Kategorie: 1. Bundesliga

Der Meister siegt im Schnelldurchgang

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bezwingt Verfolger SC Union Lüdinghausen zu Hause mit 5:2 und verteidigt Tabellenplatz eins.
Das vierte Heimspiel des Bundesliga-Spitzenreiters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim war eine wahrhaftig schnelle Angelegenheit: Nach nicht einmal zwei Stunden waren die sieben angesetzten Partien am vergangenen Sonntag im Vergleich mit dem bis dato viertplatzierten SC Union Lüdinghausen absolviert – und für den BCB mit einem ungefährdeten 5:2-Erfolg über die Gäste aus Nordrhein-Westfalen der fünfte Saisonsieg im sechsten Spiel rasch eingetütet. Sechs der sieben Duelle waren bereits nach nur drei Durchgängen entschieden, lediglich das erste Herrendoppel ging über vier Sätze. Dabei behielten Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel und der bulgarische Neuzugang Daniel Nikolov gegen Lüdinghausens Duo um den Niederländer Jelle Maas und Christoph Schnaase nach dem mit 8:11 verlorenen ersten Satz doch noch klar die Oberhand: Mit 11:2 und zwei Mal 11:8 sicherten sie den Saarländern den ersten Punkt. Für Seidel, der unter der Woche noch bei den Denmark Open international im Einsatz gewesen war, blieb es zwecks Schonung der einzige Auftritt des Tages. Der 23-Jährige weist in dieser Bundesliga-Saison mit sechs Siegen in sechs Einsätzen weiterhin eine makellose Bilanz auf. Gleiches gilt für Peter Käsbauer, der an der Seite des Niederländers Ruben Jille klar in drei Durchgängen mit 11:5, 11:6 und 11:4 gegen Josche Zurwonne und Hong Zhang gewann und damit auch im vierten Einsatz für den BCB siegreich blieb.
Überhaupt waren im vierten Heimauftritt die Vergleiche mit männlicher Beteiligung klare Angelegenheiten für die gastgebenden Saarbrücker – obwohl der Österreicher Luka Wraber, der deutsche Ex-Meister Fabian Roth oder die Routiniers Michael Fuchs und Johannes Schöttler aus diversen Gründen gar nicht zum Einsatz kamen. Das lag auch daran, dass die Gäste aus Lüdinghausen auf drei Herren aus ihrer etatmäßigen Stammformation verzichten mussten. Der Niederländer Nick Fransman fehlte wegen einer Knieverletzung, der ehemalige Deutsche Vizemeister im Einzel, Kai Schäfer, musste mit Rückenproblemen passen und auch Roman Zirnwald stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Durch das Fehlen der Einzelspezialisten Fransman und Schäfer gingen die Herreneinzel somit jeweils klar an den BCB: Nikolov fertigte den sonst in Lüdinghausens Oberliga-Team eingesetzten Chinesen Hong Zhang 11:3, 11:8 und 11:4 ab. Sogar nur zehn Punkte musste Matthias Deininger im Vergleich mit Christoph Schnaase abgeben, den er mit zwei Mal 11:2 und 11:6 locker in die Schranken verwies. Den fünften Bischmisheimer Punkt zum 5:2-Sieg steuerte das gemischte Doppel um Isabel Herttrich und Jille bei: Sie bezwangen Eva Janssens und Maas klar mit 11:6, 11:8 und nochmal 11:8. Für Nationalspielerin Herttrich war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages, nachdem auch sie unter der Woche noch international im Einsatz gewesen war. Und was für die Herren Seidel und Käsbauer gilt, trifft auch auf die 27-Jährige zu: Im fünften Bundesliga-Einsatz der Saison mit ihrer Beteiligung verließ sie zum fünften Mal als Siegerin das Feld.
Die einzigen Niederlagen in der Neuauflage des jüngsten Final Four-Halbfinals kassierte der BCB im Damendoppel und -einzel. Olga Roj und Stine Küspert mussten sich Lüdingshausens Yvonne Li und Linda Efler mit 8:11, 5:11 und 7:11 beugen. Für Efler, die internationale Doppelpartnerin sowohl von Seidel als auch von Herttrich, war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages. Ein Duell mit ihren internationalen Mitstreitern kam somit nicht zustande. Später blieb Bischmisheims Neuzugang Küspert im Vergleich mit der amtierenden Deutschen Einzelmeisterin Li beim 3:11, 7:11, 3:11 an diesem Tag chancenlos. Für den Tabellenführer vom 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim reichte es damit zwar nicht zur vollen Ausbeute von drei Zählern. Mit den zwei zusätzlichen Punkten gegen Lüdinghausen vergrößerte der BCB aber zumindest den Abstand auf den dritten Tabellenplatz, der nicht mehr zur direkten Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft reicht. Weil der aktuelle Ligadritte 1.BC Beuel am Sonntag beim 1.BV Mülheim mit 2:5 ohne Zählbares blieb, liegt der amtierende Meister aus dem Saarland mit 14 Punkten nun vier Zähler vor Beuel. Boden gut gemacht hat dagegen der amtierende Vizemeister TV Refrath, der nach dem 6:1 beim TSV Freystadt nun bis auf einen Punkt an den BCB herangerückt ist. Gegen Refrath hatten die Bischmisheimer Badminton-Asse am zweiten Spieltag ihre bislang einzige Niederlage kassiert: ein 3:4 vor Heimkulisse. Auswärts sind sie dagegen noch ungeschlagen. Und das soll auch am kommenden Sonntag so bleiben, wenn ab 14 Uhr im Bonner Stadtbezirk Beuel das direkte Duell beim Verfolger ansteht. dbe

Mülheim entzaubert Beuel und bringt deren erste Niederlage

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Alexander Dunn/Konstantin Abramov. Foto: Marc Pastoors
Durch den 5:2 Erfolg konnten sich die Mülheimer vom Tabellenende der Bundesliga absetzen. Der bis dato ungeschlagene 1. BC Beuel wurde in der Innogy Sporthalle nahezu entzaubert.
Richtungsweisend verlief der Start in den beiden Doppel. Lara Käpplein/Katharina Altenbeck und Alexander Dunn/Konstantin Abramov sorgten trotz anfänglicher Probleme souverän für die 2:0 Führung. Im ersten Herrendoppel war Tom Wolfenden die fehlende Matchpraxis aufgrund seiner langen Verletzung anzumerken. Eine Sprunggelenkverletzung ließ ihn ein halbes Jahr pausieren. An der Seite von Calum Hemming unterlag der Engländer mit 5:11 im fünften Satz. Im Herren Spitzen-Einzel unterlag der Inder Siddharath Thakur dem Deutschen Meister Max Weißkirchen in vier Durchgängen. Damit war beim Stand von 2:2 das Match wieder offen.
Die beiden nächsten Einzel brachten dann die Entscheidung. Die Aufrückerin aus der 2. Mannschaft, Katharina Altenbeck konnte sich nach ihrem Doppelerfolg auch im Einzel durchsetzen, obwohl ihre Gegnerin Lisa Kaminski im dritten Durchgang beim Stand von 9:10 einen Satzball hatte. Bei den Herren führte Dmytro Zavadsky beim Stand von 2:1 Sätzen gegen Lukas Resch mit 11:10. Den Matchball wehrte Resch ab und schaffte den Satzausgleich. Im dann entscheidenden Durchgang ging Zavadsky jedoch früh in Führung und siegte mit 11:4.
Abschließend setzen sich noch Lara Käpplein/Alexander Dunn im Mixed durch. Das Resultat: 5:2 und somit wichtige Tabellenpunkte für den 1. BV Mülheim. Friederike Heinze

Weiterer Kantersieg für Refrath in der 1. Bundesliga

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Ann-Kathrin Spöri. Foto: Georg Poluektov
Nach den klaren Siegen gegen Mülheim und Trittau gewann TV Refrath 1 zum dritten Mal in Folge in der 1. Bundesliga mit 6:1. Diesmal war es der TSV Freystadt, der am Sonntag daheim die Stärke des jetzigen Tabellenzweiten anerkennen musste.
Nach gewonnenem 2. Herrendoppel (Nguyen/Beck) mussten Schwenger/Völker im 1. Herrendoppel nach fünf Sätzen ihren Gegnern leider als Verlierer die Hand schütteln. Doch sehr klare Siege von Kilasu Ostermeyer/Chloe Magee im Damendoppel und von der immer noch ungeschlagenen Ann-Kathrin Spöri im Dameneinzel stellten einen beruhigen 3:1 Vorsprung her. Zwei recht sichere Siege von Nhat Nguyen und Lars Schänzler bei je einem Satzverlust gaben schließlich den Geschwistern Sam und Chloe Magee beim 5:1 die Steilvorlage zum Dreipunkteerfolg. Diese hatten dann auch wenig Probleme und gewannen ihr Mixed mit 3:0 Sätzen.
Durch den gleichzeitigen 2:5-Ausrutscher des 1. BC Beuel in Mülheim kletterte der TV Refrath mit diesem Erfolg auf den 2. Tabellenplatz, nur einen Zähler hinter Titelverteidiger Bischmisheim und drei Zähler vor den Bonnern.
Am kommenden Sonntag (15 Uhr) kommt Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg aus München in die Halle Steinbreche. Ein weiterer Heimsieg ist eingeplant.

Refrath jagd Titelverteidiger

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Mülheim siegt gegen Beuel. Foto: BV Mülheim
Refrath, der Vizemeister der letzten Saison, zeigte am sechsten Spieltag der 1. Bundesliga die Krallen und gewann in Freystadt mit 6:1. Die drei Punkte brachten die Refrather bis auf einen Punkt an Bischmisheim heran, die gegen Lüdinghausen “nur” mit 5:2 siegten. Ebenfalls drei Zähler verbuchte Wipperfeld, die zu Hause gegen Aufsteiger Neuhausen beim 6:1 nur das Damen-Einzel abgaben. Beuel musste hingegen in Mülheim ihre erste Niederlage hinnehmen, bleibt jedoch auf dem vierten Platz. Im “Nordduell” behielt Wittorf mit 5:2 gegen Trittau die Oberhand und steht nun auf Rang sechs.

1. Bundesliga 2019/20

Pos.MannschaftSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätze
1651143111
2651132814
3651102418
463392220
563362220
663362121
763361824
862461824
961541527
1060611131

Wesel führt den Norden erneut an

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Die Mannschaft von BV RW Wesel. Foto: BV RW Wesel
Mit einem 5:2 am sechsten Spieltag gegen die Erstligareserve von Trittau hievt sich Wesel erneut an die Spitze der 2. Bundesliga Nord. Verfolger der beiden ist Refrath, die in Hamburg nur zu einem 3:4 kamen, aber immerhin einen Punkt mitnahmen. Punktgleich dahinter steht Hohenlimburg, die gegen EBT Berlin sich beim 6:1-Erfolg drei Punkte erspielten. Damit stehen die beiden Berliner Clubs auf den Abstiegsplätzen, wobei die Berliner Brauereien die rote Laterne des Tabellenletzten trägt.

Tabelle 2. Bundesliga Nord

Pos.MannschaftSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätze
1651133111
2Trittau651112715
3642112517
4Hohenlimurg642112418
5Solingen63362220
6Horner TV63361527
762461824
8Mülheim62461824
9EBT Berlin63351626
1060621223

Mülheim gegen Beuel vor schwieriger Aufgabe

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Dmytro Zavadsky. Foto: Marc Pastoors
Am Sonntag, 20. 10. 2019 um 15:00 Uhr kommt mit dem Bonner Verein der aktuell Zweite der Bundesliga in die Innogy-Sporthalle nach Mülheim.
Zielstellung beim BV Mülheim ist ein dritter Saisonsieg um sich wieder in Richtung der Play-Off Plätze eins bis sechs orientieren zu können. Das NRW Duell steht aber auch aus Personalgründen unter Druck und ist keine leichte Aufgabe. Noch liegt der BV Mülheim nur zwei Punkte hinter dem 1. BC Wipperfeld auf dem achten Rang. Weiterhin erkrankt sind Johanna Goliszewski sowie Alexander Roovers. Die Schottin Rachel Sugden steht auch nicht zur Verfügung. Dafür ist der Inder Siddharath Thakur zurück im Team. Sein Comeback feiert der Engländer Tom Wolfenden nach einer kurierten Sprunggelenkverletzung.
Gute Chancen bestehen in den Herrendoppeln. Schwer werden wohl die Herreneinzel. Hier kommt auch Dmytro Zavadsky zum Einsatz. Bei den Damen spielt Lara Käpplein wieder eine wichtige Rolle. Vor allem im Damendoppel und im gemischten Doppel. Friederike Heinze

Starkes Refrather Team reist nach Freystadt

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Jan Colin Völker – Mit TV Refrath 1 nach Freystadt. Foto: Andre Jahnke
Nach den jüngsten vier Siegen in Folge möchte das Bundesligateam des TV Refrath am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Freystadt den nächsten Erfolg hinzufügen, um sich nach und nach hinter dem 1.BC Bischmisheim auf dem 2.Rang in der Badminton Bundesliga zu positionieren. Noch liegt der 1.BC Beuel punktgleich vor dem TVR, muss jedoch noch gegen den Deutschen Meister BC Bischmisheim spielen. Der TV Refrath möchte jedenfalls mindestens zwei Punkte aus Bayern mit nach Hause bringen und reist deshalb mit Ausnahme von Carla Nyenhuis in Bestbesetzung an. Da man davon ausgeht, dass bei Freystadt der ein oder andere Leistungsträger wegen der Teilnahme an internationalen Turnieren fehlen wird, ist man auch recht optimistisch. Wieder im Team stehen wird Doppelspezialist Raphael Beck, der zuletzt gegen Mülheim und Trittau pausierte.

Beuel geht in Mülheim auf Punktejagd

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Die 1. Mannschaft von Beuel. Foto: BC Beuel
Nach Mülheim an der Ruhr reist die 1. Mannschaft des BC Beuel am kommenden Wochenende. Dort trifft sie am Sonntag, den 20.10.2019 um 15.00 Uhr in der Badminton-Bundesliga auf den 1. BV Mülheim.
Eine beachtliche Serie haben die Beueler Badminton-Spieler in der 1. Bundesliga bislang hingelegt. Fünf Siege in fünf Spielen und Tabellenplatz zwei hinter dem Deutschen Meister aus Bischmisheim. Ob diese positive Bilanz auch am kommenden Spieltag fortgeführt werden kann, ist aber offen. In Beuel geht man nämlich davon aus, dass der 1. BV Mülheim am Saisonende ein direkter Konkurrent im Kampf um einen der begehrten Play-Off-Plätze sein werden. Entsprechend wird die Mannschaft von der Ruhr alles daransetzen, gegen die Beueler zu punkten.
Das weiß auch Roland Maywald, der erste Vorsitzende des Vereins: „Die Partie gegen Mülheim wird für uns eine ganz spannende Angelegenheit. Wir haben nach wie vor mit Ronja Stern und Daniel Hess zwei Langzeitkranke zu kompensieren. Viel wird deshalb auch davon abhängen, wie die Personalsituation der Mülheimer ist und mit welcher Aufstellung sie gegen uns antreten.“ Dennoch gibt sich Maywald optimistisch: „Ich traue unserem Team aber durchaus zu, in Mülheim zu punkten. Wir haben aktuell eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und die Spieler, die uns zur Verfügung stehen, sind derzeit alle gut in Form. Das sind wesentliche Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.“
Die Beueler Spieler freuen sich, wenn möglichst viele Fans mit nach Mülheim reisen, um ihr Team beim Auswärtsspiel zu unterstützen. Wem das nicht möglich ist, der kann das Spiel auf der Homepage des Deutschen Badminton-Verbandes (www.badminton.de) per Liveticker verfolgen und mitfiebern. Joachim Resch

Maximale Punkteausbeute für Refrath in Mülheim und Trittau

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Mannschaftsfoto Refrath 1. Foto: Heinz Kelzenberg
Mit zwei 6:1 Auswärtserfolgen kehrte das Team des TV Refrath am späten Sonntagabend von der Auswärtstour aus Trittau zurück. Sechs Punkte waren für den Deutschen Vizemeister die erhoffte, maximale Punkteausbeute.
Am Samstag war man Gast beim BV Mülheim, der sein Spiel nach Meerbusch verlegt hatte. Die 230 überwiegend neutralen Zuschauer sahen eine tolle Ausrichtung des Osterather TV und viele spannende, hochklassige Spiele, von denen drei über die volle Distanz gingen. Höhepunkt war der etwas überraschende Sieg des 1. Herrendoppels Max Schwenger/Sam Magee über die favorisierte britische Paarung auf Mülheimer Seite. Nach zwei recht deutlichen Siegen in den weiteren Doppeln (Ostermeyer/Magee und Völker/Nguyen) lag der TVR mit 3:0 in Front. Beide Herreneinzel gingen ebenfalls an Refrath, wobei Nhat Nguyens Erfolg nie gefährdet war und Lars Schänzler seine bisher beste Saisonleistung abrufen musste.
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Schade dann, dass Chloe Magees Kampfgeist im Dameneinzel nicht belohnt wurde und sie in fünf Durchgängen unterlag. Eine starke Leistung von Sam Magee/Carla Nyenhuis sorgte im finalen Mixed dann jedoch für den erhofften „Dreier“ für den TV Refrath.
Mit dem gleichen Ziel reiste man nach Trittau, wohl wissend, dass der TSV nicht seinen besten Kader würde aufbringen können. Im einzigen Fünfsatzkrimi des Tages gewannen erneut Sam Magee/Max Schwenger das 1. Herrendoppel nachdem vorher bereits Nguyen/Völker und Nyenhuis/Ostermeyer hatten siegreich gewesen waren. Chloe Magee war diesmal chancenlos gegen die Indonesierin Siahaya, ihre beiden Einzelkollegen Nguyen und Schänzler machten es jedoch besser und erhöhten auf 5:1, bevor das Mixed mit Jan Colin Völker/Carla Nyenhuis für den Endstand von 6:1 sorgte.
In den verbleibenden vier Hinrundenspielen ist der TVR erneut jeweils personell sehr gut aufgestellt und möchte durch vier Siege die erste Halbserie als Zweiter abschließen.

Bischmisheim in Oktoberfestlaune – Bayern-Doppel an der Spitze

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist gegen Neuling Neuhausen-Nymphenburg (6:1) und Freystadt (5:2) nahe dran am Optimum
Der bayerische Doppelpack vor Heimkulisse bescherte Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim fast die Optimal-Ausbeute: Fünf von sechs möglichen Punkten verbuchte der amtierende Deutsche Meister aus den Partien gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und den TSV Freystadt. Die Saarländer bleiben damit das Maß der Dinge, nach fünf Spieltagen führen sie die Bundesliga-Tabelle mit zwölf Punkten und je zwei Zählern Vorsprung auf die schärfsten Verfolger 1. BC Beuel und TV Refrath weiterhin an.
Am Samstag gelang dem BCB mit einem 6:1-Erfolg über Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg ein nahezu perfekter Start ins Wochenende – und zudem der erste Heimsieg der laufenden Runde, nachdem es im ersten Spiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle eine 3:4-Niederlage gegen Refrath gesetzt hatte. Dem souveränen Auftritt gegen den Bundesliga-Rückkehrer aus dem Münchner Stadtbezirk ließ der BCB am Folgetag, an dem zufällig auch das Oktoberfest in München zu Ende ging, den nächsten Heimsieg gegen ein bayerisches Team folgen: Freystadt, das bis dahin in allen vier Partien zumindest gepunktet hatte, war für den Titelverteidiger keine wirkliche Gefahr und wurde mit einem 2:5 im Gepäck wieder auf die Heimreise geschickt. „Ich denke, das waren zwei solide Auftritte von uns. Es ist mehr oder weniger so gelaufen, wie wir es erwartet haben“, sagte Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel, der in allen vier Spielen mit seiner Beteiligung siegreich blieb.
Dass es gegen Freystadt nicht zu vollen drei Punkten reichte, lag an den insgesamt knappen Niederlagen des zweiten Herrendoppels und von Stine Küspert im Dameneinzel. Der 20-jährige Bischmisheimer Neuzugang musste sich ihrer estnischen Gegnerin Kristin Kuuba, die in der Vorsaison eine der besten Bundesliga-Bilanzen überhaupt aufwies (stolze 22 Siege in 26 Partien mit ihrer Beteiligung), trotz harter Gegenwehr 9:11, 14:12, 7:11 und 4:11 beugen. Ähnlich umkämpft lief es im Duell von Daniel Nikolov und Ruben Jille gegen Freystadts Paarung Hannes Gerberich und Florian Waffler: Das BCB-Duo verlor die ersten beiden Sätze jeweils unglücklich erst in der Verlängerung mit 13:15 und 10:12. Danach gewannen beide Satz drei mit 11:8, ehe die Gäste mit 11:7 final die Nase vorne hatten. Die weiteren Partien gegen die Bayern waren dafür mehr oder minder klare Angelegenheiten: Der Österreicher Luka Wraber machte im ersten Herreneinzel mit Gerberich kurzen Prozess (11:4, 11:5, 11:7), das zweite Duell Mann gegen Mann ging gar vorzeitig an Nikolov, weil Gegner Waffler nach dem 3:11 im ersten Durchgang die Waffen streckte. Keinerlei Mühe hatten auch Isabel Herttrich und Marvin Seidel im Mixed (11:8, 11:5, 11:5 gegen Fee Teng Liew/Max Flynn), wohingegen sie in ihren gleichgeschlechtlichen Doppelpartien jeweils einen Satz abgeben mussten. Letztlich kamen aber sowohl Herttrich und Olga Roj beim 9:11, 11:4, 11:7 und 11:2 über Kuuba/Teng Liew als auch Seidel an der Seite von Peter Käsbauer mit dem 12:10, 11:6, 12:14 und 11:4 gegen Flynn und Johannes Pistorius zu insgesamt souveränen Siegen.
Am Vortag hatte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg im Duell des Tabellenersten gegen den -letzten erwartet klar in die Schranken verwiesen. Beim 6:1 musste lediglich Luka Wraber im Herreneinzel beim 11:7, 9:11, 4:11, 11:5 und 7:11 gegen den starken Israeli Misha Zilberman eine knappe Niederlage quittieren. Die übrigen Duelle mit den Münchnern gingen dagegen klar an die Gastgeber: Beide Herrendoppel sowie die Damenpaarung Herttrich und Küspert gewannen ihre Partien glatt in drei Durchgängen. Ebenso Daniel Nikolov, der im zweiten Herreneinzel mit seinem bulgarischen Landsmann und internationalen Doppelpartner Ivan Rusev Atanasov nur im ersten Satz Probleme hatte – das Wiedersehen der beiden endete mit 13:11, 11:5, 11:8 letztlich klar zugunsten des BCB-Neuzugangs. Einen kleinen Durchhänger leisteten sich Olga Roj und Seidel im Mixed gegen Tobias Wadenka und Annabella Jäger – am Ende lagen sie mit 11:8, 13:11, 6:11, 5:11 und 11:4 nach fünf Sätzen aber vorne. Der sechste Punkt ging auf das Konto von Küspert, die ihre ukrainische Gegnerin Natalya Voytsekh mit 15:13, 11:7, 4:11 und 11:8 bezwang.
„Gegen Freystadt hätten wir natürlich auch gerne die vollen drei Punkte mitgenommen – aber alles in allem können wir schon zufrieden sein“, sah Seidel ein insgesamt gelungenes Wochenende. Nach den ersten Heimsiegen der Saison möchte der BCB in zwei Wochen gleich nochmal zu Hause nachlegen, wenn am Sonntag, den 20. Oktober um 15 Uhr der SC Union Lüdinghausen in Saarbrücken vorstellig wird. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen belegen nach ihren jüngsten 5:2-Erfolgen bei Blau-Weiß Wittorf und zu Hause gegen den 1. BV Mülheim mit acht Punkten aktuell Rang vier – und haben bislang in allen Partien gepunktet. Der amtierende Meister und Tabellenführer aus Bischmisheim sollte also gewarnt sein. dbe