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Bischmisheim beginnt die Saison souverän mit Dreier

Für Titelverteidiger Bischmisheim beginnt die neue Saison wie die alte endete. Souverän landeten die Saarländer gegen Wipperfürth einen 7:0-Erfolg. Für eine Überraschung sorgte Dortelweil. Die Hessen bezwangen Trittau in eigener Halle mit 5:2. Aufsteiger Wittorf zeigte sich in Augenhöhe gegen Freystadt, verlor jedoch knapp mit 3:4 das erste Spiel in der 1. Bundesliga, konnte aber einen Punkt auf ihr Konto buchen. Ebenfalls knapp ging es auch in Mülheim zu. Die Gastgeber gewann 4:3 gegen Beuel. Mit dem gleichen Ergebnis fuhr Lüdinghausen seinen ersten Sieg gegen Refrath ein.

Hier gibt es die Ergebnisse und die Tabelle:

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Titelverteidigung geplatzt – TV Refrath am Ende froh über Platz 3

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Titelverteidiger Refrath gab sich am Ende der Final Four mit Platz drei zufrieden.

Die Badmintonsaison 2017/18 ist am gestrigen Sonntag mit den beiden letzten Spielen des „Final Four“ in Saarbrückenzu Ende gegangen und der Überraschungsmeister von 2017, TV Refrath, konnte seinen Titel leider nicht verteidigen.

Dennoch sind sich alle Refrather Beteiligten auch einen Tag später noch einig, dass dieses Ergebnis durchaus als Erfolg zu werten ist. Eine recht deutliche 1:4 Halbfinalniederlage am Samstag gegen den neuen Titelträger 1.BC Bischmisheim war nicht zu verhindern, zumal recht kurzfristig mit Chloe Magee und Max Schwenger zwei Leistungsträger ausgefallen waren. In der sich dadurch dezimierten Besetzung konnte der TVR seine ursprünglich realistische Chance, den BCB (ohne Fabian Roth) zu besiegen, leider nicht nutzen.

Stattdessen ging es am Sonntag im sogenannten „kleinen Finale“ um Platz 3 gegen den sehr motivierten TSV Trittau, der letztlich mit einem äußerst knappen 4:2 geschlagen werden konnte.

Die Vorzeichen in beiden Spielen waren alles andere als gut, denn durch den Ausfall von Chloe Magee fehlte zu Beginn der Begegnungen vor allem dem Damendoppel auf TVR-Seite leider die gewohnte Durchschlagskraft. So war die kurzfristig eingesprungene Anika Dörr an der Seite von Carla Nelte zwar ein hervorragender Ersatz, doch leider reichte es in beiden Spielen nicht zum Sieg. Auch das Dameneinzel, im Halbfinale mit Elin Svensson und am Sonntag mit Anika Dörr war an beiden Tagen leider ohne echte Siegchance.

So lastete eine Menge Druck auf den Herrendoppeln, von denen definitiv jeweils mindestens eins gewonnen werden musste. Die Coaches Nyenhuis, Winkelmann und Kelzenberg legten sich an beiden Tagen auf Sam Magee/Nhat Nguyen und Raphael Beck/Jan Colin Völker fest. Während die beiden Iren am Samstag überragend spielten und erst im 5.Satz verloren, wurden Beck/Völker förmlich überrollt und hatten keine Chance. Somit reichte auch der sehr überzeugende Einzelsieg von Lars Schänzler nicht aus – Bischmisheim hatte nach Siegen in den drei Doppeln und im Dameneinzel die Begegnung gewonnen und stand im Finale, in dem sie schließlich auch den heiß ersehnten Titel holen konnten.

Im Spiel um Platz Drei zündeten dann beide Refrather Herrendoppel, wobei Magee/Nguyen knapp und Beck/Völker deutlich ihre Spiele gewinnen konnten. Nachdem das Damendoppel erst im 5.Satz unterlegen war folgten zwei deutliche Matches, in denen Trittau das Dameneinzel und Refrath das Mixed (Sam Magee/Carla Nelte) klar machten. Beim Stand von 3:2 rechnete jeder mit einem Sieg von Nhat Nguyen über Jonathan Persson, doch der lange Schlaks auf Trittauer Seite stellte den 17-jährigen Iren vor schwierige und vor allem ungewohnte Aufgaben. Dennoch blieb Nguyen bis zum Schluss cool, wehrte im 3. und 4. Satz jeweils Matchbälle ab und gewann schließlich mit 11:8 im fünften Durchgang. Parallel hatte sich Lars Schänzler gerade den Satzausgleich gegen Joachim Persson geholt, als das Match schließlich abgebrochen wurde, weil der Gesamtsieger feststand.

Heinz Kelzenberg: „Natürlich fährt man zum Final Four, um ins Finale zu kommen und dann Deutscher Meister zu werden. Realistisch war es jedoch ohne Chloe und Max diesmal nicht. Von daher bin ich okay mit dem 3. Platz, der sich durch die tolle Leistung am Sonntag auch wirklich gut anfühlt.  Weniger gut fühlt es sich an, dass wir jetzt kein Deutscher Meister mehr sind. Wir sind mit großen Problemen in die Saison gestartet und waren letztlich nur Sechster in der Tabelle. Nun haben wir mit Glück gegen Mülheim und aus meiner Sicht verdient gegen Trittau gewonnen und damit zwei ursprünglich besser platzierte Teams hinter uns gelassen. Unser Team hatte ein Durchschnittsalter von unter 23 Jahren und jeder aus unserer Mannschaft hat am Wochenende mindestens ein richtig gutes Spiel gemacht. Von daher bin ich auch wirklich stolz, mit diesen tollen Persönlichkeiten Dritter geworden zu sein. Mein Dank geht aber auch an die Coaches Denis, Daniel und Max sowie an unsere großartigen Fans, von denen uns einige sogar nach Saarbrückenbegleitet haben“.

Die Gratulation des TV Refrath geht an den Sieger BC Bischmisheim, der trotz des Fehlens von Fabian Roth den Titel gewinnen konnte. Aber auch dem personell in dieser Saison hart getroffenen BC Beuel gebührt größter Respekt zum zweiten Platz. Wir hätten unserem Nachbarn aus Bonn den Deutschen Meistertitel gegönnt wie nie zuvor!

Beuels Erste ist Deutscher Vizemeister

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Beuels Erste unterlag im Endspiel der Final Four.

Die erste Mannschaft des 1. BC Beuel hat beim Final Four der Badminton-Bundesliga die Vizemeisterschaft errungen. Nachdem die Gelb-Schwarzen im Halbfinale gegen den TSV Trittau 4:0 gewannen, unterlagen sie im Finale gegen den 1. BC Bischmisheim 1:4.

Das Final Four-Wochenende begann für die Erste nach Plan. Am Samstag gewann sie das Halbfinale gegen den TSV Trittau mit 4:0. Ein Ergebnis, das den Spielverlauf aber nur unzureichend wiedergibt.

Im Halbfinale wurde auf nur einem Feld gespielt und das 1. Herrendoppel bildete den Auftakt. Akshay Dewalkar und Peter Briggs fanden zunächst überhaupt nicht in die Partie und überließen Nikolaj Persson und Ary Trisnanto das Feld. Nach drei Minuten war der erste Satz 1:11 verloren. Doch die Beueler bissen sich in die Partie, kämpften sich Ballwechsel um Ballwechsel rein und gewannen die folgenden drei Sätze 12:10, 11:9, 11:8.

Für eine Überraschung sorgten Hannah Pohl und Lauren Smith im zweiten Spiel des Tages, dem Damendoppel. Gegen eines der stärksten Doppel der Liga, Iris Tabeling und Kilasu Ostermeyer, gewannen die Damen der Gelb-Schwarzen nach starker Leistung 13:11, 11:6, 8:11, 11:8.

Zu einer wahren Nervenschlacht wurde das 2. Herrendoppel. Marc Zwiebler und Max Weißkirchen mühten sich gegen Jonathan Persson und Milosz Bochat und versetzten die mitgereisten Beueler Anhänger in ein Wechselbad der Gefühle. Sie gewannen den ersten Satz 11:9, verloren den zweiten 8:11, behielten am Ende des dritten Satzes mit 15:13 die Nerven und verloren Satz vier 10:12. Im Entscheidungssatz schien die Partie fast schon verloren, lagen die beiden Beueler Eigengewächse doch 6:9 zurück. Doch Zwiebler und Weißkirchen drehten den Rückstand und gewannen letztlich 15:13.

Den Punkt zum Einzug ins Finale bescherte Luise Heim im Dameneinzel. Obwohl sie in den vergangenen zwei Wochen mit einer starken Erkältung zu kämpfen hatte und bis Freitag nicht trainieren durfte, zeigte Heim ihr gewohnt laufintensives Spiel. In drei Sätzen bezwang sie Priskila Siahaya 11:7, 15:13, 13:11.

Bereits vor dem Endspiel gegen den 1. BC Bischmisheim, der das Halbfinale gegen den TV Refrath gewonnen hatte, war klar, dass es für die Erste eine schwierige Aufgabe werden würde. Während der BC in den drei Einzeln als Favorit gehandelt wurde, hatten die Saarländer diese Favoritenposition in den vier Doppeln inne. Es galt also eines dieser Doppel „zu stehlen“.

In den ersten zwei Partien gelang dies nicht. Peter Briggs und Akshay Dewalkar unterlagen im 1. Herrendoppel gegen Marvin Seidel und Peter Käsbauer glatt 9:11, 6:11, 9:11. Hannah Pohl und Lauren Smith konnten nicht an ihre Leistung vom Vortag anknüpfen und verloren das Damendoppel gegen Isabel Herttrich und Olga Konon 7:11, 10:12, 7:11.

Den ersten Beueler Punkt brachte Luise Heim. Mit einer kontrollierten Leistung ließ sie Natalia Perminova keine Chance und gewann 11:5, 11:7, 11:4.

Unter Wert schlug sich das Beueler Mixed. Peter Briggs und Lauren Smith fanden zu keiner Zeit ins Spiel und verloren deutlich 5:11, 7:11, 1:11.

Für ein Wechselbad der Gefühle sorgte das – letztlich entscheidende – 2. Herrendoppel. Nachdem Marc Zwiebler und Max Weißkirchen die ersten beiden Sätze gegen Michael Fuchs und Johannes Schöttler jeweils knapp 9:11 verloren, gewannen sie die Sätze drei und vier 11:4 und 12:10, wobei sie bereits einen Matchball abwehrten. Im Entscheidungssatz gaben die Beueler Vollgas und gingen schnell in Führung. Beim Stand von 8:6 riss der Beueler Lauf, Fuchs und Schöttler gewannen fünf Punkte in Folge und sicherten dem 1. BC Bischmisheim die Meisterschaft.

Enttäuscht war BC-Vorsitzender Roland Maywald nach der Partie: „Wir hatten nach dieser schwierigen Saison dieses Wochenende die Chance Deutscher Meister zu werden. Gegen die Doppelstärke von Bischmisheim hat es unter diesem sehr hohen Druck letztlich doch nicht gereicht.“

Andreas Kruse

Bischmisheim gewinnt FinalFour und wird Deutscher Meister

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Michael Fuchs (links) und Johannes Schöttler sind die Garantien zum Erfolg. Foto:Sven Heise

Mit einem 4:1-Erfolg gegen Beuel krönte Bischmisheim die Saison 2017/2018 und nimmt nach dem Sieg der FinalFour auch noch den Hans-Riegel-Pokal entgegen, der als äußere Insignien für die Deutsche Meisterschaft gilt.

Peter Käsbauer und Marvin Seidel brachten die Hausherrn mit einem Drei-Satz-Sieg über Akshay Dewalkar ud Peter Briggs zum 1:0 Auftakt. Dem folgten i  Damendoppel Isabel Herttrich und Olga Konon gegen Lauren Smith und Hannah Pohl – ebenfalls in drei Sätzen. Luise Heim verkürzte gegen Natalia Perminova in drei Sätzen auf 2:1.

Auch deutlich dominierten im Mixed Rubens Jille und Isabel Herttrich, die mit drei Sätzen gegen Peter Briggs und Lauren Smith enteignen. Die Saarländer führten damit mit 3:1.

Der Höhepunkt dann das zweite Herrendoppel: Die Routiniers Michael Fuchs und Johannes Schöttler, die beide bereits als Jugendtrainer in der Schweiz und Deutschland beruflich eingebunden sind, liefen zur Höchstform auf. Beuel hatte mit Marc Zwiebler und Max Weißkirchen dagegen setzen wollen. Fünf Sätze bis zur Entscheidung zeigen den harten Kampf, der ausgetragen wurde. Die glücklicheren Gewinner waren dann Fuchs/Schöttler, die im letzten Satz mit 11:8 die Oberhand behielten und Bischmisheim damit zum Meister küren.

HR

Refrath wird Dritter beim FinalFour

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Nhat Nguyen war das Zünglein an der Waage für Refrath.

Im kleinen Finale um Platz drei beim FinalFour hatte Titelverteidiger Refrath die Nase vorne und besiegte Trittau mit 4:2.

Ausgeglichen begann das Match. Nhat Nguyen und Sam Magee bezwangen im ersten Herrendoppel Ary Trisnanto und Nikolaj Persson in vier Sätzen. Kilasu Ostermeyer und Iris Tabeling sorgten in fünf Sätzen gegen Carla Nelte und Anika Dörr im Damendoppel zum 1:1-Zwischenstand. In drei Sätzen erhöhten Raphael Beck und Jan-Colin Volker für Refrath im zweiten Herrendoppel gegen Joachim Persson und Paul Reynolds zum 2:1. Den 2:2-Ausgleich besorgte dann im Dameneinzel Priskila Siahaya in drei Sätzen gegen Anika Dörr.

Das Refrather Mixed Sam Magee und Carla Nelte überzeugten mit einem Drei-Satz-Sieg gegen Ary Trisnanto und Kilasu Ostermeyer und führten die Führung zum 3:2 herbei.

Spannend wurde es dann im zweiten Herreneinzel. Jonathan Persson sackte bereits zwei Sätze ein, fühlte sich bereits auf der Siegerstrasse. Doch Nhat Nguyen konterte und entschied die folgenden drei Sätze für sich, brachte damit Refrath den 4:2-Erfolg und den dritten Platz für den Titelverteidiger.

HR

Beuel und Bischmisheim ziehen in das Finale der Final Four

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Beuels Erste zieht ins Final Four ein.

Recht deutlich und klar absolvierten Beuel und Bischmisheim ihre jeweiligen Begegnungen im heutigen Halbfinale der Final Four um den Einzug in das morgige Finale.

Besonders eilig hatte es dabei Beuel, die im Eiltempo zum 4:0 eilten. Lediglich im dritten Spiel, dem zweiten Herrendoppel, wurde es knapp. Zwiebler/Weißkirchen benötigten fünf Sätze zum Sieg. Den vierten Zähler  zum Gesamtsieg gegen Trittau steuerte Luise Heim bei, die in drei Sätzen den Jubel der eigenen Mannschaft und der mitgereisten Anhänger auslöste.

Hausherr Bischmisheim hatte da schon mehr zu kämpfen – unter anderem mit der Technik. Bei 3:0 in beiden Begegnungen lief technisch nichts mehr. Offensichtlich waren die örtlichen Leitungen dem Ansturm der Wissbegierigen aus dem Internet nicht gewachsen. Und Spielstandszeigen, die von Hand getätigt wurden, gab es nicht in der Halle.

Unbeirrt blieben davon die Akteure auf dem Feld. Nachdem Luka Wraber das 1. Herreneinzel in vier Sätzen zum 3:1 verlor, setzte Natalia Perminova im Dameneinzel in drei Sätzen das 4:1 gegen Refrath.

HR

Refrath geht mit Lockerheit ins Final Four

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Team TV Refrath. Foto Meister 2017

Ohne Druck und mit viel Vorfreude blickt der TV Refrath auf das am Wochenende in Saarbrücken ausgetragene „Final Four“ um die Deutsche Meisterschaft. Dabei geht der TVR immerhin als Titelverteidiger ins Rennen, konnte er doch Mitte Mai letzten Jahres in Bad Hersfeld den Meisertitel durch ein 4:3 gegen den BC Bischmisheim zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnen.

Und genau gegen diesen BCB, diesmal Gastgeber und erneut als ungeschlagener Sieger der Vorrunde Top-Favorit, geht es für den TVR gleich zu Beginn. In zwei parallel stattfindenden Halbfinals spielen um 16 Uhr die beiden Vorjahresfinalisten sowie Beuel und Trittau gegeneinander.

Prognosen sind schwierig, zumal das Final Four im vergangenen Jahr diesen auch nicht Stand gehalten hätte. Ob es diesmal erneut zu Sensationssiegen wie ihm Finale von 2017 kommen kann?

Heinz Kelzenberg, Teamchef des Titelverteidigers: „Alles ist möglich, denn am Ende entscheidet der Kopf und es gewinnt das Team, welches es am meisten will und das Momentum auf seiner Seite hat“. In der Haut des favorisierten BCB möchte er selbst nicht stecken und ist daher froh, wie letztes Jahr locker aufspielen zu können: „Wir möchten sehr gerne, müssen aber nicht Deutscher Meister werden“.

Dazu stehen Kelzenberg die besten Spieler seines Kaders zur Verfügung, wohingegen mindestens Bischmisheim wohl einen prominenten Ausfall zu beklagen haben wird, da Fabian Roth nach wie vor nicht einhundertprozentig wettkampffähig sein soll.

Das Team reist am Freitagnachmittag ins Saarland und wird am Samstagfrüh eine lockere Trainingseinheit absolvieren, bevor es dann am Nachmittag in einer hoffentlich mit 800 Besuchern ausverkauften Joachim-Deckarm-Halle los geht.

TV Refrath: Lars Schänzler, Nhat Nguyen, Sam Magee, Raphael Beck, Jan Colin Völker, Max Schwenger, Carla Nelte, Chloe Magee, Anika Dörr

Coaches: Denis Nyenhuis, Daniel Winkelmann, Heinz Kelzenberg

Nervenstarke Refrather „ohne Vier“ in Bestform

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Jan Colin Völker / Runa Plützer. Foto: Wolfgang Brodowski

Der letzte Doppelspieltag der Badminton Bundesliga hatte es für den TV Refrath noch einmal in sich. Im Vorfeld mutete das Heimspiel gegen den Tabellenachten Fun-Ball Dortelweil eher unspektakulär an, da beide Mannschaften auf einem gefestigten Tabellenplatz standen.

Dennoch entwickelte sich ein sehr interessantes Spiel in der Halle Steinbreche. Das auf vier Positionen geschwächte Refrather Team musste bis an die Leistungsgrenze gehen. Für Chloe Magee und Carla Nelte spielten Elin Svensson und Runa Plützer, Sam Magee wurde durch seinen Bruder Joshua ersetzt und für Max Schwenger rückte Nhat Nguyen ins Doppel.

Dortelweil erwies sich für den Deutschen Meister über die gesamte Spieldauer als unbequemer Gegner und es kam neben je zwei recht eindeutigen Erfolgen beider Teams zu drei Fünfsatzspielen. Sehr spektakulär war der Ausgang des 1.Doppels, in dem die EM-Teilnehmer Benz/Heinz einen 10:7-Vorsprung im 5.Satz noch an Beck/Völker abgaben. Auch Lars Schänzler und Nhat Nguyen gingen über die volle Distanz und blieben schließlich siegreich. Am Ende gewann der Favorit glücklich mit 5:2.

Das Lokalderby am Sonntag in Beuel war vor allem für die Gastgeber ein enorm wichtiges Spiel. Beuel musste gewinnen, um sich direkt für das Final Four zu qualifizieren. Wieder gab es zahlreiche Fünfsatzmatches, die in der sehr gut gefüllten Bonner Halle für eine tolle Stimmung sorgten.

Dreimal hieß der Sieger in diesen Spielen TV Refrath und selbst im 2.Herrendoppel waren Joshua Magee / Nhat Nguyen dicht an einer Überraschung. Heinz Kelzenberg: „Wir waren sehr locker und alle haben in Bestform gespielt, das hat mir sehr viel Spaß gemacht“.

Wieder holten Beck/Völker einen 8:10 Rückstand im 5.Satz auf und drehten ihn zum Sieg, wieder behielt Jungstar Nhat Nguyen (17) in fünf Sätzen die Nerven und zusätzlich war es ein weiteres Mal Jan Colin Völker, der an der Seite von Runa Plützer auch im Mixed im fünften Satz siegreich blieb.

Heinz Kelzenberg: „Jan und Runa gebührt ein besonderes Lob, das war super stark. Endlich gewinnen wir wieder die knappen Dinger, das erinnert jetzt stark an die letzte Saison. So kann es im Viertelfinale weiter gehen“.

Nach Abschluss der Punkterunde steht fest, dass der TV Refrath am zweiten Aprilwochenende beim 1.BV Mülheim antreten wird, dann wieder in Bestbesetzung.

Beuels Erste zieht ins Final Four einein

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Beuels Erste zieht ins Final Four ein.

Die erste Mannschaft des 1. BC Beuel hat am letzten Doppelspieltag der Badminton- Bundesliga den zweiten Platz verteidigt und damit den direkten Einzug in das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft geschafft. Gegen den 1.BC Bischmisheim verlor die Erste 3:4 und gewann tags darauf in eigener Halle gegen den TV Refrath 4:3.

Trotz schlechter Vorzeichen legten die Gelb-Schwarzen direkt bei der Auswärtsbegegnung in Saarbrücken die Grundlage für den direkten Einzug in das Final Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, denn Lauren Smith und Peter Briggs standen nicht zur Verfügung. Mit der 3:4-Niederlage sicherten sich die Gelb-Schwarzen einen wichtigen Punkt.

Zum Auftakt gerieten die Rechtsrheinischen zunächst in Rückstand. Marc Zwiebler und Max Weißkirchen verloren das 2. Herrendoppel gegen Michael Fuchs und Johannes Schöttler 7:11, 7:11, 11:6, 7:11. Lisa Kaminski und Hannah Pohl unterlagen im Damendoppel gegen Isabel Herttrich und Olga Konon 11:13, 7:11, 11:9, 4:11.

Trotz starker Leistung verlor auch das 1. Herrendoppel. Akshay Dewalkar und Daniel Hess hatten gegen Marvin Seidel und Peter Käsbauer sogar mehrere Matchbälle, konnten diese aber beim 5:11, 13:11, 11:13, 12:10, 11:13 nicht nutzen.

Die Aufholjagd begann mit Luise Heim im Dameneinzel. Sie gewann gegen Natalia Perminova in fünf Sätzen 9:11, 11:6, 11:3, 10:12, 11:0. Marc Zwiebler verkürzte auf 2:3. Er revanchierte sich gegen Luka Wraber im 1. Herreneinzel für die Hinspielniederlage mit einem deutlichen 11:5, 11:6, 11:5-Erfolg.

Max Weißkirchen gelang mit seinem 11:5, 11:9, 11:9-Sieg gegen Dieter Domke im 2. Herreneinzel der 3:3-Ausgleich. Doch dabei sollte es für die Gelb-Schwarzen bleiben. Hannah Pohl und Akshay Dewalkar unterlagen im Mixed gegen Olga Konon und Marvin Seidel 11:9, 6:11, 7:11, 6:11.

Aufgrund der parallelen Spielergebnisse, bedeutete das 3:4, dass die Beueler Erste punktgleich mit dem 1. BV Mülheim und mit zwei Punkten Vorsprung auf den SC Union Lüdinghausen in das letzte Spiel ging. Der Bedeutung der Partie entsprechend, war die Erwin-Kranz-Halle am letzten Spieltag der Badminton-Bundesligasaison voll besetzt. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht.

Während Lisa Kaminski und Hannah Pohl das Damendoppel gegen Runa Plützer und Elin Svensson mit 13:11, 11:6, 11:6 recht deutlich gestalteten, machte es das 2. Herrendoppel deutlich spannender. Marc Zwiebler und Max Weißkirchen boten gegen Nhat Nguyen und Joshua Magee einen großen Kampf und gewannen, auch dank der Unterstützung des heimischen Publikums, 9:11, 10:12, 11:7, 11:9, 11:9.

Im Schnelldurchgang erhöhte Luise Heim auf 3:0. Sie bezwang Elin Svensson 11:9, 11:3, 11:2. Akshay Dewalkar und Daniel Hess hatten auch im 1. Herrendoppel gegen den TV Refrath wiederum Matchbälle. Raphael Beck und Jan-Colin Völker entschieden die Partie nach fünf Sätzen für sich. Das Beueler Duo unterlag 14:15, 11:8, 12:10, 6:11, 11:13.

Den Siegpunkt brachte bereits das 1. Herreneinzel von Marc Zwiebler. Er gewann souverän gegen Lars Schänzler 11:8, 11:8, 11:6. Im 2. Herreneinzel musste sich Max Weißkirchen hingegen gegen Nhat Nguyen 5:11, 11:9, 11:9, 3:11, 6:11 geschlagen geben.

Im abschließenden Mixed unterlagen Hannah Pohl und Akshay Dewalkar gegen Jan- Colin Völker und Runa Plützer 14:12, 12:14, 4:11, 11:4, .
Mit dem Erfolg gegen den TV Refrath verteidigten die Gelb-Schwarzen am Ende ihren zweiten Tabellenplatz vor der Konkurrenz. Der 1. BV Mülheim verlor gegen Bischmisheim 2:5 und auch der SC Union Lüdinghausen kam mit einem 5:2-Erfolg über Dortelweil nicht mehr entscheidend an die Beueler Erste heran.

BC-Coach Sebastian Strödke war nach dem Wochenende zufrieden: „Gegen Bischmisheim lief es nach Plan, weil wir die drei Einzel holen wollten und das auch geklappt hat. Heute war wichtig, dass wir gegen Refrath eins von den zwei engen Herrendoppeln gewonnen haben. Letztlich ist es egal, wie es ausgegangen ist, entscheidend ist, dass wir den direkten Einzug ins Final Four geschafft haben.“

Andreas Kruse

Bischmisheim wird ohne Druck in den Doppelspieltag gehen

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Luise Heim wechselt zur nächsten Saison nach Bischmisheim. Foto: Sven Heise

Bundesliga-Spitzenreiter will ohne Druck in den letzten Doppelspieltag gehen und nimmt in zwei Spitzenduellen eine ungeschlagene Hauptrunde ins Visier.

Am Samstag bestreitet der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim sein letztes Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde. Ab 17 Uhr empfängt der souveräne Spitzenreiter in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle den Tabellenzweiten 1. BC Beuel zum Gipfeltreffen der deutschen Eliteklasse. Die Gastgeber können die Partie ganz entspannt angehen, denn vor den letzten beiden Auftritten in der regulären Saison ist ihnen Platz eins bei sieben Punkten Vorsprung auf den schärfsten Verfolger nicht mehr zu nehmen. Das ist auch die Devise von BCB-Doppelspezialistin Olga Konon, die im Heimabschluss gegen die Gäste aus Bonn zumindest im Duett mit Isabel Herttrich zum Einsatz kommen wird: „Wir treffen sowohl mit Bonn als auch danach in Mülheim auf starke Gegner. Aber wir haben den ersten Platz ja bereits sicher und können daher völlig befreit aufspielen. Wir können das Ganze ohne Druck angehen und die Spiele auch ein Stück weit genießen“, sagt die 28-Jährige mit Blick auf die komfortable Lage des BCB, der bisher alle 16 Bundesliga-Partien für sich entschieden hat.

Auf der anderen Seite wäre da ja doch jener besondere Umstand, den Saarbrücken-Bischmisheims Teammanager Marcel Reuter vor dem finalen Doppelspieltag nochmal ins Spiel bringt: „Aufgrund der Tatsache, dass wir Platz eins schon sicher haben, ist es zwar durchaus möglich, dass wir in den letzten Spielen nochmal das ein oder andere ausprobieren und neue Varianten testen werden. Unser oberstes Ziel ist es aber, die Hauptrunde ohne Niederlage abzuschließen“, betont der ehemalige Nationalspieler angesichts der makellosen BCB-Bilanz. Es wäre ein Novum, nachdem seit der Vorsaison und der Aufstockung auf sieben Partien pro Bundesliga-Duell keine Unentschieden mehr möglich sind. Eine Saison ohne Niederlage gelang zuletzt der SG EBT Berlin in der Saison 2012/13 mit zwölf Siegen und sechs Unentschieden.

Allerdings wird es für die Saarländer alles andere als leicht, sich mit zwei weiteren Erfolgen einen Platz in den Geschichtsbüchern der Bundesliga zu sichern: Denn nach dem Gipfel gegen Bonn wartet am Sonntag um 15 Uhr das Gastspiel beim 1. BV Mülheim, der sich als punktgleicher Tabellendritter mit Beuel und je 30 Zählern ebenfalls noch Hoffnungen auf die direkte Qualifikation für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausrechnet. In den Kampf um einen der beiden fixen Plätze für das Endturnier am 4. und 5. Mai in der Joachim-Deckarm-Halle möchte auch der mit 27 Punkten viertplatzierte SC Union Lüdinghausen noch eingreifen.

Der letzte Heimauftritt des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim wird für eine Bonner Spielerin im Übrigen ein besonderer sein: Die zweifache und amtierende Deutsche Einzelmeisterin Luise Heim spielt mit den Gästen dann nicht nur bei ihrem künftigen Club, dem sie unlängst für vier Saisons ihre Zusage gegeben hat. Die gebürtige Bad Dürkheimerin feiert am Samstag zudem ihren 22. Geburtstag – wobei Heim, wie bereits angedeutet, nicht damit rechnen darf, dass sie mit ihrem aktuellen Teams allzu viel geschenkt bekommt. Neben der künftigen BCB-Akteurin weiß der 1. BC Beuel mit Max Weißkirchen auch den amtierenden Deutschen Einzelmeister in seinen Reihen. Dessen Vorgänger aus dem Jahr 2017, Saarbrücken-Bischmisheims Neuzugang Fabian Roth, muss sich nach neuerlichen Rückenproblemen, die Anfang Februar einer erfolgreichen Titelverteidigung bei der DM in Bielefeld in die Quere kamen, weiterhin gedulden. Allerdings gab BCB-Teammanager Marcel Reuter an, dass der 22-Jährige mit Blick auf das Finalturnier in eigener Halle durchaus auf Kurs liegt: „Fabian befindet sich weiterhin in der Reha. Wir hoffen natürlich, dass er bis zum Endturnier wieder rechtzeitig in Form kommt. Was das angeht, liegt er im Moment voll im Fahrplan“, so Reuter.

dbe