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Jena holt am Wochenende vier Punkte

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Nicole Bartsch. Foto: Steffen Nichterlein
Am Samstag hatte der SV GutsMuths Jena den ungeschlagenen Tabellenführer aus Saarbrücken an der Saale zu Gast. Nachdem die Jenaer letztes Jahr einen Sensationssieg gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim 2 hinlegten, blieb ihnen dieser am Wochenende knapp verwehrt. Während alle Spiele mit Damenbeteiligung ohne auch nur einen Satzgewinn abgegeben werden mussten, blieb die Begegnung durch die Herrenspiele bis zum letzten Punkt offen. Beim Stand von 3-3 hing es an Johann Höflitz, im ersten Herreneinzel über Sieg und Niederlage zu entscheiden. Nach vier knappen Sätzen musste er sich jedoch, trotz großartiger Unterstützung durch das Publikum, geschlagen geben. Das Ziel, einen Punkt aus der Begegnung zu holen, ist durch die nur knappe 3-4 Niederlage geglückt.
Am Sonntag war der Aufsteiger aus Remagen zum ersten Mal seit Regionalligazeiten in der Halle des Jenaer Sportgymnasiums. Die Gäste starteten extrem konzentriert und sicherten sich im ersten Spiel des Tages, dem 1. Herrendoppel gleich die Führung. Doch vor heimischem Publikum wollten sich die Jenaer Badmintonspieler keine weitere Blöße geben, und ein Spiel nach dem anderen wurde vom SV GutsMuths gewonnen. 6-1 hieß es am Ende für die Jenaer Mannschaft des Jahres. Durch einen Sieg in dieser Höhe gibt es gleich drei Punkte für das Tabellenkonto der Saalstädter.
Mit insgesamt vier Punkten aus beiden Begegnungen beendet der SV GutsMuths Jena die Hinrunde mit 15 Punkten und dem 5. Tabellenplatz, mit nur einem Punkt hinter dem Tabellenzweiten, -dritten und –vierten. Viel wichtiger als der Blick nach oben ist jedoch der in den unteren Tabellenabschnitt. Mit nur sieben Punkten ist der erste mögliche Abstiegsplatz (im Falle von drei Absteigern) deutlich von den Jenaern entfernt und das Ziel, den Klassenerhalt erneut zu schaffen rückt in sehr greifbare Nähe. Doch das ist für die Jenaer Spieler kein Grund zum Zurücklehnen; bevor am vierten Adventswochenende in Remagen und Saarbrücken schon wieder in die Rückrunde gestartet wird, steht am kommenden Wochenende ein großes Turnier in Baruth/Mark an. Dort wird erneut eine Deutsche Rangliste ausgetragen, an der viele Spieler des SV GMJ teilnehmen. Am 7. Und 8. Dezember finden die Landesmeisterschaften in Gera statt, ein Qualifikationsturnier für die überregionalen Süd-West-Deutschen Meisterschaften, welche wiederum das Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften darstellen. Moritz Predel

Im Nord-Doppelpack zum gelungenen Hinrunden-Abschluss

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim peilt in zwei Schleswig-Holstein-Gastspielen ein positives Ende der ersten Halbserie an
Die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim liegen als Spitzenreiter der Bundesliga klar auf Playoff-Kurs und wollen ihre starke Position zum Abschluss der Hinrunde weiter festigen. Am Wochenende steht dem amtierenden Meister ein Doppelauftritt im hohen Norden in Schleswig-Holstein bevor: Zunächst gastiert der BCB am Samstag ab 15 Uhr beim TSV Trittau, der mit sechs Punkten (zwei Siege, fünf Niederlagen) aktuell den vorletzten Platz der deutschen Eliteliga innehat. Die Gäste aus dem Saarland gehen daher als klarer Favorit in die Partie. Daran ändert auch das Fehlen von Isabel Herttrich und Marvin Seidel wenig. Die beiden Nationalspieler sind international unterwegs, um ihren Traum einer Olympia-Teilnahme weiter voranzutreiben. Unter der Woche gab es gerade für Seidel Grund zur Freude: Mit Partner Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) glückte ihm bei den glänzend besetzten und hochdotierten China Open der Sprung ins Viertelfinale, nachdem die beiden Deutschen im Achtelfinale die Weltranglisten-Achten Han Chen Kai und Zhou Hao Dong aus dem Gastgeberland mit 21:17, 21:18 bezwingen konnten. Seidel und Lamsfuß, der unlängst noch die SaarLorLux Open in Saarbrücken verletzt verpasst hatte, durften sich somit im Viertelfinale mit dem aktuell besten Duo der Welt, den Indonesiern Marcus Gideon und Kevin Sakamuljo messen. „Ein sensationeller Erfolg“, registrierte BCB-Teammanager Volker Eiber die guten Nachrichten aus dem fernen Osten mit Wohlwollen. Jetzt soll sich auch in der Bundesliga nach dem Schleswig-Holstein-Doppelpack, der am Sonntag ab 14 Uhr die Partie bei Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster bereithält, wieder Freude einstellen.
„Bis auf Isabel und Marvin werden wir soweit komplett antreten können. Alle Akteure, die spielen werden, sind absolut fit und momentan richtig gut drauf, daher bin ich guter Dinge, dass wir die Hinrunde mit zwei Siegen beschließen können“, blickt Eiber den anstehenden Partien optimistisch entgegen. Gegen Trittau, dessen Saison bisher von vielen Umstellungen in Sachen Aufstellung geprägt war, stand für den BCB in der Vorsaison nach beiden Duellen die optimale Ausbeute von sechs Punkten zu Buche. Sowohl im Auswärtspiel vor fast exakt einem Jahr als auch beim Rückspiel im vergangenen März in eigener Halle siegten die Saarbrücker jeweils mit 6:1. Beste Punktesammler der Gastgeber waren bis dato der Engländer David Jones (sechs Siege aus sieben Partien) und der Russe Sergey Sirant (fünf aus acht), die jeweils in Einzel und Doppel eingesetzt wurden. Auch die indonesische Einzelakteurin Priskila Siahaya weist mit vier Siegen aus sieben Spielen eine positive Bilanz auf.
Gegen Wittorf gelangen dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Vorsaison ebenfalls zwei klare Siege. Dem 5:2 im Hinspiel folgte ein 7:0-Kantersieg vor Heimkulisse. Im Vergleich mit Trittau sind die Neumünsteraner der auf dem Papier stärkere Kontrahent. Die Blau-Weißen spielen bisher eine starke Saison und rangieren mit vier Siegen und drei Niederlagen sowie insgesamt neun Punkten auf Rang fünf. Für den Bischmisheimer Neuzugang Stine Küspert ist es die Begegnung mit jenem Verein, von dem aus sie vor der Runde ins Saarland gewechselt war. Vergangene Saison hatte das Team aus Neumünster die reguläre Spielzeit als Vorletzter beendet. Küspert und Co. brachten den Klassenverbleib daraufhin erst über den Umweg Relegation unter Dach und Fach. Im zweiten Jahr nach der Bundesliga-Rückkehr scheinen die Schleswig-Holsteiner aber eine deutlich bessere Rolle spielen zu können. Die vier Siege von damals hat Wittorf bereits nach sieben Spieltagen eingefahren. Zu den bisherigen Punktgaranten zählen die russischen Doppelspezialisten Nina Vislova und Vitaly Durkin. Letzterer holte mit neun Siegen in 13 Spielen mit seiner Beteiligung die meisten Zähler. Je ein Erfolg und Einsatz weniger stehen für Neuzugang Vislova zu Buche. Als Küspert-Nachfolgerin wusste im Einzel die neue Ungarin Vivien Sandorhazi (kam von Vizemeister TV Refrath) mit fünf Siegen aus fünf Partien aufzuwarten. Und auch Bjarne Geiß, der internationale Partner von Küspert, weist mit fünf Erfolgen aus sechs Einsätzen bisher eine Spitzenquote auf.
Wie gegen Trittau ist der BCB auch gegen Wittorf klarer Favorit. Von den Bischmisheimer Topakteuren sorgte neben Seidel unlängst Peter Käsbauer für Schlagzeilen, nachdem er beim internationalen Topturnier „vor der Haustür“ im Herrendoppel bis ins Halbfinale vorgedrungen war. Bei den SaarLorLux Open mussten sich Käsbauer und sein Partner Jones Jansen (Wipperfeld) in der Saarlandhalle erst den späteren chinesischen Turniersiegern Di Zi Jian und Wang Chang relativ knapp mit 15:21, 21:15 und 12:21 beugen.
Bei den China-Festspielen in Saarbrücken (vier der fünf Disziplinen gingen an Spieler aus dem Reich der Mitte) war auch für Isabel Herttrich im Damendoppel in der Vorschlussrunde Endstation. Mit Linda Efler (Union Lüdinghausen) unterlag sie den an Position zwei gesetzten Engländerinnen Chloe Birch und Lauren Smith nach hartem Kampf knapp mit 22:24 und 19:21. In der Mixed-Konkurrenz konnte Herttrich wegen des verletzungsbedingten Ausfalls ihres Partners Mark Lamsfuß nicht mitmischen, gleiches galt für Seidel im Herrendoppel. Mit Blick auf die Bundesliga soll das Fehlen der beiden Topspieler dann keine Rolle spielen.
dbe

Der Spitzenreiter kommt an die Saale

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Logo GutsMuths Jena
Während das Meisterteam der letztjährigen Erstligasaison in dieser Spielzeit schon eine überraschende Niederlage einstecken musste, ist die Reserve des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der 2. Badminton-Bundesliga Süd noch ungeschlagen. Insofern wartet eine große Herausforderung auf den SV GutsMuths Jena, wenn am Samstag, ab 17:00 Uhr, der Tabellenführer an der Saale aufschlägt.
Die Bilanz liegt mit 3:1 klar auf Seiten der Saarländer. Doch in der letzten Begegnung beider Teams stellte sich der Jenaer SV als Favoritenschreck heraus und konnte, dank eines lautstarken Publikums, den ersten Sieg gegen den Badmintonclub einfahren. Ob das wieder gelingen kann ist schwer vorauszusagen; denn die Liste der hochkarätigen Badmintonasse ist wohl in keinem anderen Zweitligateam derart hoch. Nationalspieler, ehemalige Olympioniken oder einige der vielen starken Jugendspieler könnten am Samstag in der Jenaer Halle stehen. Doch das Jenaer Team hat mit vier gewonnenen Spielen in Folge Aufwind und gibt sich kämpferisch: „Eigentlich ist das ja ganz schön, nicht genau zu wissen wer kommt“, sagt Lisa Geppert, welche seit dieser Saison neu beim SV GutsMuths spielt. „Dann macht man sich vorher nicht zu viele Gedanken um Taktiken und Pläne, sondern kann einfach drauf losspielen. Hauptsache ist ja, das Publikum ist laut- und wir geben ihm, was es will: spannende Badmintonspiele!“
Am Sonntag, um elf Uhr, kommt ein Aufsteiger an die Saale, mit welchem sich der SV GutsMuths schon zu Regionalligazeiten häufig gemessen hat. Der Remagener Badmintonclub ist gut in seine erste Zweitligasaison gestartet und hat aus den bisherigen sieben Spielen drei gewinnen können. Dabei behielten sie unter anderem gegen den SV Fun-Ball Dortelweil die Oberhand, gegen den die Jenaer recht deutlich unterlagen. Für beide Teams sind Punktgewinne weiterhin essentiell, um sich ihren Platz im Mittelfeld zu sichern und den Puffer auf die Abstiegszone auszubauen. Es verspricht also ebenfalls eine spannende Partie zu werden.
Am Samstag, 17:00 Uhr, ist Spielbeginn gegen den Tabellenführer vom 1. BC Sbr.-Bischmisheim und am Sonntag, 11:00 Uhr begrüßt der SV GutsMuths Jena den BC Remagen in der Halle des Sportgymnasiums Jena, Wöllnitzer Straße 40. Zuschauen bei der schnellsten Rückschlagsportart der Welt lohnt sich! Moritz Predel

Beuel unterliegt dem Meister aus Bischmisheim

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Max Weißkirchen und Lukas Resch. Foto: BC Beuel
Mit 1:6 verloren die Badminton-Spieler des 1. BC Beuel am vergangenen Sonntag ihr Heimspiel gegen den 1. BC Bischmisheim. Trotz der deutlichen Niederlage überzeugte das Team jedoch durch eine starke Leistung.
Volle Zuschauerränge, Top-Stimmung mit Fangesängen und spannendes, hochklassiges Badminton: Wer am vergangenen Sonntag als Fan in der Erwin-Kranz-Halle in Beuel war, erlebte einen durchaus unterhaltsamen Nachmittag. Einziger Wermutstropfen war, dass die Mannschaft des 1. BC Beuel keine Punkte einfahren konnte. Doch das war auch nicht unbedingt zu erwarten. Der amtierende Deutsche Meister aus Bischmisheim ist die aktuelle Top-Mannschaft in der Badminton-Bundesliga. Insbesondere in den Doppel- und Mixed-Disziplinen können die Saarländer einige Spieler mit Weltklasseformat aufweisen­ – beispielsweise Marvin Seidel, aktuell auf Position 20 der Weltrangliste, oder auch Isabel Herttrich als Nummer 21 der Welt im Mixed.
Trotz der Außenseiterrolle waren die Beueler Spieler aber hochmotiviert und zeigten von Anfang an, dass sie es ihren Gegnern nicht einfach machen würden zu punkten. So entwickelte sich bereits das erste Spiel zu einem wahren Krimi: Im 2. Herrendoppel trafen die Beueler Max Weißkirchen und Lukas Resch auf den Bischmisheimer Nationalspieler Peter Käsbauer, der an der Seite des Bulgaren Daniel Nikolov spielte. Über fünf spannende Sätze ging die Partie und bescherte den Zuschauern teilweise spektakuläre und hochklassige Ballwechsel. Am Ende hatten die Saarländer jedoch die Nase vorn und konnten den Entscheidungssatz knapp mit 11:8 für sich entscheiden.
Ebenfalls für Spannung sorgte das 1. Herreneinzel. Hier traf Max Weißkirchen auf seinen Gegner aus dem Herrendoppel, Daniel Nikolov. Wieder ging die Begegnung über fünf Sätze und wieder freuten sich am Ende die Saarländer über den Sieg. Den Ehrenpunkt für die Beueler holte Lukas Resch im 2. Herreneinzel. Er besiegte seinen Gegner Jonas Scheller klar in drei Sätzen. Alle übrigen Partien gingen trotz guter Leistungen an die Gegner, sodass Beuel am Ende mit der 1:6-Niederlage die Überlegenheit der Bischmisheimer anerkennen musste.
Für die meisten Beueler Spieler steht in dieser Woche die Teilnahme an den SaarLorLux Open, einem hochkarätig besetzten, internationalen Turnier in Saarbrücken, auf dem Programm. Mit der Bundesliga geht es in der darauffolgenden Woche, am 09. und 10. November, weiter. Dann tritt das Team auswärts in Wipperfeld und Trittau an. Joachim Resch

6:1 für drei Punkte – Bischmisheim mit klarem Statement im Spitzenspiel

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim sichert sich beim bisherigen Dritten 1. BC Beuel die Optimalausbeute samt Polster nach hinten
Es war das Topspiel des siebten Spieltags der Badminton-Bundesliga: Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim zu Gast beim Tabellendritten 1. BC Beuel. Im Vorfeld hatte man sich beim amtierenden Meister aus der saarländischen Landeshauptstadt auf einen engen Vergleich mit dem Playoff-Halbfinalisten der Vorsaison eingestellt. Zumal der BCB das bis dato letzte Duell mit den Bonnern an Ort und Stelle mit 3:4 verloren hatte, wenn auch seinerzeit ersatzgeschwächt.
Diesmal jedoch wurde die Partie zu einer überaus eindeutigen Angelegenheit: Die Bischmisheimer Badminton-Asse schwangen sich im „ominösen siebten Spiel“ zu einer für die Konkurrenz bedrohlich guten Leistung auf und lieferten mit ihrem klaren 6:1-Erfolg eine Demonstration der Stärke. „Wir sind natürlich überaus zufrieden mit dem Ergebnis von 6:1. Dass wir gegen Beuel gleich alle drei Punkte holen, kommt vielleicht sogar etwas unerwartet“, sagte BCB-Doppelspezialist Peter Käsbauer, der im mit Abstand spannendsten Spiel am vergangenen Sonntag zusammen mit Daniel Nikolov die Weichen für die Gäste auf eine optimale Ausbeute stellte.
Käsbauer und Nikolov bezwangen im zweiten Herrendoppel die Bonner Paarung Max Weißkirchen und Lukas Resch nach einer dramatischen Partie in fünf Sätzen. Nach dem mit 11:6 souverän gewonnenen Auftaktsatz geriet das Gäste-Duo zunächst etwas aus dem Tritt und stand nach den mit 11:13 und 9:11 verlorenen Folgedurchgängen in Satz vier sogar kurz vor dem Matchverlust. Dann aber schafften Käsbauer und sein bulgarischer Mitstreiter noch die spektakuläre Wende: Sie gewannen Durchgang vier auf den letzten Punkt mit 15:14. Im Entscheidungsabschnitt hatten die beiden Bischmisheimer dann mit 11:8 letztlich die Nase vorne. Gerade Nationalspieler Käsbauer dürfte die tolle Aufholjagd auch für die nächsten Aufgaben auf internationaler Bühne Mut machen, nachdem es dort mit seinem neuen Partner Jones Jansen (1. BC Wipperfeld), mit dem er seit März zusammenspielt, zuletzt oftmals unglücklich gelaufen war. „Wir mussten ja in der Weltrangliste schnell nach oben kommen, um für die Topturniere in Frage zu kommen. Das hat dann nicht so geklappt, dazu kam Pech bei der Auslosung und in so mancher Partie. Wir werden zum Ende des Satzes im entscheidenden Moment häufig etwas fest“, rekapituliert Käsbauer. Im Gastspiel bei Beuel sah das im ganz entscheidenden Moment im vierten Durchgang zum Glück anders aus. Und vielleicht gilt das ja dann auch beim nächsten internationalen Auftritt, wenn Deutschlands „Spieler des Jahres“ 2018 bei den SaarLorLux Open (29. Oktober bis 3. November) in der Saarbrücker Saarlandhalle als einer der hoch gehandelten Lokalmatadore des BCB ins Rennen geht. „Die Auslosung könnte uns eigentlich in die Karten spielen. Wir erhoffen uns dort natürlich ein gutes Ergebnis“, sagt der 31-jährige gebürtige Oberpfälzer.
Das war das 6:1 beim 1. BC Beuel definitiv für den Meister der beiden Vorjahre. Durch die vollen drei Punkte stockte der BCB sein Konto auf 17 Zähler und den Vorsprung gegenüber Rang drei auf sechs Punkte auf. Das Ziel, nach der regulären Runde einen der ersten beiden Plätze im Tableau zu belegen, um so die direkte Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die Meisterschaft zu erreichen, ist seit Sonntag damit ein gutes Stück näher gerückt. Im ersten Herrendoppel bezwangen Nationalspieler Marvin Seidel und sein niederländischer Partner Ruben Jille die beiden Bonner Engländer Peter Briggs und Zach Russ mit 11:7, 9:11, 11:7 und 11:6. Überhaupt keine Mühe hatte das Bischmisheimer Damendoppel um Nationalspielerin Isabel Herttrich und Olga Roj bei ihrem überlegenen Dreisatzerfolg über Hannah Pohl und Lisa Kaminski. Herttrich sicherte den Gästen zusammen mit Jille dann auch den Punkt im Mixed, wo den beiden gegen Pohl/Briggs nach dem 6:11 im ersten Satz mit 11:7, 15:13 und 11:6 noch die Wende gelang. Und auch in den drei Einzelmatches, die im Vorfeld als mögliche Schwachstelle der Saarländer gegolten hatte, fiel die Bilanz letztlich positiv aus. Das lag zum einen daran, dass sich der bulgarische Neuzugang Nikolov einmal mehr in Topform präsentierte: Er bezwang den amtierenden Deutschen Einzelmeister Max Weißkirchen in fünf Durchgängen 10:12, 11:6, 11:7, 9:11 und 11:4 – für Nikolov der elfte Sieg der Saison im 13. Spiel mit seiner Beteiligung. Darüber hinaus wusste auch der zweite BCB-Neuzugang Stine Küspert zu überzeugen. Die 20-Jährige, die sich nach der Auszeit von Luise Heim im Einzel in den Dienst der Mannschaft stellt, gewann gegen Lisa Kaminski klar mit 11:7, 11:5, 10:12 und 11:9. Im Spiel bei Beuel, das mit weiter zehn Punkten hinter den 1. BC Wipperfeld (elf Zähler) auf Rang vier zurückfiel, musste sich letztlich nur Jonas Scheller im Duell mit Lukas Resch geschlagen geben, in drei Sätzen, nachdem er den zweiten unglücklich in der Verlängerung verloren hatte.
Diese einzige Niederlage fiel in Sachen Punkte aber nicht ins Gewicht. Es war im siebten Spiel bereits das vierte Mal, dass der BCB mit 6:1 alle drei Zähler mitnehmen konnte – und in Beuel gelang dieses Kunststück obendrein im dritten Gastspiel der Saison zum dritten Mal. Dadurch vergrößerte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim auch den Abstand zum ärgsten Verfolger wieder auf zwei Punkte. Der Tabellenzweite TV Refrath nahm im Heimspiel gegen den TSV Nymphenburg-Neuhausen beim 5:2 „nur“ zwei Zähler mit und steht nun bei insgesamt 15. Viel wichtiger ist aber der Abstand zu Rang drei: „Da haben wir mit sechs Punkten jetzt ein schönes Polster“, konstatiert Käsbauer, der mit den Kollegen als nächstes zum Hinrunden-Abschluss am 9. und 10. November beim TSV Trittau (15 Uhr) und tags darauf bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster aufschlägt. dbe

Gut gespielt aber nicht gepunktet

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Lukas Burger, der heute an beiden Offenburger Punkten beteiligt war. Foto: Jochen Berger
Offenburg unterliegt in einem überraschend engen Match dem Tabellenführer mit 2:5 und geht punktemäßig leider leer aus Es war klar, dass es für die Bundesligamannschaft des Badmintonclub Offenburg (BCO) schwer werden würde gegen die Saarbrückener zu punkten.
So ging das Damendoppel recht eindeutig an die Gäste. Das erste Ausrufezeichen setzten aber die Burger-Bruder im ersten Herrendoppel, die in 3 Sätzen das Saarländer Doppel geschlagen vom Feld schickten und zum 1:1 ausglichen Die Bischmisheimer drängten auf eine vorzeitige Entscheidung, in dem sie sich in drei Sätzen das 2. Herrendoppel und das Dameneinzel holten.
Dann konnte Mannschaftskapitän Lukas Burger aber im 1. Herreneinzel mit klugem Spiel seinen Gegner in fünf Sätzen niederringen, der erneute Anschluss für die Offenburger. Sofort war die Halle wieder lautstark da, witterte man doch die Chance hier doch einen Punkt zu holen. Im gemischten Doppel liefen Jonas Burger und Paloma Wich in den ersten beiden Sätzen hohen Rückständen hinterher, konnten dann aber den 3. Satz knapp für sich entscheiden, wehrten im vierten. Satz 4 Matchbälle der Bischmisheimer ab und erzwangen den fünften. Satz. Hier mussten sie sich dann aber leider geschlagen.
Im abschließenden 2. Herreneinzel zeigte Tim Armbrüster eine starke Leistung und holte sich den 3. Satz. Die Hoffnung auf den Bonuspunkt machten der Bischmisheimer aber in einem engen 4. Satz mit 13:11 zum 2:5-Endstand aus Offenburger Sicht zunichte. „In Summe haben wir uns gegen den Tabellenführer gut verkauft,“ zieht Teammanager Jürgen Burger das Fazit zum Spiel, „es war aber ganz klar die Chance da, heute zu punkten, die haben wir ärgerlicherweise heute nicht genutzt.“
Trotzdem kann der Aufsteiger mit Selbstbewusstsein in die wichtigen Spiele gegen Dortelweil und Fischbach am 09./10.11. in der Nordwesthalle gehen. Jürgen Burger

Tabellenführer der 2. Bundesliga bei Offenburg

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Einsatz noch fraglich Johannes Discher. Foto: Sven Heise
Am Sonntag empfängt der Badmintonclub Offenburg (BCO) mit dem 1. BC Bischmisheim 2 die Reservemannschaft des amtierenden deutschen Mannschaftsmeisters
Es wird ein dickes Brett sein, welches die erste Mannschaft des BCO zu Beginn der Herbstferien bohren muss. Mit der zweiten Mannschaft des 1. BC Bischmisheim (Saarbrücken) läuft kein geringeres Team als der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd in die Nordwesthalle ein. Der Kader ist aufgrund der Nähe zum nationalen Stützpunkt gespickt mit aktuellen, ehemaligen und zukünftigen Nationalspielern. Man darf gespannt sein mit welcher Schlagkraft die Bischmisheimer in Offenburg antreten, die Qualität des Gesamtvereins zeigt sich u.a. darin, dass die erste Mannschaft der Saarbrückener auch aktuell auf der Mission Titelverteidigung die erste Bundesliga als Tabellenführer anführt.
Für den Offenburger Aufsteiger mit Sicherheit alles andere als eine einfache Aufgabe in dieser Begegnung Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. Nicht leichter macht es für die Ortenauer, dass aktuell noch nicht klar ist, ob Johannes Discher und Andreas Müller voll einsatzfähig sein werden. Aber auch in der laufenden Saison hat es in der zweiten Liga doch bereits die ein oder andere Überraschung gegeben und an einem guten Tag mit Untersützung des heimsichen Publikums werden sich die BCOler so teuer wie möglich verkaufen, um am Ende doch Punkte in der Nordwesthalle zu behalten.
Das Spiel findet am Sonntag, den 27.10.2019
in der Sporthalle Nordwest, Otto-Hahn-Straße 13 in Offenburg statt.
Spielbeginn ist 11.30 Uhr

Bischmisheim-Asse erwartet ein heißer Tanz am Rhein

1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Primus 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gastiert am Sonntag beim 1. BC Beuel und will beim Tabellendritten seine Final-Four-Pläne vorantreiben.
Im Tennis ist häufig vom ominösen siebten Spiel die Rede – und geht es nach den Badminton-Assen des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, soll sich diese Begrifflichkeit auch weiterhin nur auf den Sport mit Schläger und rundem Ball beziehen. Der amtierende Meister möchte im Bundesliga-Topspiel des siebten Spieltags jedenfalls einen möglicherweise unheilvollen Ausgang, sprich: eine zweite Saisonniederlage, partout vermeiden. Am Sonntag gastiert der aktuelle Spitzenreiter aus Saarbrücken ab 14 Uhr beim 1. BC Beuel, der als Tabellendritter mit zehn Punkten aus sechs Partien derzeit vier Zähler hinter dem BCB rangiert. Die Gastgeber aus dem Bonner Stadtbezirk sind also aktuell der Hauptrivale in Bezug auf das Bischmisheimer Vorhaben, die reguläre Saison auf einem der ersten beiden Plätze abzuschließen, um so das Direktticket fürs Final-Four-Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu ergattern.
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„Mit Beuel spielen wir am Sonntag bei einem Mitfavoriten auf den Titel“, ist Volker Eiber überzeugt. Der 57-Jährige ist beim BCB der Nachfolger des bisherigen Teammanagers Marcel Reuter, der aufgrund seiner Promotion nicht mehr die Zeit hat, sich dieser Aufgabe adäquat zu widmen. Eiber war zuvor zehn Jahre lang als Leistungssportreferent beim Saarländischen Badminton-Verband (SBV) tätig und in dieser Funktion für die Betreuung der hiesigen Talente im Landes- sowie Ergänzungskader zuständig – so standen etwa Nationalspieler Marvin Seidel, Matthias Deininger oder Simon Wang unter seinen Fittichen, mit denen Eiber nun auch in neuer Rolle beim BCB viel zu tun haben wird. Die Koordination der Spieler und deren Einteilung für die jeweils anstehenden Partien in erster, zweiter und Regionalliga bilden einen Kernpunkt seiner Arbeit. Was das anstehende Spitzenspiel in Bonn angeht, werde der Titelverteidiger selbstredend auf sein bestmögliches Aufgebot zurückgreifen, unterstreicht Eiber: „Beuel hat eine wirklich starke Truppe beisammen, unter anderem mit den amtierenden und ehemaligen Deutschen Einzelmeistern Max Weiskirchen und Marc Zwiebler. Daher werden auch wir dort natürlich auf unsere Topleute setzen.“
Das allerdings ist weiterhin nur mit Abstrichen möglich. Gerade im Einzelbereich plagen den BCB nach wie vor Ausfallsorgen. So muss sich Fabian Roth, der Deutsche Meister von 2017 nach seiner schier unglaublichen Verletzungsodyssee immer noch gedulden, bis er endlich seinen zweiten Bundesliga-Einsatz für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bestreiten kann. Immerhin: das Ende der Leidenszeit rückt für den 23-Jährigen zusehends näher, wie Eiber verrät: „Nach seiner jüngsten Verletzung am Knie ist Fabi inzwischen schmerzfrei und trainiert bereits wieder auf dem Feld. Er wird sein Pensum nun kontinuierlich steigern und Ende November oder Anfang Dezember endlich wieder spielen können.“ Neben Roth muss der BCB zudem auf die Deutsche Einzelmeisterin der Jahre 2017 und 2018 verzichten: Luise Heim nimmt aktuell eine Auszeit vom Badminton-Sport. Wie lange diese bei der 23-Jährigen ausfällt, steht in den Sternen. „Wir sind deshalb sehr froh, dass sich Stine Küspert in den Dienst der Mannschaft stellt und im Dameneinzel einspringt“, sagt der neue Teammanager, der zudem den zweiten Bischmisheimer vor dieser Saison, den Bulgaren Daniel Nikolov, als sowohl menschlichen wie sportlichen Glücksfall für den neunfachen deutschen Titelträger im Mannschaftsbereich anpreist – Letzteres ob nun alleine oder mit Partner.
Dennoch gelte für den Vergleich mit dem 1. BC Beuel: „In den Einzelmatches wird es dort sicher schwierig für uns“, mutmaßt Eiber. Demnach muss der BCB im Duell Dritter gegen Erster vor allem auf seine traditionell starken Doppelpaarungen bauen. Die genaue Aufstellung werde sich laut Teammanager kurzfristig entscheiden. Dass die Saarländer trotz allem mit großen Ambitionen an den Rhein reisen, daraus macht der gebürtige Saarbrücker aber keinen Hehl: „Es wird sicherlich eine ganz enge Kiste, nichtsdestotrotz wollen wir dort gewinnen, um die Weichen frühzeitig auf ein direktes Erreichen des Final Fours zu stellen“, sagt Eiber. Eine enge Angelegenheit war auch das bis dato letzte Bischmisheimer Gastspiel bei den Bonnern: Im vergangenen Februar musste sich der BCB beim DM-Halbfinalisten der Vorsaison sogar mit 3:4 geschlagen, wenn auch mit einer im Vergleich schwächer besetzten Formation. Das Hinspiel vor Heimkulisse hatten die Saarländer im Oktober 2018 derweil mit 5:2 für sich entschieden – man darf sicher gespannt sein, welchen Ausgang das Duell zweier Titelanwärter diesmal bereithält. dbe

Der Meister siegt im Schnelldurchgang

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bezwingt Verfolger SC Union Lüdinghausen zu Hause mit 5:2 und verteidigt Tabellenplatz eins.
Das vierte Heimspiel des Bundesliga-Spitzenreiters 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim war eine wahrhaftig schnelle Angelegenheit: Nach nicht einmal zwei Stunden waren die sieben angesetzten Partien am vergangenen Sonntag im Vergleich mit dem bis dato viertplatzierten SC Union Lüdinghausen absolviert – und für den BCB mit einem ungefährdeten 5:2-Erfolg über die Gäste aus Nordrhein-Westfalen der fünfte Saisonsieg im sechsten Spiel rasch eingetütet. Sechs der sieben Duelle waren bereits nach nur drei Durchgängen entschieden, lediglich das erste Herrendoppel ging über vier Sätze. Dabei behielten Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel und der bulgarische Neuzugang Daniel Nikolov gegen Lüdinghausens Duo um den Niederländer Jelle Maas und Christoph Schnaase nach dem mit 8:11 verlorenen ersten Satz doch noch klar die Oberhand: Mit 11:2 und zwei Mal 11:8 sicherten sie den Saarländern den ersten Punkt. Für Seidel, der unter der Woche noch bei den Denmark Open international im Einsatz gewesen war, blieb es zwecks Schonung der einzige Auftritt des Tages. Der 23-Jährige weist in dieser Bundesliga-Saison mit sechs Siegen in sechs Einsätzen weiterhin eine makellose Bilanz auf. Gleiches gilt für Peter Käsbauer, der an der Seite des Niederländers Ruben Jille klar in drei Durchgängen mit 11:5, 11:6 und 11:4 gegen Josche Zurwonne und Hong Zhang gewann und damit auch im vierten Einsatz für den BCB siegreich blieb.
Überhaupt waren im vierten Heimauftritt die Vergleiche mit männlicher Beteiligung klare Angelegenheiten für die gastgebenden Saarbrücker – obwohl der Österreicher Luka Wraber, der deutsche Ex-Meister Fabian Roth oder die Routiniers Michael Fuchs und Johannes Schöttler aus diversen Gründen gar nicht zum Einsatz kamen. Das lag auch daran, dass die Gäste aus Lüdinghausen auf drei Herren aus ihrer etatmäßigen Stammformation verzichten mussten. Der Niederländer Nick Fransman fehlte wegen einer Knieverletzung, der ehemalige Deutsche Vizemeister im Einzel, Kai Schäfer, musste mit Rückenproblemen passen und auch Roman Zirnwald stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Durch das Fehlen der Einzelspezialisten Fransman und Schäfer gingen die Herreneinzel somit jeweils klar an den BCB: Nikolov fertigte den sonst in Lüdinghausens Oberliga-Team eingesetzten Chinesen Hong Zhang 11:3, 11:8 und 11:4 ab. Sogar nur zehn Punkte musste Matthias Deininger im Vergleich mit Christoph Schnaase abgeben, den er mit zwei Mal 11:2 und 11:6 locker in die Schranken verwies. Den fünften Bischmisheimer Punkt zum 5:2-Sieg steuerte das gemischte Doppel um Isabel Herttrich und Jille bei: Sie bezwangen Eva Janssens und Maas klar mit 11:6, 11:8 und nochmal 11:8. Für Nationalspielerin Herttrich war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages, nachdem auch sie unter der Woche noch international im Einsatz gewesen war. Und was für die Herren Seidel und Käsbauer gilt, trifft auch auf die 27-Jährige zu: Im fünften Bundesliga-Einsatz der Saison mit ihrer Beteiligung verließ sie zum fünften Mal als Siegerin das Feld.
Die einzigen Niederlagen in der Neuauflage des jüngsten Final Four-Halbfinals kassierte der BCB im Damendoppel und -einzel. Olga Roj und Stine Küspert mussten sich Lüdingshausens Yvonne Li und Linda Efler mit 8:11, 5:11 und 7:11 beugen. Für Efler, die internationale Doppelpartnerin sowohl von Seidel als auch von Herttrich, war es ebenfalls der einzige Einsatz des Tages. Ein Duell mit ihren internationalen Mitstreitern kam somit nicht zustande. Später blieb Bischmisheims Neuzugang Küspert im Vergleich mit der amtierenden Deutschen Einzelmeisterin Li beim 3:11, 7:11, 3:11 an diesem Tag chancenlos. Für den Tabellenführer vom 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim reichte es damit zwar nicht zur vollen Ausbeute von drei Zählern. Mit den zwei zusätzlichen Punkten gegen Lüdinghausen vergrößerte der BCB aber zumindest den Abstand auf den dritten Tabellenplatz, der nicht mehr zur direkten Qualifikation für das Final Four-Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft reicht. Weil der aktuelle Ligadritte 1.BC Beuel am Sonntag beim 1.BV Mülheim mit 2:5 ohne Zählbares blieb, liegt der amtierende Meister aus dem Saarland mit 14 Punkten nun vier Zähler vor Beuel. Boden gut gemacht hat dagegen der amtierende Vizemeister TV Refrath, der nach dem 6:1 beim TSV Freystadt nun bis auf einen Punkt an den BCB herangerückt ist. Gegen Refrath hatten die Bischmisheimer Badminton-Asse am zweiten Spieltag ihre bislang einzige Niederlage kassiert: ein 3:4 vor Heimkulisse. Auswärts sind sie dagegen noch ungeschlagen. Und das soll auch am kommenden Sonntag so bleiben, wenn ab 14 Uhr im Bonner Stadtbezirk Beuel das direkte Duell beim Verfolger ansteht. dbe

Bischmisheim in Oktoberfestlaune – Bayern-Doppel an der Spitze

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist gegen Neuling Neuhausen-Nymphenburg (6:1) und Freystadt (5:2) nahe dran am Optimum
Der bayerische Doppelpack vor Heimkulisse bescherte Badminton-Bundesligist 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim fast die Optimal-Ausbeute: Fünf von sechs möglichen Punkten verbuchte der amtierende Deutsche Meister aus den Partien gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und den TSV Freystadt. Die Saarländer bleiben damit das Maß der Dinge, nach fünf Spieltagen führen sie die Bundesliga-Tabelle mit zwölf Punkten und je zwei Zählern Vorsprung auf die schärfsten Verfolger 1. BC Beuel und TV Refrath weiterhin an.
Am Samstag gelang dem BCB mit einem 6:1-Erfolg über Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg ein nahezu perfekter Start ins Wochenende – und zudem der erste Heimsieg der laufenden Runde, nachdem es im ersten Spiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle eine 3:4-Niederlage gegen Refrath gesetzt hatte. Dem souveränen Auftritt gegen den Bundesliga-Rückkehrer aus dem Münchner Stadtbezirk ließ der BCB am Folgetag, an dem zufällig auch das Oktoberfest in München zu Ende ging, den nächsten Heimsieg gegen ein bayerisches Team folgen: Freystadt, das bis dahin in allen vier Partien zumindest gepunktet hatte, war für den Titelverteidiger keine wirkliche Gefahr und wurde mit einem 2:5 im Gepäck wieder auf die Heimreise geschickt. „Ich denke, das waren zwei solide Auftritte von uns. Es ist mehr oder weniger so gelaufen, wie wir es erwartet haben“, sagte Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel, der in allen vier Spielen mit seiner Beteiligung siegreich blieb.
Dass es gegen Freystadt nicht zu vollen drei Punkten reichte, lag an den insgesamt knappen Niederlagen des zweiten Herrendoppels und von Stine Küspert im Dameneinzel. Der 20-jährige Bischmisheimer Neuzugang musste sich ihrer estnischen Gegnerin Kristin Kuuba, die in der Vorsaison eine der besten Bundesliga-Bilanzen überhaupt aufwies (stolze 22 Siege in 26 Partien mit ihrer Beteiligung), trotz harter Gegenwehr 9:11, 14:12, 7:11 und 4:11 beugen. Ähnlich umkämpft lief es im Duell von Daniel Nikolov und Ruben Jille gegen Freystadts Paarung Hannes Gerberich und Florian Waffler: Das BCB-Duo verlor die ersten beiden Sätze jeweils unglücklich erst in der Verlängerung mit 13:15 und 10:12. Danach gewannen beide Satz drei mit 11:8, ehe die Gäste mit 11:7 final die Nase vorne hatten. Die weiteren Partien gegen die Bayern waren dafür mehr oder minder klare Angelegenheiten: Der Österreicher Luka Wraber machte im ersten Herreneinzel mit Gerberich kurzen Prozess (11:4, 11:5, 11:7), das zweite Duell Mann gegen Mann ging gar vorzeitig an Nikolov, weil Gegner Waffler nach dem 3:11 im ersten Durchgang die Waffen streckte. Keinerlei Mühe hatten auch Isabel Herttrich und Marvin Seidel im Mixed (11:8, 11:5, 11:5 gegen Fee Teng Liew/Max Flynn), wohingegen sie in ihren gleichgeschlechtlichen Doppelpartien jeweils einen Satz abgeben mussten. Letztlich kamen aber sowohl Herttrich und Olga Roj beim 9:11, 11:4, 11:7 und 11:2 über Kuuba/Teng Liew als auch Seidel an der Seite von Peter Käsbauer mit dem 12:10, 11:6, 12:14 und 11:4 gegen Flynn und Johannes Pistorius zu insgesamt souveränen Siegen.
Am Vortag hatte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg im Duell des Tabellenersten gegen den -letzten erwartet klar in die Schranken verwiesen. Beim 6:1 musste lediglich Luka Wraber im Herreneinzel beim 11:7, 9:11, 4:11, 11:5 und 7:11 gegen den starken Israeli Misha Zilberman eine knappe Niederlage quittieren. Die übrigen Duelle mit den Münchnern gingen dagegen klar an die Gastgeber: Beide Herrendoppel sowie die Damenpaarung Herttrich und Küspert gewannen ihre Partien glatt in drei Durchgängen. Ebenso Daniel Nikolov, der im zweiten Herreneinzel mit seinem bulgarischen Landsmann und internationalen Doppelpartner Ivan Rusev Atanasov nur im ersten Satz Probleme hatte – das Wiedersehen der beiden endete mit 13:11, 11:5, 11:8 letztlich klar zugunsten des BCB-Neuzugangs. Einen kleinen Durchhänger leisteten sich Olga Roj und Seidel im Mixed gegen Tobias Wadenka und Annabella Jäger – am Ende lagen sie mit 11:8, 13:11, 6:11, 5:11 und 11:4 nach fünf Sätzen aber vorne. Der sechste Punkt ging auf das Konto von Küspert, die ihre ukrainische Gegnerin Natalya Voytsekh mit 15:13, 11:7, 4:11 und 11:8 bezwang.
„Gegen Freystadt hätten wir natürlich auch gerne die vollen drei Punkte mitgenommen – aber alles in allem können wir schon zufrieden sein“, sah Seidel ein insgesamt gelungenes Wochenende. Nach den ersten Heimsiegen der Saison möchte der BCB in zwei Wochen gleich nochmal zu Hause nachlegen, wenn am Sonntag, den 20. Oktober um 15 Uhr der SC Union Lüdinghausen in Saarbrücken vorstellig wird. Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen belegen nach ihren jüngsten 5:2-Erfolgen bei Blau-Weiß Wittorf und zu Hause gegen den 1. BV Mülheim mit acht Punkten aktuell Rang vier – und haben bislang in allen Partien gepunktet. Der amtierende Meister und Tabellenführer aus Bischmisheim sollte also gewarnt sein. dbe