licht am Ende des Tunnels: „Er ist klar auf dem Weg der Besserung und wird am Sonntag auch in der Halle sein. Vorerst weiterhin nur als Glücksbringer, aber er hat bereits viel Badminton-spezifisch auf dem Feld trainiert. Jetzt hoffen wir, dass er das alles entsprechend gut wegsteckt und bald wieder für uns spielen kann“, so Reuter. dbe