Für die Zweite von Beuel beginnt der Kampf gegen den Abstieg

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Die Zweite von Beuel muss für den Klassenerhalt punkten

Am Samstag erwartet das Team die Mannschaft des STC Blau-Weiss Solingen in der Erwin-Kranz-Halle und am Sonntag geht es auswärts gegen den BC Hohenlimburg. In diesen beiden Spielen gilt es, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu holen, da vor allem Solingen mit nur einem Punkt Rückstand auf der Beueler Mannschaft auf Rang 8 der Tabelle im Nacken
sitzt.

Das Spiel gegen Solingen findet am Samstag, 17. Februar, um 18 Uhr in der Erwin-Kranz-Halle in Bonn-Beuel statt. Zum ersten Mal in dieser Saison wird das Beueler Team in voller Besetzung antreten und hat somit bestmögliche Chancen, einen Sieg im Kampf gegen den Abstieg zu erzielen. Das Team freut sich auf viele Zuschauer, die die Erwin-Kranz Halle in einen
Hexenkessel verwandeln!

Am Sonntag wird um 13 Uhr in Hohenlimburg gespielt. Hier heißt es für das Beueler Team, gegen den aktuell Tabellenvierten eine starke kämpferische Leistung zu zeigen und durch eine gute Teamperformance bestenfalls sogar drei Punkte mit nach Hause zu bringen.

Lukas Resch

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Doppelter Heimspieltag für Neusatz

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Die Sportfreunde Neusatz erwartet Dillingen und Bischmisheim II zu Hause

In der zweiten Badminton Bundesliga Süd sind die Mannschaften diese Saison gewöhnt, einen Tag zu Hause und einen Tag auswärts zu spielen. Durch einen Tausch in der Hinrunde spielen die Badminton Sportfreunde dieses Wochenende aber an beiden Tagen zu Hause in der Dobeltalhalle.

Am Samstag kommt der TV Dillingen in den Schwarzwald, tags darauf dann der Tabellenführer 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim.

Der Saisonendspurt ist angesagt und dabei können die Badmintonspieler aus Neusatz voll auf den Heimvorteil setzen, denn vier der letzten fünf Spiele werden in der Dobeltalhalle ausgetragen.

Zunächst sind mit dem TV Dillingen viele bekannte Gesichter zu Gast, allen voran Stephanie Romen, die nicht nur für Neusatz schon den Schläger geschwungen hat, sondern auch immer noch hier trainiert. Man kennt sich also Bestens. Nach dem Sieg in der Hinrunde hoffen die Badminton Sportfreunde auch diesmal punkten zu können.

Ganz anders sieht die Ausgangslage am Sonntag aus. Mit dem 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim kommt der ungeschlagene Tabellenführer in die Dobeltalhalle. Die Gäste können aus einem breiten Kader gespickt mit Nationalspielern schöpfen und so ist eine Prognose nur schwer zu erstellen. Von einer bösen Klatsche bis hin zum Punktgewinn ist hier alles möglich.

Franziska Willenbach

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Schorndorf will sich ins gesicherte Mittelfeld absetzen

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Miranda Wilson, Foto Ulrich Kolb:

Bei Badminton-Zweitligist SG Schorndorf geht es am Sonntag mit um den Klassenerhalt. Die Daimlerstädter (5.) spielen in der Karl-Wahl Halle (14.00 Uhr) gegen den VfB Friedrichshafen (9.). Mit einem Sieg könnte sich die SG entscheidend ins gesicherte Mittelfeld absetzen. Lediglich Außenseiterchancen hat die SG im Samstagspiel beim unangefochtenen Tabellenführer 1. BC Bischmisheim 2.

Badminton-Teamchef Benjamin Wahl und mit ihm die gesamte Mannschaft gehen hochmotiviert in die Begegnungen am Wochenende. „Wir können an diesem Spielwochenende wohl erstmals in Topbesetzung auflaufen“, freut sich Benjamin Wahl. Das heißt auch mit Alan Erben und Jugendnationalspielerin Miranda Wilson.

Alan Erben holte unlängst den südostdeutschen Meistertitel im Doppel, Miranda Wilson kehrte von den deutschen Jugendmeisterschaften mit Platz Zwei im Einzel U 19 und Platz Drei im Mixed U 19 zurück. Beide sind also gut drauf.

Im prestigeträchtigen Baden-Württemberg Derby gegen den VfB Friedrichshafen muss keinem SG-Spieler erklärt werden, um was es für das Team geht. Die Häfler stehen mit Platz Neun aktuell auf einem Abstiegsplatz. Der Punktevorsprung der SG beträgt aber gerade mal 3 Punkte. Drei Punkte kann eine Mannschaft bei einem hohen Sieg in einem Spiel einfahren.

Die große Gelegenheit für Schorndorf: Bei einem Sieg ist der Vorsprung auf Friedrichshafen komfortabel. Benjamin Wahl setzt in diesem Spiel auch auf eine große Fanunterstützung als zusätzliche Motivation.

Im Auswärtsspiel gegen den 1. BC Bischmisheim 2 am Samstag können die Daimlerstädter sich ein Stück weit einspielen auf die Sonntagspartie. Zu verlieren haben die Daimlerstädter nichts. Und in starker Besetzung kann die SG den Saarländern unter Umständen sogar gehörig Paroli bieten.

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Deutsche Damen bejubeln Medaillengewinn und WM-Qualifikation

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Fabienne Deprez gewann das Auftaktmatch gegen Frankreich in drei Sätzen.
Foto: Claudia Pauli.

Die deutschen Spielerinnen haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für
Damennationalmannschaften (13. bis 18. Februar in Kasan/Russland) das Halbfinale erreicht und damit nicht allein eine Medaille sicher, sondern zugleich das Ticket für die Weltmeisterschaft (20. bis 27. Mai in Bangkok/Thailand) gelöst.

In ihrer Viertelfinalpartie setzte sich die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag (16. Februar) mit 3:0 gegen Frankreich durch. Die Punkte für das deutsche Team steuerten Fabienne Deprez (Aulnay-sous-Bois/Frankreich) durch einen Drei-Satz-Erfolg im 1. Dameneinzel, Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) durch einen Sieg gleichsam in drei Durchgängen im 1. Damendoppel sowie Luise Heim (1. BC Beuel) durch einen Zwei-Satz-Erfolg im 2. Dameneinzel bei.

„Das war von der Mannschaft wieder eine sehr starke Leistung“, lobte Detlef Poste, Chef-
Bundestrainer im DBV, sein Team. In der K.-o.-Runde werden im Rahmen einer Begegnung nicht unbedingt alle fünf Matches ausgetragen: Die Partie endet, sobald eine Mannschaft drei Spiele für sich entschieden hat.

In der Partie um den Einzug ins EM-Finale stehen die deutschen Damen am Samstag (17. Februar) dem Gewinner des Aufeinandertreffens zwischen Spanien und der Türkei gegenüber. Ein „kleines Finale“ gibt es bei den Titelkämpfen nicht, vielmehr erhalten beide unterlegenen Halbfinalisten die Bronzemedaille.

Die Herren des DBV spielen am Freitagnachmittag (13.00 Uhr MEZ) gegen die Tschechische
Republik um den Einzug in die Vorschlussrunde.

Alle Ergebnisse der EMWTC 2018 sind auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de
sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com (Stichwort „2018 European
Men’s & Women’s Team Championships”) erhältlich. Auf der DBV-Homepage bzw. in den
sozialen Medien des DBV finden sich zudem weitere Stimmen zu den Spielen der
deutschen Mannschaften bei der EM.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Erstmalig ehrte DBV TrainerIn des Jahres 2017 im Nachwuchsbereich

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Impressionen von der Ehrung in Gera. V.l.: Dietrich Heppner (Vizepräsident Leistungssport im DBV), Carla Strauß (Platz 1 Trainerin), Mathias Jauk (Platz 2 Trainer), Martin Lemke (Platz 1 Trainer), Thomas Born (DBV-Präsident). Foto: privat

Um besondere Leistungen und beispielhaftes Engagement von Trainerinnen und Trainern aus dem Nachwuchsbereich in Badminton-Vereinen, -Abteilungen, an Stützpunkten und in den 16
Landesverbänden des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) zu würdigen und ihnen zusätzliche Motivation für ihre Tätigkeit zu verleihen, haben die Verantwortlichen im DBV Ende 2017 erstmalig den Preis „Trainerin des Jahres im Nachwuchsbereich“ und „Trainer des Jahres im Nachwuchsbereich“ ausgeschrieben.

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften U15, U17 und U19 in Gera (9. bis 11. Februar 2018) wurden nun die Sieger gekürt: Bei den Damen entschied sich die Jury – bestehend aus jeweils mehreren Vertretern des DBV, der Jugend im DBV und der Badminton-Landesverbände – für Carla Strauß (Badminton-Landesverband Berlin-Brandenburg). Bei den Herren fiel die Wahl nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen auf Martin Lemke (Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen). Die Auszeichnung nahmen DBV-Präsident Thomas Born und Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV, vor.

„Wir haben in Deutschland sehr viele badmintonbegeisterte Trainerinnen und Trainer, die sich stark engagieren und ihrer Arbeit mit großer Leidenschaft nachgehen. Mit diesem Preis beabsichtigen wir, gezielt einmal die Trainer in den Mittelpunkt zu rücken und damit zum Ausdruck zu bringen, wie sehr wir ihre Arbeit wertschätzen“, erläutert Hannes Käsbauer, Bundestrainer Wissenschaft/Bildung im DBV und Initiator des Wettbewerbs.

Die Gewinner durften sich zugleich über ein Preisgeld in Höhe von 500,- Euro freuen, welches der DBV gestiftet hatte.

Auf Platz zwei kamen anlässlich der auf das Jahr 2017 bezogenen Wahl Marianne Flato (Badminton-Landesverband Hamburg) und Mathias Jauk (Badminton-Landesverband Thüringen). Während Mathias Jauk ebenfalls bei den nationalen Titelkämpfen der Jugendlichen in Gera geehrt wurde, erfuhr Marianne Flato ihre Gratulation bereits während der Tagung der Lehrwarte der Badminton-Landesverbände, eine Woche zuvor in Bielefeld, von Hannes Käsbauer.

Auch für das Jahr 2018 soll der Preis „Trainer/in des Jahres im Nachwuchsbereich“
vergeben werden. Die Ausschreibung zur zweiten Auflage des Wettbewerbs erfolgt im
Spätsommer.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Trittau und Bischmisheim erspielen an Fasching je drei Punkte

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Wipperfeld strotzt Lüdinghausen einen Sieg ab

Am Faschingssamstag wurde der 14. Spieltag der 1. Bundesliga komplettiert. Wipperfeld egalisierte dabei die Vorrunden-Niederlage gegen Lüdinghausen. In eigener Halle gab es dabei einen 4:3-Erfolg. Bester Spieler war Likka Heino. Der Finne siegte im Einzel und mit dem frisch gebackenen Deutschen Meister im Herrendoppel. Auch Jenny Nyström steuere zwei Siege bei: Im Doppel mit Ya Lan Chang und im Mixed an der Seite von Jones Ralfy Jansen.

Der Tabellenletzte Neuhausen hatte gegen den Tabellenführer Bischmisheim kaum eine Chance. Obwohl die Einzelergebnisse bei der 1:6-Niederlage davon zeugen, dass die Begegnung nicht so eindeutig verlief. Zwei Fünfsatz-Spiele im 1. Herreneinzel und im zweiten Herrendoppel hätten auch anders ausgehen können. Den Ehrenpunkt holte im Dameneinzel Natalya Voytsekh.

In den hohen Norden musste Dortelweil. Gleich zu Beginn fiel in Trittau der Ehrenpunkt im ersten Herrendoppel durch Andreas Heinz und Daniel Benz. Danach gab es zwar auch noch zwei umkämpfte Fünfsatz-Spiele,  zum Schluß war jedoch die 1:6-Niederlage besiegelt.

Hier gibt es die Ergebnisse und die Tabelle:

http://web156.webbox239.server-home.org/lmo2/lmo.php?action=results&tabtype=0&file=/1bundesliga_2017_2018.l98&st=16

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Die zukünftigen Stars von morgen in Berlin sehen

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Mit Melderekord glänzen die German Junior in Berlin

Vom 8. – 11. März 2018 finden nunmehr zum zehnten Mal im Sportforum Berlin die internationalen Deutschen Meisterschaften der Jugend im Badminton statt. Der Ausrichter, die SG EBT Berlin, kann dabei einen neuen Melderekord verbuchen. Bis Meldeschluss haben fast 300 SpielerInnen aus 37 Ländern Europas, Asiens und Amerikas ihre Teilnahme angekündigt. Damit wurde der bisherige Melderekord (225 SpielerInnen, 31 Nationen) nahezu pulverisiert.

„Wir sind von dem Meldeergebnis regelrecht überwältigt. Das diesjährige Turnier wird das größte German Junior-Turnier sein, das jemals in Berlin ausgerichtet wurde und das zum 10. Jubiläum, was will man mehr?!“, freut sich EBT-Präsident und Orga-Teamleiter Manfred Kehrberg. „Dieses phänomenale Meldeergebnis zeigt zudem einmal mehr den enorm hohen Stellenwert der German Junior in der Welt. Die Vorfreude beim Orga-Team auf die diesjährigen Wettkämpfe ist jetzt natürlich nochmal gestiegen.“, so Manfred Kehrberg weiter.

Badmintonfans können sich in diesem Jahr, fast schon traditionell, auf Spielerinnen und Spieler aus den asiatischen und europäischen Topnationen wie Korea, Indonesien, Malaysia, Dänemark, Frankreich oder England freuen. Erstmalig sind auch Teilnehmer aus dem aufstrebenden Badmintonland Vietnam am Start. Besonders erfreulich ist es, dass nach drei Jahren Abstinenz auch die Badmintonnation schlechthin, China, wieder bei den YONEX German Junior vertreten sein wird. Aber auch Badmintonexoten aus El Salvador, Israel oder Ägypten gehen in Berlin an den Start.

Die YONEX German Junior versprechen auch 2018 wieder eine enorm hohe Qualität und Internationalität im Teilnehmerfeld, was dieses Turnier seit jeher auszeichnet. Die Wettkämpfe starten am Donnerstag, 09. März, 9:00 Uhr. An drei Tagen werden dann die Finalisten der fünf Disziplinen ermittelt, die am Sonntag, 11. März die begehrten Titel ausspielen. Ein detaillierter Zeitplan wird zeitnah vom Ausrichter kommuniziert.

Wie schon in den letzten Jahren, werden die YONEX German Junior auch medial wieder einiges aufbieten. Neben einer eigenen Website www.german-junior.de und einer Facebook-Seite www.facebook.com/GermanJunior.Badminton, wird auch German Junior-TV wieder auf Sendung gehen. Interviews, Stories und Re-Live-Matches werden vor, während und nach dem Turnier auf www.german-junior.tv und auf dem YouTube-Channel der SG EBT Berlin www.youtube.com/ebtberlin zu sehen sein. So wird einerseits kein einziges Ergebnis verpasst, andererseits kann man einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Turniers werfen.

Die SG EBT Berlin und der Deutsche Badminton Verband freuen sich auf die 10. YONEX German Junior in Berlin und begrüßen alle Badmintonfans und Interessierte in der Großen Halle des Sportforums Berlin.

Marcus Köster

Bischmisheim trotzt den Sorgen und setzt seinen Siegeszug fort

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Bischmisheim kann ersatzgeschwächt siegen.

Bundesliga-Spitzenreiter gewinnt ersatzgeschwächt mit 4:3 in der vorverlegten Partie beim TSV Freystadt – Nun zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger 1. BC Beuel

Das Ergebnis war zwar knapp. Die Siegesserie des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der 1. Badminton-Bundesliga geriet am Dienstag aber nicht wirklich in Gefahr: Der Spitzenreiter erfüllte beim TSV Freystadt das gesteckte Minimalziel von zwei Zählern und verließ mit dem 4:3-Erfolg beim Vorletzten im 14. Saisonspiel zum 14. Mal als Sieger die Halle – obwohl die Vorzeichen vor der Partie in der Oberpfalz längst nicht optimal waren. Das wusste auch BCB-Routinier Michael Fuchs: „Letztlich zählt für uns vor allem der Sieg. Mit den zwei Punkten sind wir zufrieden, zumal wird durch das Verletzungspech bei der Deutschen Meisterschaft sehr kurzfristig umbauen und von Sonntag bis Dienstag ein schlagkräftiges Team formieren mussten“, verwies der 35-Jährige auf das Fehlen von Fabian Roth und Marvin Seidel.

Titelverteidiger Roth hatte am Freitag in Bielefeld wegen erneuter Rückenprobleme im DM-Viertelfinale gegen seinen Nachfolger Max Weißkirchen (1. BC Beuel) aufgeben müssen, nachdem er erst wenige Tage zuvor gegen Trittau (4:3) sein Bundesliga-Debüt für den BCB gegeben hatte. Seidel war am Sonntag im Mixed-Halbfinale mit dem Fuß umgeknickt, musste aufgeben und die Titelambitionen in Doppel und Mixed begraben. Den erlittenen Bluterguss dürfte der 22-Jährige aber rasch auskurieren, schon nächste Woche könnte Seidel bei der Team-Europameisterschaft in Kasan wieder mitwirken. Natalia Perminova ist bereits dort, sie blieb nach den russischen Meisterschaften in ihrer Heimat und fehlte somit in Freystadt ebenso wie Nadia Fankhauser. Die Schweizerin laboriert an einer Fußverletzung. Die Gäste mussten beim erst zwei Mal siegreichen Liganeunten aus Bayern daher improvisieren: Matthias Deininger spielte für Roth im Einzel, zudem bildete er mit Peter Käsbauer eines der Herrendoppel – und verlor mit dem frisch gebackenen Deutschen Mixed-Meisters in vier Sätzen gegen Lukas Schmidt/Florian Waffler. Das Herrendoppel mit Fuchs und dem ebenfalls Einzel spielenden Österreicher Luka Wraber siegte dafür klar 11:6, 12:10, 11:8 gegen Hannes Gerberich/Johannes Pistorius. Weil der BCB auch im Damendoppel, -Einzel und Mixed gewann, waren zwei Punkte bei einer 4:1-Führung früh sicher.

Eine starke Leistung zeigte vor allem Isabel Herttrich, die diesmal auch als Solistin ran durfte – und überraschend deutlich mit 13:11, 11:5, 11:5 gegen Julia Kunkel gewann. Zudem siegte sie mit Olga Konon und 11:6, 8:11, 11:5, 11:4 gegen Kunkel und Annabella Jäger im Damendoppel, das Herttrich seit ihrer Titelverteidigung in Bielefeld mit Carla Nelte als zweifache Deutsche Meisterin ausweist. „Isabel muss man hervorheben, sie hat ihre Sache super gemacht. Weil Olga etwas kränkelte und müde von der DM war, hat sich Isabel dazu bereiterklärt, das Einzel zu spielen“, lobte Fuchs. Der EM-Dritte von 2010 und Ex-Kapitän steuerte im Mixed mit Konon den vierten Punkt bei. Der BCB liegt mit 32 Zählern nun zwei Punkte vor Verfolger Beuel, das zudem ein Spiel mehr gespielt hat. Es hätten sogar drei sein können, doch die Gästespieler nutzten im Herreneinzel ihre Chancen nicht:

Deininger unterlag Gerberich in vier Sätzen, wobei der erste und der letzte Satz mit 10:12 erst in der Verlängerung an den Gegner gingen. Noch bitterer lief es für Wraber gegen Schmidt, denn Bischmisheims „Ösi“ vergab beim 11:8, 11:9, 10:12, 11:13 und 6:11 gleich fünf Matchballe. „Wir lagen 4:1 vorne und hätten beide Einzel ebenso gut für uns entscheiden können. Da ist es fast ärgerlich, dass wir nicht drei Punkte geholt haben“, sagte Käsbauer, der mit Herttrich, Konon und Seidel am Sonntag zur Team-EM nach Kasan abreist. Zuvor möchte der Bundesliga-Primus den nächsten Schritt zum Final-Four-Turnier in eigener Halle machen, für das sich die zwei Ersten der Tabelle direkt qualifizieren. Gelingt am Samstag ab 14 Uhr bei Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg der 15. Sieg, hat der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am 4. März im vorletzten Heimspiel gegen den SC Lüdinghausen sozusagen Matchball und kann schon vor den zwei letzten Saisonspielen das Ticket ergattern. Das zweite „Final Four“ nach der Premiere 2017 findet am 5./6. Mai in der Joachim-Deckarm-Halle statt – Käsbauer hat keine Zweifel, dass der BCB dort um seinen achten Titelgewinn spielen wird: „Eigentlich kann da für uns nichts mehr anbrennen.”

David Benedyczuk

Bundesliga-Clubs enttäuscht über Votum der Landesverbände drohen im Badminton auch “Ringer-Verhältnisse”?

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Der Vorstand des “Deutschen Badminton-Liga-Verbandes”

Anlässlich der Deutschen Badminton-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Bielefeld fanden mehrere Zusammenkünfte wichtiger Gremien des Deutschen Badmintonsports statt.

Für die Manager der Bundesliga – Teams im Badminton begann der Samstag wie gewohnt. Traditionell traf man sich zu einer Vollversammlung des “DBV-Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten ” (AfBL), einer von in der Regel vier Sitzungen pro Jahr.

Dem AfBL gehören die Vereine der 1. Bundesliga sowie der 2. Bundesligen Nord und Süd an, denen die Entwicklung des Badmintonsports in Deutschland sehr am Herzen liegt. Die Vollversammlungen bieten ihnen Gelegenheit, über dieses Hauptziel kontinuierlich zu diskutieren und über Verbesserungen nachzudenken. Aus Sicht der Vereine war und ist es ein wesentliches Bestreben, in entscheidenden Fragen nicht auf die Zustimmung der Landesverbände beim DBV-Verbandstag angewiesen zu sein. Ihr Wunsch ist es, die Bundesliga eigenständiger und mit mehr Rechten gestalten zu dürfen.

Dieses Ziel vor Augen wurde im November 2016 von den Vereinen der Deutsche Badminton-Ligaverband (DBLV) gegründet. Nach vielen Verhandlungsrunden hatten sich DBLV-Vorstand und das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) auf ein Prozedere zur Überlassung der Rechte zur Organisation und Durchführung des Spielbetriebes der 1. und 2. Bundesliga durch den DBLV geeinigt und einen unterschriftsreifen Grundlagenvertrag vorgelegt.

Dieser einvernehmlichen Lösung haben die Präsidenten/Vorsitzenden der Landesverbände bei ihrer Tagung in Bielefeld mehrheitlich die Zustimmung verweigert. Das DBV-Präsidium sieht sich außerstande, unter diesen Umständen den Vertrag mit dem DBLV abzuschließen.

Die DBLV-Mitgliederversammlung musste daraufhin ergebnislos abgebrochen werden.
Die Bundesligavereine werden sich am 17. März in Beuel erneut treffen, um über Konsequenzen zu entscheiden.

Bis dahin müssen die Vereine in ihren zuständigen Gremien beraten, wie sie sich bei einer selbständigen Organisation des Mannschaftsspielbetriebes durch den Ligaverband positionieren.

Der DBLV-Vorstand bedauert diese Entwicklung und ist nach wie vor für eine einvernehmliche Lösung offen.

Rückenwind und Rückschläge vor dem Gang in die Oberpfalz

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Olga Konon holte sich bei den vergangenen Deutschen Meisterschaften den Titel im Mixed.

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Unbesiegter Bundesliga-Primus reist mit zwei DM-Titeln im Gepäck, aber auch ohne drei Stammkräfte zum Gastspiel beim Ligavorletzten TSV Freystadt

Die 66. Deutschen Badminton-Meisterschaften sind seit Sonntag Geschichte. Für die Akteure von Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hielten die Titelkämpfe in der Bielefelder Seidensticker-Halle sowohl freudige als auch enttäuschende Entwicklungen bereit. Der Finalsonntag mit den Entscheidungen in allen fünf Konkurrenzen hätte kaum besser beginnen können, denn das gemischte Doppel Olga Konon und Peter Käsbauer holte in einem engen Dreisatz-Match gegen Kilasu Ostermeyer/Nikolaj Persson vom TSV Trittau gleich den ersten Titelgewinn. Gegen die Paarung des Gegners im jüngsten Bundesliga-Auftritt, den der BCB knapp mit 4:3 und dem 13. Saisonsieg beschlossen hatte, gelang dem Saarbrücker Mixed nach einem 16:21 im ersten Satz mit 21:14 und 21:18 noch die Wende.

„Es war anstrengend, schweißtreibend und nervenaufreibend. Ich bin jetzt deutlich leichter, aber das ist gar nicht schlecht, denn dann bewegt man sich im dritten Satz schneller“, war Käsbauer nach seiner ersten Mixed-Meisterschaft bester Laune. 2013 und 2014 hatte er mit Teamkollegin Isabel Herttrich jeweils im Finale verloren. Mit der dreifachen deutschen Einzelmeisterin als neuer Partnerin klappte es besser: „Wir entwickeln uns von Wettkampf zu Wettkampf weiter. Es läuft ganz gut bei uns“, sagte Konon nach ihrem Premierensieg im Doppelbereich. Im Halbfinale hatten Käsbauer und die gebürtige Weißrussin BCB-Kollege Marvin Seidel und Linda Efler (Lüdinghausen) ausgeschaltet – weil der Bischmisheimer auf der anderen Netzseite erneut vom Pech verfolgt war. In Satz drei knickte Seidel um und verletzte sich am rechten Fußgelenk, bei 12:18 erfolgte die Aufgabe.

Bitter für den 22-Jährigen, denn schon im Vorjahr war er bei der DM durch eine Verletzung ausgebremst worden. Damals im Herrendoppel-Finale mit Mark Lamsfuß (Wipperfeld), beim Stand von 19:19 im dritten Satz gegen Käsbauer und Raphael Beck. Seidels etatmäßiger Partner hatte erst am Montag kurz vor DM-Beginn wegen Knieproblemen abgesagt. Mit dem neuen Einzelmeister Max Weißkirchen (Beuel) fand Seidel zwar guten Ersatz, im Halbfinale konnte er aber nicht mehr antreten, sodass der zweifache Titelverteidiger Käsbauer mit Neu-Partner Johannes Pistorius (TSV Freystadt) wieder ins Doppel-Endspiel einzog. Dort blieb dem 29-jährigen Bischmisheimer der dritte Triumph in Folge und zweite Meistertitel des Tages zwar vergönnt. Käsbauers Enttäuschung fiel aber deutlich geringer aus als bei Seidel, der dem unbesiegten Bundesliga-Primus nicht nur am morgigen Dienstag im Gastspiel ab 19 Uhr beim Vorletzten TSV Freystadt fehlen wird. „Andere sprechen schon von einem DM-Fluch, ich selbst will nicht so weit gehen, aber dass ich wieder verletzt aufgeben muss, ist extrem ärgerlich. Ich hoffe, ich fehle nicht so lange“, sagte der Doppelspezialist.

Er war in Bielefeld aber nicht der einzige Pechvogel aus BCB-Sicht: Neuzugang Fabian Roth, der wegen seiner Rückenprobleme erst vor Wochenfrist gegen Trittau zum Bundesliga-Debüt kam, erlitt auf dem Weg zur anvisierten Titelverteidigung im Einzel einen neuerlichen Rückschlag. Der 22-Jährige musste am Freitag im Viertelfinale gegen seinen späteren Nachfolger Weißkirchen beim Stand von 18:21, 21:17 mit Rückenschmerzen aufgeben – und wird dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nun abermals länger fehlen.

Isabel Herttrich sieht die morgige Bundesliga-Partie in Bayern zwar immer noch als eine „Pflichtaufgabe“ für den Tabellenführer, und der 14. Sieg im 14. Spiel ist das klare Ziel. So ganz wohl ist der 25-Jährigen angesichts der zahlreichen Ausfälle im Auftritt in Freystadt aber nicht – zumal neben Seidel und Roth auch Natalia Perminova fehlt, weil sie nach der Russischen Meisterschaft wegen der anstehenden Team-EM gleich in der Heimat bleibt: „Wir sind dadurch gerade im Einzel geschwächt. Natürlich wollen wir gewinnen, aber die volle Ausbeute von drei Punkten wird schwer zu schaffen sein“, blickt Herttrich voraus. Sie selbst ist zumindest in Bestform, wie die erfolgreiche Titelverteidigung im Damendoppel der DM mit Carla Nelte (TV Refrath) belegt.

In der vorletzten Entscheidung der 66. Titelkämpfe in Bielefeld siegte das Duo klar mit 21:13, 21:16 gegen Johanna Goliszewski/Lara Käpplein. „Wir haben pünktlich im Finale unser bestes Badminton gezeigt. Ich bin sau froh, dass wir es erneut geschafft haben. Das Starterfeld war diesmal noch ein Tick stärker“, sagte Herttrich, die zudem mit ihrem Freund Julian Lohau, der kurzfristig für den verletzten Lamsfuß einsprang, fast sensationell das Mixed-Halbfinale erreichte. „Das war nur just for fun, hat aber gut funktioniert“, verriet die Nationalspielerin – und versicherte, dass die seit drei Jahren anhaltende Beziehung dadurch keinen Schaden genommen habe. Morgen will Herttrich dann mithelfen, dass sich der BCB in der Bundesliga weiter schadlos hält.

David Benedyczuk

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