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Der Meister siegt im Schnelldurchgang

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bezwingt Verfolger SC Union Lüdinghausen zu Hause mit 5:2 und verteidigt Tabellenplatz eins.
Das vierte Heimspiel des Bundesliga-Spitzenreiters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim war eine wahrhaftig schnelle Angelegenheit: Nach nicht einmal zwei Stunden waren die sieben angesetzten Partien am vergangenen Sonntag im Vergleich mit dem bis dato viertplatzierten SC Union Lüdinghausen absolviert – und für den BCB mit einem ungefährdeten 5:2-Erfolg über die Gäste aus Nordrhein-Westfalen der fünfte Saisonsieg im sechsten Spiel rasch eingetütet. Sechs der sieben Duelle waren bereits nach nur drei Durchgängen entschieden, lediglich das erste Herrendoppel ging über vier Sätze. Dabei behielten Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel und der bulgarische Neuzugang Daniel Nikolov gegen Lüdinghausens Duo um den Niederländer Jelle Maas und Christoph Schnaase nach dem mit 8:11 verlorenen ersten Satz doch noch klar die Oberhand: Mit 11:2 und zwei Mal 11:8 sicherten sie den Saarländern den ersten Punkt. Für Seidel, der unter der Woche noch bei den Denmark Open international im Einsatz gewesen war, blieb es zwecks Schonung der einzige Auftritt des Tages. Der 23-Jährige weist in dieser Bundesliga-Saison mit sechs Siegen in sechs Einsätzen weiterhin eine makellose Bilanz auf. Gleiches gilt für Peter Käsbauer, der an der Seite des Niederländers Ruben Jille klar in drei Durchgängen mit 11:5, 11:6 und 11:4 gegen Josche Zurwonne und Hong Zhang gewann und damit auch im vierten Einsatz für den BCB siegreich blieb.
Überhaupt waren im vierten Heimauftritt die Vergleiche mit männlicher Beteiligung klare Angelegenheiten für die gastgebenden Saarbrücker – obwohl der Österreicher Luka Wraber, der deutsche Ex-Meister Fabian Roth oder die Routiniers Michael Fuchs und Johannes Schöttler aus diversen Gründen gar nicht zum Einsatz kamen. Das lag auch daran, dass die Gäste aus Lüdinghausen auf drei Herren aus ihrer etatmäßigen Stammformation verzichten mussten. Der Niederländer Nick Fransman fehlte wegen einer Knieverletzung, der ehemalige Deutsche Vizemeister im Einzel, Kai Schäfer, musste mit Rückenproblemen passen und auch Roman Zirnwald stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Durch das Fehlen der Einzelspezialisten Fransman und Schäfer gingen die Herreneinzel somit jeweils klar an den BCB: Nikolov fertigte den sonst in Lüdinghausens Oberliga-Team eingesetzten Chinesen Hong Zhang 11:3, 11:8 und 11:4 ab. Sogar nur zehn Punkte musste Matthias Deininger im Vergleich mit Christoph Schnaase abgeben, den er mit zwei Mal 11:2 und 11:6 locker in die Schranken verwies. Den fünften Bischmisheimer Punkt zum 5:2-Sieg steuerte das gemischte Doppel um Isabel Herttrich und Jille bei: Sie bezwangen Eva Janssens und Maas klar mit 11:6, 11:8 und nochmal 11:8. Für Nationalspielerin Herttrich war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages, nachdem auch sie unter der Woche noch international im Einsatz gewesen war. Und was für die Herren Seidel und Käsbauer gilt, trifft auch auf die 27-Jährige zu: Im fünften Bundesliga-Einsatz der Saison mit ihrer Beteiligung verließ sie zum fünften Mal als Siegerin das Feld.
Die einzigen Niederlagen in der Neuauflage des jüngsten Final Four-Halbfinals kassierte der BCB im Damendoppel und -einzel. Olga Roj und Stine Küspert mussten sich Lüdingshausens Yvonne Li und Linda Efler mit 8:11, 5:11 und 7:11 beugen. Für Efler, die internationale Doppelpartnerin sowohl von Seidel als auch von Herttrich, war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages. Ein Duell mit ihren internationalen Mitstreitern kam somit nicht zustande. Später blieb Bischmisheims Neuzugang Küspert im Vergleich mit der amtierenden Deutschen Einzelmeisterin Li beim 3:11, 7:11, 3:11 an diesem Tag chancenlos. Für den Tabellenführer vom 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim reichte es damit zwar nicht zur vollen Ausbeute von drei Zählern. Mit den zwei zusätzlichen Punkten gegen Lüdinghausen vergrößerte der BCB aber zumindest den Abstand auf den dritten Tabellenplatz, der nicht mehr zur direkten Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft reicht. Weil der aktuelle Ligadritte 1.BC Beuel am Sonntag beim 1.BV Mülheim mit 2:5 ohne Zählbares blieb, liegt der amtierende Meister aus dem Saarland mit 14 Punkten nun vier Zähler vor Beuel. Boden gut gemacht hat dagegen der amtierende Vizemeister TV Refrath, der nach dem 6:1 beim TSV Freystadt nun bis auf einen Punkt an den BCB herangerückt ist. Gegen Refrath hatten die Bischmisheimer Badminton-Asse am zweiten Spieltag ihre bislang einzige Niederlage kassiert: ein 3:4 vor Heimkulisse. Auswärts sind sie dagegen noch ungeschlagen. Und das soll auch am kommenden Sonntag so bleiben, wenn ab 14 Uhr im Bonner Stadtbezirk Beuel das direkte Duell beim Verfolger ansteht. dbe

Bischmisheim in Oktoberfestlaune – Bayern-Doppel an der Spitze

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist gegen Neuling Neuhausen-Nymphenburg (6:1) und Freystadt (5:2) nahe dran am Optimum
Der bayerische Doppelpack vor Heimkulisse bescherte Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim fast die Optimal-Ausbeute: Fünf von sechs möglichen Punkten verbuchte der amtierende Deutsche Meister aus den Partien gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und den TSV Freystadt. Die Saarländer bleiben damit das Maß der Dinge, nach fünf Spieltagen führen sie die Bundesliga-Tabelle mit zwölf Punkten und je zwei Zählern Vorsprung auf die schärfsten Verfolger 1. BC Beuel und TV Refrath weiterhin an.
Am Samstag gelang dem BCB mit einem 6:1-Erfolg über Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg ein nahezu perfekter Start ins Wochenende – und zudem der erste Heimsieg der laufenden Runde, nachdem es im ersten Spiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle eine 3:4-Niederlage gegen Refrath gesetzt hatte. Dem souveränen Auftritt gegen den Bundesliga-Rückkehrer aus dem Münchner Stadtbezirk ließ der BCB am Folgetag, an dem zufällig auch das Oktoberfest in München zu Ende ging, den nächsten Heimsieg gegen ein bayerisches Team folgen: Freystadt, das bis dahin in allen vier Partien zumindest gepunktet hatte, war für den Titelverteidiger keine wirkliche Gefahr und wurde mit einem 2:5 im Gepäck wieder auf die Heimreise geschickt. „Ich denke, das waren zwei solide Auftritte von uns. Es ist mehr oder weniger so gelaufen, wie wir es erwartet haben“, sagte Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel, der in allen vier Spielen mit seiner Beteiligung siegreich blieb.
Dass es gegen Freystadt nicht zu vollen drei Punkten reichte, lag an den insgesamt knappen Niederlagen des zweiten Herrendoppels und von Stine Küspert im Dameneinzel. Der 20-jährige Bischmisheimer Neuzugang musste sich ihrer estnischen Gegnerin Kristin Kuuba, die in der Vorsaison eine der besten Bundesliga-Bilanzen überhaupt aufwies (stolze 22 Siege in 26 Partien mit ihrer Beteiligung), trotz harter Gegenwehr 9:11, 14:12, 7:11 und 4:11 beugen. Ähnlich umkämpft lief es im Duell von Daniel Nikolov und Ruben Jille gegen Freystadts Paarung Hannes Gerberich und Florian Waffler: Das BCB-Duo verlor die ersten beiden Sätze jeweils unglücklich erst in der Verlängerung mit 13:15 und 10:12. Danach gewannen beide Satz drei mit 11:8, ehe die Gäste mit 11:7 final die Nase vorne hatten. Die weiteren Partien gegen die Bayern waren dafür mehr oder minder klare Angelegenheiten: Der Österreicher Luka Wraber machte im ersten Herreneinzel mit Gerberich kurzen Prozess (11:4, 11:5, 11:7), das zweite Duell Mann gegen Mann ging gar vorzeitig an Nikolov, weil Gegner Waffler nach dem 3:11 im ersten Durchgang die Waffen streckte. Keinerlei Mühe hatten auch Isabel Herttrich und Marvin Seidel im Mixed (11:8, 11:5, 11:5 gegen Fee Teng Liew/Max Flynn), wohingegen sie in ihren gleichgeschlechtlichen Doppelpartien jeweils einen Satz abgeben mussten. Letztlich kamen aber sowohl Herttrich und Olga Roj beim 9:11, 11:4, 11:7 und 11:2 über Kuuba/Teng Liew als auch Seidel an der Seite von Peter Käsbauer mit dem 12:10, 11:6, 12:14 und 11:4 gegen Flynn und Johannes Pistorius zu insgesamt souveränen Siegen.
Am Vortag hatte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg im Duell des Tabellenersten gegen den -letzten erwartet klar in die Schranken verwiesen. Beim 6:1 musste lediglich Luka Wraber im Herreneinzel beim 11:7, 9:11, 4:11, 11:5 und 7:11 gegen den starken Israeli Misha Zilberman eine knappe Niederlage quittieren. Die übrigen Duelle mit den Münchnern gingen dagegen klar an die Gastgeber: Beide Herrendoppel sowie die Damenpaarung Herttrich und Küspert gewannen ihre Partien glatt in drei Durchgängen. Ebenso Daniel Nikolov, der im zweiten Herreneinzel mit seinem bulgarischen Landsmann und internationalen Doppelpartner Ivan Rusev Atanasov nur im ersten Satz Probleme hatte – das Wiedersehen der beiden endete mit 13:11, 11:5, 11:8 letztlich klar zugunsten des BCB-Neuzugangs. Einen kleinen Durchhänger leisteten sich Olga Roj und Seidel im Mixed gegen Tobias Wadenka und Annabella Jäger – am Ende lagen sie mit 11:8, 13:11, 6:11, 5:11 und 11:4 nach fünf Sätzen aber vorne. Der sechste Punkt ging auf das Konto von Küspert, die ihre ukrainische Gegnerin Natalya Voytsekh mit 15:13, 11:7, 4:11 und 11:8 bezwang.
„Gegen Freystadt hätten wir natürlich auch gerne die vollen drei Punkte mitgenommen – aber alles in allem können wir schon zufrieden sein“, sah Seidel ein insgesamt gelungenes Wochenende. Nach den ersten Heimsiegen der Saison möchte der BCB in zwei Wochen gleich nochmal zu Hause nachlegen, wenn am Sonntag, den 20. Oktober um 15 Uhr der SC Union Lüdinghausen in Saarbrücken vorstellig wird. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen belegen nach ihren jüngsten 5:2-Erfolgen bei Blau-Weiß Wittorf und zu Hause gegen den 1. BV Mülheim mit acht Punkten aktuell Rang vier – und haben bislang in allen Partien gepunktet. Der amtierende Meister und Tabellenführer aus Bischmisheim sollte also gewarnt sein. dbe

Schorndorf im Süden im Aufwind

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Xenia Kölmel siegte in allen ihren vier Partien am Wochenende. Foto: Ulrich Kolb
SG Schorndorf spielt weiter auf der Erfolgsspur: Mit 5:2 gewann die SG beim Aufsteiger BC Remagen. Und die knappe 3:4-Niederlage beim Tabellenführer BC Bischmisheim 2 brachte einen Punkt für die Tabelle und sicherte Schorndorf Tabellenplatz Zwei.
Die Daimlerstädter feierten beim Tabellenführer Bischmisheim 2 die 3:4 Niederlage wie einen kleinen Sieg. Zum einen aufgrund der starken Leistung beim Tabellenführer und zum anderen bescherte das knappe 3:4 einen Punkt für die Tabelle. Anfangs ging der Zug aber in Richtung hohe Niederlage. Die Saarländer zogen nach den Doppeln auf 3:0 davon. Patrick Scheiel/Johannes Schöttler gewannen das erste Doppel glatt in drei Sätzen. Im Frauendoppel mussten sich Zweitligadebütantin Ramona Zimmermann und Jennifer Löwenstein ebenfalls in drei Sätzen geschlagen geben. Das zweite Männerdoppel Simon Kramer/Florian Winniger war im dritten Satz gegen Marcel Reuter/Alen Roj knapp am Satzgewinn dran mit 12:14. David Kramer gab im ersten Einzel gegen Matthias Deininger das Signal zur Attacke. Mit 8:11, 7:11 lag er schon zurück und drehte die Partie noch mit 11:4, 11:9, 11:3. Xenia Kölmel legte nach und dominierte das Fraueneinzel gegen Ann-Katrin Hippchen – 2:3. Simon Kramer sorgte im ersten Satz des Einzels gegen Jonas Scheller für weiteren Optimismus im Schorndorfer Lager: 11:9. Die weiteren Sätze bestimmte aber der Saarländer und sorgte für die Vorentscheidung zum 4:2. In der letzten Partie, dem Mixed, ging es aber noch um einen Punkt für die SG.Alan Erben/Xenia Kölmel spielten stark auf und holten mit 11:9, 11:6, 13:11 noch das 3:4.
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Beim Aufsteiger BC Remagen kam die SG sofort gut in die Partie. David Kramer/Alan Erben berappelten sich nach einem 5:11 im ersten Satz: 11:8, 11:9, 11:6. Xenia Kölmel/Jenniger Löwenstein legten im Doppel nach und siegten gegen Sarah Kämpf/Annika Konder glatt in drei Sätzen. Spannender verlief das zweite Doppel. Simon Kramer holten Satz Eins und Satz Vier. Im Entscheidungssatz lief es aber überhaupt nicht – 3:11. David Kramer zeigte im ersten Einzel erneut eine starke Leistung. Gegen Tobias Mund siegte der Schorndorfer in drei Sätzen. Xenia Kölmel hielt es ebenso und holte für die SG mit 11:5, 11:2, 11:5 den 4:1-Siegpunkt.
Ein Sieg des Mixed erhöhte die Stimmung im Schorndorfer Lager noch. Ramona Zimmermann/Alan Erben setzten sich in vier Sätzen durch. Für Ramona Zimmermann der erste Punktgewinn in der Bundesliga. Ein 6:1-Sieg und damit drei Punkte für die Tabelle blieben der SG aber verwehrt. Simon Kramer holte gegen Max Stage den dritten Satz mit 11:5. Das Spiel ging aber im vierten Satz an den Remagener.

BCB-Asse wollen ihre Spitzenposition zuhause festigen

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim empfängt zunächst den Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg und tags darauf den TSV Freystadt
Nach dreiwöchiger Unterbrechung starten die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim wieder in der Bundesliga durch: Am kommenden Samstag und Sonntag wartet auf den amtierenden Deutschen Mannschafts-Meister ein Doppelauftritt vor Heimkulisse – mit dem Ziel, die aktuelle Tabellenführung, die der BCB trotz einer Niederlage aus drei Partien innehat, weiter zu festigen. Am Samstag um 18 Uhr empfängt der BCB zunächst den Aufsteiger TSV Neuhausen-Nymphenburg in der heimischen Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Für die Gäste aus dem Münchner Stadtbezirk ist es der erste Auswärtsauftritt der Saison. Die drei absolvierten Heimspiele liefen aus Sicht des Bundesliga-Rückkehrers wenig erfreulich: Sowohl gegen den TSV Trittau als auch gegen Blau-Weiß Wittorf und zuletzt den TSV Freystadt setzte es jeweils 2:5-Niederlagen. Es wartet demnach das Duell des Tabellenführers gegen das Schlusslicht – womit die Rollen klar verteilt scheinen. BCB-Neuzugang Stine Küspert kennt Neuhausen-Nymphenburg sogar noch aus der Vorsaison, als sie mit Blau-Weiß Wittorf in der Relegation gegen den Meister der Zweitliga-Südstaffel antrat – und dabei mit ihrem damaligen Team aus Neumünster knapp mit 4:3 über die Bayern triumphierte: „Ich denke, es kann in den Spielen vereinzelt schon knifflig für uns werden. Insgesamt sind wir aber sicherlich besser besetzt und gehen daher als Favorit ins Spiel“, sagt die 20-Jährige. Für Küspert kommt es dabei wohlmöglich auf dem Feld zu einem Wiedersehen mit ihrer nationalen und internationalen Doppelpartnerin: Annabella Jäger, mit der sie unter anderem bei den letzten Deutschen Meisterschaften in Bielefeld Bronze im Damendoppel gewann, ist vor der Runde vom TSV Freystadt in den Münchner Stadtbezirk gewechselt. Generell schätzt Küspert die Gäste vor allem im Einzel stark ein: „Neuhausen hat gute Einzelspieler. Da könnte es durchaus knapper zugehen“, sagt der BCB-Neuzugang. Zu den stärksten Münchner Akteuren gehören der Israeli Misha Zilberman, der in fünf Spielen mit seiner Beteiligung bisher drei Siege holte. Oder aber Ivan Rusev Atanasov. Der Bulgare ist der internationale Doppelpartner von Bischmisheims zweitem Neuzugang Daniel Nikolov. Abgesehen von Küspert dürfte es am Samstag daher für einen zweiten BCB-Akteur zu einem (hoffentlich auch sportlich) erfreulichen Wiedersehen kommen.
Deutlich besser gestartet ist der zweite Bischmisheimer Gegner vom Wochenende: Der TSV 1906 Freystadt begann nach der überraschenden Playoff-Teilnahme in der Vorsaison (Rang sechs, dann Viertelfinal-Aus mit 1:4 gegen den 1.BV Mülheim) diesmal mit fünf Punkten aus drei Spielen. Einem 3:4 zuhause gegen Wittorf folgten ein 4:3 über Trittau und zuletzt ein 5:2-Erfolg bei Neuhausen-Nymphenburg. Vor dem Gastspiel am Sonntag um 15 Uhr in Saarbrücken liegt Freystadt damit auf Tabellenplatz drei. Topspielerin im Aufgebot der Oberpfälzer ist die estnische Nationalspielerin Kristin Kuuba, die vergangene Saison mit 22 Siegen in 26 Einsätzen im Dameneinzel und -doppel eine der besten Bundesliga-Bilanzen überhaupt aufwies. Allerdings fehlte die 22-Jährige in der zurückliegenden Spielzeit in beiden Duelle mit dem BCB, die mit 6:1 jeweils klar an die Saarländer gingen. Im Damenbereich verpflichtete Freystadt nach dem Abgang der Engländerin Jenny Moore (nach Dänemark) deren Landsfrau Fee Teng Liew sowie die junge Österreicherin Serena Au Yeong als Ersatz für die nach langer Zeit beim TSV überraschend nach München gewechselte Annabella Jäger.
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Im Herrenbereich konnte Freystadt den österreichischen Einzelspezialisten Leon Seiwald als Neuzugang vermelden. Weiterhin zum Aufgebot der Bayern zählen Mannschaftsführer Florian Waffler, TSV-Spielertrainer Oliver Roth, der indonesische Spitzenspieler Fikri Hadmadi sowie der Engländer Max Flynn, Hannes Gerberich und Andreas Pistorius. Zudem steht Nationalspieler Johannes Pistorius nach langer Verletzungspause wieder zur Verfügung, und mit dem Dänen Rasmus Bonde schloss sich ein ehemaliger Spitzenspieler (Ex-Nummer 23 der Welt) den Oberpfälzern kurzfristig an. „Ich würden sagen, dass wir auch in dieser Partie der Favorit sind. Unser Minimalziel für die beiden Partien sind vier Punkte“, sagt Stine Küspert, die in Abwesenheit der weiterhin nicht richtig fitten Luise Heim sowohl gegen Neuhausen-Nymphenburg als auch gegen Freystadt für den BCB zum Schläger greifen wird. Sie hofft, ihre bisherige Bilanz von zwei Siegen in vier Auftritten mit ihrer Beteiligung (jeweils 1:1 im Einzel und Doppel) am Wochenende positiv gestalten zu können. Generell habe sie sich in Saarbrücken bereits gut eingelebt: „Alle sind sehr nett, und alles läuft soweit gut“, sagt Küspert – nach dem anstehenden Bundesliga-Doppelauftritt vor Heimkulisse soll das nur noch umso mehr gelten. dbe

Rückkehr in die Erfolgsspur – und an die Spitze

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck

Badminton-Bundesligist 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim meldet sich nach der Heimpleite gegen Refrath mit einem klaren 6:1 beim 1.BC Wipperfeld zurück
Die schnelle Rückkehr in die Erfolgsspur war das Ziel – und dieses erreichten die Badminton-Asse des deutschen Meisters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim mit Bravour: Nach der 3:4-Heimniederlage vor Wochenfrist gegen den TV Refrath meldeten sich die Saarländer am vergangenen Samstag eindrucksvoll zurück und kamen beim 1.BC Wipperfeld zu einem überlegenen 6:1-Erfolg. Trotz des Fehlens der Nationalspieler Isabel Herttrich und Marvin Seidel (beide in Asien bei Turnieren unterwegs) strich der BCB damit die volle Ausbeute von drei Punkten ein – und eroberte mit sieben Zählern aus drei Partien obendrein sogar die Tabellenspitze, obwohl der 1.BC Beuel im Topspiel gegen den bisherigen Primus Blau-Weiß Wittorf-Neumünster mit 5:2 seinen dritten Sieg im dritten Spiel einheimste. „Es war auf jeden Fall sehr gut und wichtig, dass wir dank einer geschlossen starken Teamleistung sogar die vollen drei Punkte geholt haben“, sagte BCB-Teammanager Marcel Reuter: „Wir werden in dieser Saison ja noch häufiger nicht in voller Besetzung antreten können, daher ist es für uns nur umso wichtiger, direkt am Anfang so viele Punkte wie möglich zu holen.“
Die einzige Bischmisheimer Niederlage musste in Wipperfürth Neuzugang Stine Küspert im Dameneinzel hinnehmen. Die 20-Jährige unterlag ihrer Gegnerin Miranda Wilson mit 6:11, 10:12, 8:11. Letztlich sollte aber auch Küspert einen Punkt zum Erfolg beitragen, denn sie gewann an der Seite von Olga Roj in absolut souveräner Manier das Damendoppel gegen Jie Yao und Cisita Joity Jansen – mit drei Mal 11:6 setzte sich die BCB-Paarung klar durch. Eine überzeugende Vorstellung bot erneut auch der zweite Saarbrücker Neuzugang: Daniel Nikolov wies Wipperfelds Tschechen Adam Mendrek nach verlorenem ersten Satz noch mit 7:11, 11:8, 11:6 und 11:9 in die Schranken. Für den Bulgaren war es der dritte Sieg im dritten Einzeleinsatz der Runde. „Stine hat heute zwar ihr Einzel verloren, befindet sich insgesamt aber auf einem sehr guten Weg. Beide Neuen haben sich in der kurzen Zeit bereits super bei uns eingefügt“, fand Reuter lobende Worte. Eine Bank waren in Wipperfürth einmal mehr die Bischmisheimer Herrendoppel: Peter Käsbauer und Ruben Jille besiegten Jones Ralfy Jansen und Matthew Grimley glatt mit 11:5, 11:8, 11:9. Etwas mehr Mühe hatten Michael Fuchs und Johannes Schöttler, doch auch sie lösten ihre Aufgabe gegen Mendrek und Samuel Hsiao beim 11:9, 11:9, 10:12 und 11:6 letztlich mit Bravour.
Die weiteren Zähler für den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim gingen am Samstag auf das Konto des Österreichers Luka Wraber, der den Finnen Ikka Heino mit 11:9, 11:6, 11:13 und 11:6 bezwang, sowie das Mixed um Roj und Jille, die Grimley/Jansen nach verlorenem Auftaktsatz schließlich ebenfalls in vier Durchgängen 8:11, 11:5, 11:4 und 11:9 in Schach hielten. Somit hatte der BCB diesmal deutlich weniger Probleme, als in der Vorsaison beim nur knappen 4:3-Erfolg an gleicher Stelle. Die frisch eroberte Spitzenposition kann der amtierende Meister am 4. und 5. Oktober weiter untermauern, wenn gegen das bis dato punktlose Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg und den Tabellendritten TSV 1906 Freystadt zwei Heimspiele hintereinander anstehen. Ob Luise Heim dann wieder für den BCB zum Schläger greifen wird, bleibt abzuwarten. Die deutsche Einzelmeisterin der Jahre 2017 und 2018 ist laut Reuter weiterhin körperlich angeschlagen: „Luise ist noch nicht wieder zu einhundert Prozent fit. Wir wollen in ihrem Fall auch gar kein Risiko eingehen, daher ist es möglich, dass sie noch länger fehlen wird“, erläutert der BCB-Teammanager. Apropos längerer Ausfall: Für den ehemaligen deutschen Einzelmeister Fabian Roth neigt sich seine Verletzungs-Odyssee offenbar endlich dem Ende entgegen: „Fabian ist inzwischen ganz klar auf dem Weg der Besserung, wird immer fitter. Wann er genau zurückkommt, ist zwar noch nicht klar, aber ein Ende zumindest absehbar“, blickt Reuter zuversichtlich nach vorne – was auch der BCB seit vergangenem Samstag wieder in erhöhtem Maße tun kann. dbe

BCB peilt am Samstag die nächsten Zähler an

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Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim möchte die jüngste 3:4-Heimniederlage gegen Refrath beim 1. BC Wipperfeld rasch reparieren.
Der Auftakt in die neue Bundesliga-Saison lief für die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim mit einem Sieg und einer Niederlage durchwachsen. Nach der jüngsten 3:4-Heimschlappe am vergangenen Sonntag gegen den TV Refrath peilt der amtierende deutsche Meister am Samstag beim 1. BC Wipperfeld (15 Uhr) nun eine schnelle Rückkehr in die Erfolgsspur an. Obwohl der Gegner mit einem 3:4 bei Union Lüdinghausen und dem 2:5 gegen den 1. BV Mülheim schwach gestartet ist, dürfte auf den BCB im Bergischen Land alles andere als ein Selbstläufer warten. Das bislang letzte Saarbrücker Gastspiel in Wipperfürth sollte jedenfalls als warnendes Beispiel herhalten: Im Januar diesen Jahres waren die Saarländer bei ihrem schwer erkämpften 4:3-Erfolg gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Der BCB musste seinerzeit auf mehrere Leistungsträger verzichten – so, wie es auch diesmal wieder der Fall sein wird: Die Nationalspieler Isabel Herttrich und Marvin Seidel sind momentan bei den Vietnam Open international gefordert und werden daher wie bereits im Heimspiel gegen Refrath nicht zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite müssen aber auch die Gastgeber mit Mark Lamsfuß auf einen ihrer Topspieler verzichten. Der 25-Jährige ist der internationale Partner sowohl von Herttrich wie auch von Seidel und daher ebenfalls in Asien unterwegs. Im Herrendoppel war für die an Position zwei gesetzten Lamsfuß und Seidel im Achtelfinale gegen ein südkoreanisches Duo in drei Sätzen Endstation. Im Mixed ereilte die topgesetzten Herttrich/Lamsfuß im Achtelfinale knapp das Aus gegen die Indonesier Pia Zebadiah Bernadet und Ricky Karandasuwardi (23:21, 21:23 und 16:21). Besser lief es für die beiden Bischmisheimer jeweils mit Linda Efler (Union Lüdinghausen) als Partnerin. Im Damendoppel und im gemischten Doppel stand für Herttrich und Seidel zumindest schon mal der Sprung ins Viertelfinale.
In der Bundesliga müssen dagegen andere die Kohlen aus dem Feuer holen. Wer dann gegen den 1. BC Wipperfeld letztlich zum Zug kommt, bleibt abzuwarten. Für den Gegner ist es die dritte Bundesliga-Spielzeit, in der Vorsaison fehlte Wipperfeld am Ende nur ein einziges Pünktchen zum sechsten Platz und damit zum Erreichen der Play-Offs. Zu den Leistungsträgern zählen weiterhin der deutsche Nationalspieler Jones Ralfy Jansen, der finnische Meister Ikka Heino und der deutsche Einzel-Vizemeister Samuel Hsiao. Auch das schottische Nachwuchstalent Matthew Grimley konnte gehalten werden. Neu in der Mannschaft ist der mehrfache tschechische Junioren-Meister und Einzelspezialist Adam Mendrek. Außerdem sind im Bereich der Damen zwei überaus erfahrene ehemalige Olympia-Teilnehmerinnen zum Aufgebot hinzugekommen: Cheng Wen Hsing aus Taiwan bereichert ebenso das Wipperfelder Team, wie die gebürtige Chinesin und später für die Niederlande startende Yao Jie. Eine Option für Doppel und Mixed bleibt in Wipperfürth die Finnin Jenny Nyström. Im Gegensatz zum knappen Auswärtsspiel war der Heimauftritt des BCB in der Vorsaison eine mehr als klare Angelegenheit: 7:0 hieß es seinerzeit für die Saarländer – am Samstag zählt in erster Linie mal die Rückkehr in die Erfolgsspur. dbe

Zwei Punkte zum Auftakt der Saison für den TV Refrath

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Brian Holtschke/ Lars Schänzler. Foto: Heinz Kelzenberg
Mit einem Sieg und einer Niederlage startete der TV Refrath in seine elfte Bundesligasaison. Bereits am Freitag eröffnete die Heimpartie gegen den 1.BC Beuel die neue Spielzeit, in dem sich der TVR den Gewinn der Deutschen Meisterschaft als Ziel gesetzt hat.
Wie bereits in den beiden Jahren zuvor setzte es zu Saisonbeginn direkt eine Heimniederlage. Beuel war personell besser aufgestellt und nutzte die Gunst der Stunde. Drei verlorene Doppel zu Beginn brachten das Refrather Team direkt fast aussichtslos in Rückstand und auch Lars Schänzler hatte im 1.Herreneinzel diesmal keine Siegchance. Mit den gezeigten Leistungen zeigten sich die Refrather Verantwortlichen jedoch sehr zufrieden, nutzten doch drei der vier Neuzugänge die Gelegenheit, sich einem zahlreichen Heimpublikum zu präsentieren. Ann-Kathrin Spöri spielte mit Carla Nyenhuis ein gutes Doppel und holte sich anschließend einen ungefährdeten Sieg im Dameneinzel. Brian Holtschke überzeugte genau wie Hauke Graalmann im 2.Herrendoppel, bevor er gegen den gleichaltrigen dreifachen Deutschen Jugendmeister Lukas Resch auf Beueler Seite knapp gewinnen konnte. Auch Raphael Beck zeigte sich trotz Trainingsrückstand in guter Form, war jedoch mit Lars Schänzler im 1.Herrendoppel gegen starke Gegner ein ganzes Stück vom Sieg entfernt.
Ein wenig trauerte die Mannschaft dem dritten gewonnenen Spiel hinterher, denn zwischenzeitlich schöpften alle TVR-Fans die Hoffnung, dass das neu gebildete Mixed Graalmann/Nyenhuis vielleicht gewinnt. Letztlich reichte es jedoch nicht ganz zum Sieg und Beuel fuhr mit einem 5:2 Erfolg nach Hause. Mit großer Freude auf die gerade noch rechtzeitig aus der Ukraine zurückgekehrten Kilasu Ostermeyer und Jan Colin Völker fuhr man am Sonntag nach Saarbrücken zum Spiel gegen den Deutschen Meister 1.BC Bischmisheim. Durch seinen Halbfinaleinzug in der Ukraine musste leider der fest eingeplante Nhat Nguyen für die Begegnung passen und Brian Holtschke kam zu seinem zweiten Erstligaeinsatz.
Aufstellungstechnisch entschied man sich vor der Partie, die beiden Doppelspezialisten Beck/Völker und die Einzelspieler Holtschke/Schänzler aufs Feld zu schicken, parallel kam es zur Premiere des Damendoppels Nyenhuis/Ostermeyer. Das alle drei Paare an diesem Tag so gut harmonierten, überraschte so gut wie jeden in der Halle. Es kam zu zwei gutklassigen, spannenden Fünfsatzkrimis bei den Herren und einem Viersatzmatch bei den Damen, allesamt mit den Refrather Doppeln als Sieger. Somit war Kilasu Ostermeyers Einstand geglückt, hatte sie doch die gesamte Nacht im Flugzeug bzw. auf dem Flughafen in Istanbul verbracht, um rechtzeitig zum Spiel zurück zu sein. Zudem hatte Lars Schänzler eindrucksvoll bewiesen, dass es den Begriff „reiner Einzelspieler“ in dieser Form wohl nicht mehr geben sollte.
Drei Erfolge in drei Doppeln in Bischmisheim – das war dem TV Refrath selbst beim 6:1 Erfolg im Vorjahr an gleicher Stelle nicht gelungen. In seiner Paradedisziplin hing Schänzler noch fünf Sätze hintendran und bezwang den Österreicher Wraber im 1.Herreneinzel zum Zwischenstand von 4:0. Anschließend war sich Carla Nyenhuis im 168. Bundesligaspiel für ihren Verein nicht zu schade, erstmals im Dameneinzel aufzulaufen. Eine zweite Karriere unter neuem Namen in neuer Disziplin ist aber wohl nach eigener Aussage ausgeschlossen.
Für sie war Stine Küspert jedoch noch zu stark, genau wie Daniel Nikolov für Brian Holtschke, der in seinem sechsten Wochenendspiel nach 23 gespielten Sätzen keine Energie mehr fand, dem Bulgaren Paroli zu bieten. Der 4:3 Erfolg in Bischmisheim entschädigte vollends für die Niederlage gegen Beuel und steigerte die Vorfreude auf den kommenden Samstag, wenn beim Heimspiel gegen Lüdinghausen (18 Uhr, Halle Steinbreche) endlich auch Nhat Nguyen wieder im Team stehen wird.

Titelverteidiger mit gemischter Bilanz zum Rundenauftakt

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Dem Top-Start in der Fremde folgt die Ernüchterung zuhause
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Badminton-Bundesligist 1.BC Saabrücken-Bischmisheim siegt zum Einstand klar in Mülheim, verpatzt aber das Heimdebüt gegen Vizemeister Refrath
Der amtierende deutsche Badminton-Meister 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim ging am Sonntag nach dem 6:1-Auftaktsieg vom Vortag beim 1. BV Mülheim eigentlich mit Rückenwind in die Neuauflage des vergangenen Final-Four-Endspiels gegen den TV Refrath – sollte man meinen. Doch die anfängliche Euphorie war im ersten Heimauftritt der neuen Bundesliga-Saison dann ganz schnell verflogen. Der BCB setzte den Auftakt in der Joachim-Deckarm-Halle komplett in den Sand. Bereits nach den ersten vier Duellen des Tages war die erste Saisonniederlage für den Titelverteidiger besiegelt, am Ende hatte Refrath in Saarbrücken mit 4:3 die Nase vorne. „Das kommt eben dabei raus, wenn die halbe Mannschaft in Sachen Olympia-Qualifikation unterwegs ist“, sagte Clubchef Frank Liedke, als das Geschehen am Sonntag noch in vollem Gang war. Im Vergleich zum Spiel in Mülheim musste der BCB beim Heimdebüt ohne die zu Turnieren nach Asien aufgebrochenen Isabel Herttrich und Marvin Seidel auskommen. Auch Luise Heim war gegen Refrath nicht dabei, ebenso wenig Peter Käsbauer und Altmeister Michael Fuchs, der am Vortag in Mülheim noch zum Auftaktsieg beigetragen hatte. Durch die vielen Ausfälle mussten die Saarländer im ersten Heimspiel improvisieren – was aber nicht mit dem erhofften Erfolg einherging.
Im Herrendoppel unterlagen Johannes Schöttler und Patrick Scheiel trotz einer starken kämpferischen Leistung zum Auftakt in fünf Sätzen Refraths Lars Schänzler und Brian Holtschke (9:11, 12:10, 10:12, 11:5 und 9:11). Das Damendoppel entschieden die Gäste in vier Durchgängen für sich: Kilasu Ostermeyer und Carla Nyenhuis erwiesen sich beim 15:13, 11:3, 9:11 und 15:13-Erfolg über Olga Roj (geb. Konon) und BCB-Neuzugang Stine Küspert im entscheidenden Moment als das kaltschnäuzigere Paarung. „Von der Nervosität her ging es eigentlich. Ich war jetzt nicht unbedingt mehr aufgeregt als sonst“, sagte Küspert nach ihrem Debüt für den neuen Verein. Nur wenige Augenblicke danach stand schon fest, dass ihr zweiter Auftritt des Tages allenfalls noch für Ergebniskosmetik gut sein würde: Ruben Jille und der zweite BCB-Neuzugang Daniel Nikolov blieben im zweiten Herrendoppel für ihren großen Kampf unbelohnt. Dabei sah es im Match gegen Refraths Jan Colin Völker und Raphael Beck für die neu zusammengestellte Bischmisheimer Paarung zwischenzeitlich sehr gut aus. Nach einem 9:11 im ersten Satz drehten die Saarländer die Partie, gewannen die Sätze zwei und drei mit 11:8 und 11:4. Im vierten Durchgang lagen Jille/Nikolov mit 7:6 vorne, als die Netzkante für den Gegner rettend eingreifen musste – es war der Wendepunkt im Spiel. Danach behaupteten sich Beck/Völker mit 11:8, 11:9 und brachten den Sieg der Gäste aus Bergisch-Gladbach vorzeitig unter Dach und Fach, nachdem unmittelbar zuvor Luka Wraber sein Herreneinzel ebenfalls in fünf Durchgängen abgegeben hatte. Der Österreicher in BCB-Diensten fand gegen Schänzler nie richtig zu seinem Spielrhythmus und zog nach einer leistungsmäßigen Achterbahnfahrt mit 9:11, 11:9, 3:11, 11:7 und 9:11 den Kürzeren.
„So gut der Start gestern in Mülheim auch war – heute ist es das glatte Gegenteil“, lautete das ernüchternde Zwischenfazit von BCB-Boss Liedke. Hinten raus gelang den Gastgebern gegen Refrath zumindest noch ein halbwegs versöhnlicher Abschluss der Heimpremiere: Küspert behielt in ihrem Bundesliga-Einzeldebüt gegen Carla Nyenhuis klar mit 11:8, 11:6 und 11:2 die Oberhand. Nikolov siegte im Herreneinzel ebenso glatt mit 11:7, 11:4, 11:6 gegen Holtschke. Und das gemischte Doppel um Roj und Jille rang Völker/Ostermeyer 13:11, 11:13, 11:4 und 15:14 nieder – gleichbedeutend mit dem 3:4-Endstand und wenigstens einem Zähler für die Tabelle. Im Tableau reiht sich der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim mit vier Punkten vorerst auf Rang drei ein, nachdem der Titelverteidiger am Samstag zum Saisonstart mit einem 6:1 beim 1. BV Mülheim die optimale Ausbeute eingefahren hatte. Beim letztjährigen Meisterschaftsdritten von der Ruhr legte der neue Bulgare Nikolov ein starkes Debüt hin: Der Neuzugang vom SV Fun-Ball Dortelweil gewann an der Seite von Nationalspieler Seidel das erste Herrendoppel gegen Siddharath Thakur und Dmytro Zavadsky überaus souverän mit 11:2, 11:5, 11:3. Später geriet Nikolov auch im Einzel gegen den Ukrainer Zavadsky nie in Gefahr und siegte überlegen in drei Sätzen (11:8, 11:5, 11:6). Ebenfalls glatte Siege feierten Bischmisheims Damendoppel um Herttrich und Roj mit ihrem 11:7, 11:3 und 11:4-Erfolg über Rachel Sugden und Lara Käpplein sowie das gemischte BCB-Doppel. Jille/Roj bezwangen Käpplein und den Schotten Alexander Dunn mit 11:9, 12:10 und 11:7. Etwas mehr Mühe hatten das zweite Herrendoppel und Luka Wraber im Herreneinzel: Der Österreicher verlor gegen den Inder Thakur den ersten Durchgang mit 7:11, ehe Wraber das Geschehen komplett an sich riss und mit drei Mal 11:5 keinerlei Zweifel aufkommen ließ. Mit heftiger Gegenwehr sahen sich anfangs Michael Fuchs und Jille im Duell mit den Mülheimern Dunn und Marvin Datko konfrontiert, ehe sie sich mit 15:13, 7:11, 11:5 und 11:6 durchsetzten. Die einzige Niederlage des Tages kassierte in Mülheim Luise Heim. Sie unterlag der jungen Schottin Rachel Sugden in einer umkämpften Partie in vier Sätzen 11:13, 8:11, 13:11 und 6:11.
Das nächste Bundesliga-Spiel führt den BCB am kommenden Samstag um 15 Uhr zum 1. BC Wipperfeld, der mit zwei Niederlagen bei Union Lüdinghausen und zuhause gegen Mülheim nur mäßig in die Runde gestartet ist. Ähnlich wie der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim muss auch der nächste Gegner aus Wipperfürth auf einen absoluten Topspieler verzichten. Mark Lamsfuß ist der international Spielpartner sowohl von Herttrich als auch von Seidel und daher aktuell ebenfalls in Asien unterwegs. dbe

Bischmisheim mit schwierigem Auftaktprogramm

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Beim Dritten und gegen den Vize: Knallerstart für den Meister. Badminton-Bundesligist 1.BC Saabrücken-Bischmisheim beginnt die Mission Titelverteidigung beim 1. BV Mülheim und zuhause gegen den TV Refrath
Für die Badminton-Asse des 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim beginnt die neue Bundesliga-Saison mit einem doppelten Einsatz, der es gehörig in sich hat: Seine erste Partie führt den amtierenden Deutschen Meister am kommenden Samstag zum 1. BV Mülheim, wo ab 16.30 Uhr das Auftaktduell mit dem Meisterschaftsdritten der vergangenen Bundesliga-Spielzeit ansteht. Tags darauf empfängt der BCB dann ab 15 Uhr den aktuellen Vizemeister TV Refrath zur Heimpremiere in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Im vergangenen April hatten die Saarländer sich im Endspiel des Final-Four-Turniers in Willich mit einem 4:2-Erfolg über die Bergisch-Gladbacher den insgesamt neunten deutschen Mannschaftstitel gesichert. Bei der schnellen Revanche muss der BCB nun allerdings auf einige seiner wichtigsten Akteure verzichten: Isabel Herttrich und Marvin Seidel sitzen bereits am Sonntag im Flieger Richtung Asien, wo für sie in den nächsten Wochen mehrere wichtige Turniere in Sachen Olympiaqualifikation auf dem Programm stehen. Beide werden daher nur am Samstag in Mülheim mit von der Partie sein. Zudem spielen Peter Käsbauer und Neuzugang Stine Küspert unter der Woche beim Charkiw International in der Ukraine und werden somit nur unter bestimmten Voraussetzungen zum Saisonstart mitwirken können. Derartige Probleme werden den 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim in dieser vorolympischen Saison noch des Öfteren beeinträchtigen. Das Ganze erfordere einiges an logistischem Geschick mehr als sonst, hatte BCB-Teammanager Marcel Reuter zuletzt bereits häufiger betont. Allerdings sagt er auch: „Ich bin froh, dass wir einen breiten Kader haben, den wir gerade in dieser Spielzeit umso mehr benötigen werden. So können wir trotz allem immer ein schlagkräftiges Team aufbieten.“
Gegen Mülheim wies die BCB-Bilanz in der Vorsaison je einen Sieg und eine Niederlage auf: Das Hinspiel an der Ruhr gewann Saarbrücken-Bischmisheim klar mit 5:2. Das Rückspiel in eigener Halle ging daraufhin im vergangenen Februar knapp mit 3:4 verloren. Der Engländer Adam Hall und die Niederländerin Gayle Mahulette , die dabei zu Mülheims Punktegaranten zählten, greifen in dieser Saison nicht mehr für die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet zum Schläger. Dafür verpflichtete der 1. BV einige neue Spieler: Den Schotten Alex Dunn, dessen junge Landsfrau Rachel Sudgen für das Dameneinzel, den Engländer Callum Hemming und kurzfristig, als Ersatz für den verletzten Einzelspezialisten Alexander Roovers, noch den Inder Thakur Siddharath. Zudem zählen mit Johanna Goliszewski, Lara Käpplein oder Dmytro Zavadsky arrivierte Bundesliga-Kräfte weiterhin zum Mülheimer Aufgebot. Ähnlich wie der BCB wird auch der Gegner vom Sonntag, der deutsche Vizemeister TV Refrath, in dieser Spielzeit häufiger ohne einige seiner Spitzenspieler auskommen müssen. Zum Auftakt gegen Saarbrücken-Bischmisheim betrifft das voraussichtlich die irischen Nationalspieler Chloe und Sam Magee. In der Vorsaison endeten die beiden Hauptrundenduelle jeweils mit Auswärtssiegen. Der BCB gewann den ersten Vergleich mit 5:2, das Rückspiel sah Refrath in der Joachim-Deckarm-Halle klar mit 6:1 vorne.
„Es ist ja nun mal so, dass andere Teams das gleiche Problem wie wir haben: Auch dort werden die Topleute häufiger fehlen“, sagt Nationalspielerin Herttrich mit Blick auf die neue Bundesliga-Runde: „Alle Weichen stehen jetzt irgendwo auf Olympia. Das hat einfach für alle nun mal Vorrang. Es fällt daher umso schwerer, eine konkrete Einschätzung abzugeben. Mit Stine Küspert und Daniel Nikolov sind wir jetzt noch breiter aufgestellt, was in diesem Jahr allerdings auch besonders wichtig ist. Es wird sicher eine kunterbunte Saison“, ergänzt die 27-Jährige. Herttrich hofft in erster Linie auch darauf, verletzungsfrei durch diese stressige Phase zu kommen. Trotz allem möchte sie aber auch mit dem BCB wieder an entsprechende Erfolge wie in den vergangenen beiden, jeweils mit dem Titelgewinn gekrönten Saisons anknüpfen: „Unser erstes Ziel ist dennoch die Playoff-Teilnahme. Wir wollen Platz eins oder zwei erreichen, um uns direkt für das Final-Four zu qualifizieren – und na klar, letztlich wollen wir auch wieder Meister werden, auch wenn da diesmal einige Stolpersteine mehr unterwegs sind.“ Die ersten warten bereits an diesem Auftaktwochenende zur neuen Bundesliga-Saison. Und trotzdem ist beim BCB die Hoffnung groß, in Mülheim und gegen Refrath wieder einen ähnlich erfolgreichen Start wie in den Vorjahren hinzulegen. dbe

Starke Auftaktgegner für das neu formierte Mülheimer Team

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Logo Mülheim
Zum Beginn der Saison 2019/2020 hat Jonathan Rathke die Funktion des Teammanagers von Steffen Hohenberg übernommen. Die Planungen für die neue Saison liefen dabei im Vorfeld gemeinschaftlich zwischen dem alten und neuen Teammanager. Dabei freute man sich, dass man bereits frühzeitig die Planungen für die neue Saison abgeschlossen hatte.
Es konnten für Adam Hall sein eigener Doppelpartner, der erst 21-jährige Schotte Alex Dunn und als Ergänzung für die Herrendoppel der Doppelpartner des bereits seit letzter Saison für den 1. BV Mülheim aufschlagenden Tom Wolfenden, sein englischer Landsmann Callum Hemming (20 Jahre) verpflichtet werden. Da man sich mit der Niederländerin Gayle Mahulette nicht über ein weiteres Engagement an der Ruhr einigen konnte, wurde man als Ersatz ebenfalls auf der britischen Insel fündig und konnte insbesondere für das Dameneinzel die junge noch 17-jährige Schottin Rachel Sugden als Zugang vermelden. Leider ereilte Jonathan Rathke jedoch kurz vor Ende der Meldefrist die Hiobsbotschaft, dass die Verletzung, die sich Alexander Roovers bei den European Games in Weißrussland zugezogen hat schwerwiegender ist und er mittelfristig ausfallen wird. So musste Rathke direkt zu Beginn seiner Tätigkeit kurzfristig einen Ersatz für das BVM-Urgestein suchen. Kurz vor Ablauf der Meldefrist konnte Rathke mit dem 24-jährigen indischen Nachwuchsspieler Thakur Siddharath den dringend benötigten Zugang vermelden. Siddharath befindet sich bereits in Mülheim und wird am Wochenende sein Debüt für den deutschen Rekordmeister feiern. Auch die anderen Neuzugänge werden am Wochenende in Mülheim erwartet um zum 1. Mal für ihren neuen Verein aufzuschlagen.
Zudem stehen die langjährigen Stammkräfte Johanna Goliszewski, Lara Käpplein, Dmytro Zavadsky sowie in der zweiten Saison Tom Wolfenden und Konstatin Abramov weiterhin für den 1. BV Mülheim auf dem Feld. Der Sri Lankaner Niluka Karunaratne steht dem Team als Backup weiterhin zur Verfügung, wird jedoch aufgrund seines nunmehr beruflichen Engagements in seiner Heimat zu deutlich weniger Spielen als in den Vorjahren in das Ruhrgebiet kommen Für das 1. Heimspiel der neuen Saison wird für das neu formierte Team die Messlatte bereits sehr hoch gelegt. Kein geringerer als der aktuelle Deutsche Mannschaftsmeister, der 1. BC Bischmischeim, der zudem 4 mal in den letzten 5 Jahren die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft errang und der mit nahezu gleicher Mannschaft wie im Vorjahr antritt, präsentiert sich am Samstag (07.09.2019 16.30h) in der Mülheimer Innogy Sporthalle. Obwohl der 1. BV Mülheim bei diesem Spiel sicherlich nur Außenseiterchancen hat, will das Team von Teamchef Rathke versuchen in dem ein oder anderen Spiel zu überraschen und so den Neuzugängen und dem neuen Teammanager einen guten Einstand zu bescheren.
Eine ebenfalls schwere Aufgabe erwartet das Mülheimer Bundesligateam am Sonntag (08.09.2019 13.00h), wenn man im Bergischen Land beim 1. BC Wipperfeld zu Gast ist. Die Wipperfelder haben sich für die neue Saison gezielt im Dameneinzel und Herreneinzel verstärkt und sind, sofern sie anders als in den Vorjahren vom Verletzungspech verschont bleiben, insbesondere im Herrendoppel mit den Deutschen Nationalspielern Mark Lamsfuß und Jones Ralfy Jansen sehr stark einzuschätzen. Rathke erwartet für den Sonntag ein sehr ausgeglichenes Spiel und wäre mit einem knappen Sieg seiner neuformierten Mannschaft bereits sehr zufrieden. Friederike Henze