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Refrath holt zwei knappe Siege gegen die Verfolger

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Ann-Kathrin Spöri. Foto: Andre Jahnke
Während die nominell starken Teams aus Lüdinghausen, Mülheim und Beuel mehr und mehr ins Straucheln geraten, entwickeln sich zwei Teams zu ernsten Playoff-Kandidaten, die in der kommenden Saison bis zuletzt gegen den Abstieg spielten. Dass BW Wittorf und der 1. BC Wipperfeld in dieser Saison sogar bei der Vergabe der Final-Four Plätze ein Wörtchen mitreden könnten, bewiesen beide Teams am Wochenende gegen den TV Refrath.
Ohne Lars Schänzler reiste der TVR bereits am Freitag Richtung Neumünster, um dort am Samstag das schwere Auswärtsspiel zu bestreiten. Beide Teammanager wären nach eigener Aussage bereits im Vorfeld der Begegnung mit einem 4:3 für Refrath zufrieden gewesen. Dass genau dieses Ergebnis auch eintraf, entsprach letztlich trotz einzelner überraschender Ergebnisse also durchaus den Erwartungen. Im hohen Norden legten das Refrather Damendoppel Magee/Ostermeyer und das 2.Doppel mit Nguyen/Völker los wie die Feuerwehr und sorgten für einen 2:0-Vorsprung des Gastes. Schwenger/Magee waren im ersten Doppel nicht ganz auf der Höhe und auch Ann-Kathrin Spöri konnte keinen Satz im Dameneinzel verbuchen, so dass der Gastgeber umgehend ausgleichen konnte.
Zwei wahre Krimis sahen die Zuschauer in den beiden Herreneinzeln, die beide über die volle Distanz gingen und letztlich durch Christopher Klauer und den Wittorfer Malaysier Chong Jee Han gewonnen werden. Im über Sieg und Niederlage entscheidenden Mixed zeigten Sam und Chloe Magee ihre Klasse und holten den Punkt zum 4:3 für den TV Refrath.
Das Heimspiel am Sonntag gegen den 1.BC Wipperfeld fand vor sehr guter Kulisse in der Halle Steinbreche statt und war von Beginn an die erwartet spannende Partie. In einem hochklassigen Damendoppel gewannen Chloe Magee und Carle Nyenhuis in fünf Sätzen, nachdem die beiden Herrendoppel Nguyen/Völker gewonnen bzw. Magee/Schwenger verloren hatten. Nhat Nguyen wies den Wipperfelder Mendrek eindeutig in seine Schranken und holte den Punkt zum 3:1 Zwischenstand. In zwei wahren Krimis zeigten anschließend die Refrather Youngster Ann-Kathrin Spöri (18) und Christopher Klauer (20) den Zuschauern begeisternde Wettkämpfe. Spöri bog gegen die ehemalige Top-10-Spielerin Yao Jie nach verlorenem erstem Satz einen 0:8-Rückstand um und holte unter tosendem Applaus den Sieg für sich und ihr Team. Leider konnte Klauer seine starke Leistung am Ende nicht belohnen und unterlag Samuel Hsiao hauchdünn im 5. Satz. Nachdem auch das Mixed an Wipperfeld ging, hieß das Endergebnis 4:3 für Refrath.
Nun stehen sechs Wochen Pause an, bevor die Rückrunde mit den beiden Begegnungen in Beuel und gegen Bischmisheim beginnt. Fünf beruhigende Punkte Vorsprung hat der TVR vor Wiperfeld und sogar acht vor allen weiteren Verfolgern.

Im Nord-Doppelpack zum gelungenen Hinrunden-Abschluss

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim peilt in zwei Schleswig-Holstein-Gastspielen ein positives Ende der ersten Halbserie an
Die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim liegen als Spitzenreiter der Bundesliga klar auf Playoff-Kurs und wollen ihre starke Position zum Abschluss der Hinrunde weiter festigen. Am Wochenende steht dem amtierenden Meister ein Doppelauftritt im hohen Norden in Schleswig-Holstein bevor: Zunächst gastiert der BCB am Samstag ab 15 Uhr beim TSV Trittau, der mit sechs Punkten (zwei Siege, fünf Niederlagen) aktuell den vorletzten Platz der deutschen Eliteliga innehat. Die Gäste aus dem Saarland gehen daher als klarer Favorit in die Partie. Daran ändert auch das Fehlen von Isabel Herttrich und Marvin Seidel wenig. Die beiden Nationalspieler sind international unterwegs, um ihren Traum einer Olympia-Teilnahme weiter voranzutreiben. Unter der Woche gab es gerade für Seidel Grund zur Freude: Mit Partner Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) glückte ihm bei den glänzend besetzten und hochdotierten China Open der Sprung ins Viertelfinale, nachdem die beiden Deutschen im Achtelfinale die Weltranglisten-Achten Han Chen Kai und Zhou Hao Dong aus dem Gastgeberland mit 21:17, 21:18 bezwingen konnten. Seidel und Lamsfuß, der unlängst noch die SaarLorLux Open in Saarbrücken verletzt verpasst hatte, durften sich somit im Viertelfinale mit dem aktuell besten Duo der Welt, den Indonesiern Marcus Gideon und Kevin Sakamuljo messen. „Ein sensationeller Erfolg“, registrierte BCB-Teammanager Volker Eiber die guten Nachrichten aus dem fernen Osten mit Wohlwollen. Jetzt soll sich auch in der Bundesliga nach dem Schleswig-Holstein-Doppelpack, der am Sonntag ab 14 Uhr die Partie bei Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster bereithält, wieder Freude einstellen.
„Bis auf Isabel und Marvin werden wir soweit komplett antreten können. Alle Akteure, die spielen werden, sind absolut fit und momentan richtig gut drauf, daher bin ich guter Dinge, dass wir die Hinrunde mit zwei Siegen beschließen können“, blickt Eiber den anstehenden Partien optimistisch entgegen. Gegen Trittau, dessen Saison bisher von vielen Umstellungen in Sachen Aufstellung geprägt war, stand für den BCB in der Vorsaison nach beiden Duellen die optimale Ausbeute von sechs Punkten zu Buche. Sowohl im Auswärtspiel vor fast exakt einem Jahr als auch beim Rückspiel im vergangenen März in eigener Halle siegten die Saarbrücker jeweils mit 6:1. Beste Punktesammler der Gastgeber waren bis dato der Engländer David Jones (sechs Siege aus sieben Partien) und der Russe Sergey Sirant (fünf aus acht), die jeweils in Einzel und Doppel eingesetzt wurden. Auch die indonesische Einzelakteurin Priskila Siahaya weist mit vier Siegen aus sieben Spielen eine positive Bilanz auf.
Gegen Wittorf gelangen dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Vorsaison ebenfalls zwei klare Siege. Dem 5:2 im Hinspiel folgte ein 7:0-Kantersieg vor Heimkulisse. Im Vergleich mit Trittau sind die Neumünsteraner der auf dem Papier stärkere Kontrahent. Die Blau-Weißen spielen bisher eine starke Saison und rangieren mit vier Siegen und drei Niederlagen sowie insgesamt neun Punkten auf Rang fünf. Für den Bischmisheimer Neuzugang Stine Küspert ist es die Begegnung mit jenem Verein, von dem aus sie vor der Runde ins Saarland gewechselt war. Vergangene Saison hatte das Team aus Neumünster die reguläre Spielzeit als Vorletzter beendet. Küspert und Co. brachten den Klassenverbleib daraufhin erst über den Umweg Relegation unter Dach und Fach. Im zweiten Jahr nach der Bundesliga-Rückkehr scheinen die Schleswig-Holsteiner aber eine deutlich bessere Rolle spielen zu können. Die vier Siege von damals hat Wittorf bereits nach sieben Spieltagen eingefahren. Zu den bisherigen Punktgaranten zählen die russischen Doppelspezialisten Nina Vislova und Vitaly Durkin. Letzterer holte mit neun Siegen in 13 Spielen mit seiner Beteiligung die meisten Zähler. Je ein Erfolg und Einsatz weniger stehen für Neuzugang Vislova zu Buche. Als Küspert-Nachfolgerin wusste im Einzel die neue Ungarin Vivien Sandorhazi (kam von Vizemeister TV Refrath) mit fünf Siegen aus fünf Partien aufzuwarten. Und auch Bjarne Geiß, der internationale Partner von Küspert, weist mit fünf Erfolgen aus sechs Einsätzen bisher eine Spitzenquote auf.
Wie gegen Trittau ist der BCB auch gegen Wittorf klarer Favorit. Von den Bischmisheimer Topakteuren sorgte neben Seidel unlängst Peter Käsbauer für Schlagzeilen, nachdem er beim internationalen Topturnier „vor der Haustür“ im Herrendoppel bis ins Halbfinale vorgedrungen war. Bei den SaarLorLux Open mussten sich Käsbauer und sein Partner Jones Jansen (Wipperfeld) in der Saarlandhalle erst den späteren chinesischen Turniersiegern Di Zi Jian und Wang Chang relativ knapp mit 15:21, 21:15 und 12:21 beugen.
Bei den China-Festspielen in Saarbrücken (vier der fünf Disziplinen gingen an Spieler aus dem Reich der Mitte) war auch für Isabel Herttrich im Damendoppel in der Vorschlussrunde Endstation. Mit Linda Efler (Union Lüdinghausen) unterlag sie den an Position zwei gesetzten Engländerinnen Chloe Birch und Lauren Smith nach hartem Kampf knapp mit 22:24 und 19:21. In der Mixed-Konkurrenz konnte Herttrich wegen des verletzungsbedingten Ausfalls ihres Partners Mark Lamsfuß nicht mitmischen, gleiches galt für Seidel im Herrendoppel. Mit Blick auf die Bundesliga soll das Fehlen der beiden Topspieler dann keine Rolle spielen.
dbe

Refrath mit dem besten Team zum Abschluss der Hinrunde

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Carla Nyenhuis und Chloe Magee sind gegen Wipperfeld am Start. Foto: Andre Jahnke
Nach zuletzt sechs Siegen in Folge rangiert der TV Refrath in der 1. Bundesiga auf Rang Zwei und möchte diesen Platz am kommenden Wochenende behaupten und sogar noch nach Punkten ausbauen. Da es am Samstag zu BW Wittorf (aktuell Platz fünf) geht und am Sonntag der Tabellendritte 1. BC Wipperfeld nach Refrath kommt (15 Uhr), hat der TVR es selbst in die Hand, seinen Vorsprung auszubauen.
Dazu sollen zwei Siege her, wohl wissend, dass die beiden Aufgaben alles andere als einfach werden. Froh ist man in Refrath daher, dass mit den Geschwistern Magee und Nhat Nguyen drei Leistungsträger mit an Bord sind und auch bei den Damen aus dem Vollen geschöpft werden kann. Wittorf hat einen sehr starken internationalen Kader, mit dem man zum Ende der Hinrunde die beiden Top-Teams aus Refrath und Bischmisheim empfängt und sicherlich zeigen möchte, was in dieser Saison möglich ist. Nachdem sich das Team aus Neumünster erst am letzten Spieltag der Vorsaison hatte retten können, hat man sich sinnvoll verstärkt, unter anderem mit der Ex-Refratherin Vivien Sandorhazi.
Auch der 1. BC Wipperfeld gehörte letztes Jahr lange Zeit zu den Abstiegskandidaten, bevor man sich als Siebter retten konnte. Im Kader um den besten Doppel- und Mixedspieler der Liga, Mark Lamsfuß, stehen Spieler aus sechs Nationen und man hat oft die Qual der Wahl, was die Aufstellungen betrifft. Ob die Klasse des Teams jedoch ohne Lamsfuß (Asientour) am Sonntag gegen den TV Refrath ausreichend sein wird, scheint ungewiss.
Ziel des TVR sind in jedem Fall zwei Siege und vier Punkte, die den Fünfpunktevorsprung auf den Hauptkonkurrenten um Platz Zwei, den 1. BC Beuel, vermutlich absichern würden.

Mülheim trat ersatzgeschwächt gegen Blau-Weiß Wittorf an

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Siddharath Thakur. Foto: Marc Pastoors
BSeit dem Saisonbeginn fehlen dem 1. BV Mülheim Johanna Goliszewski und Alexander Roovers. Vor dem Spiel gegen Blau-Weiß Wittorf verletzte sich nun auch noch Lara Käpplein. Immerhin konnte sie aber eine Partie am Sonntag bestreiten. Mit Tom Wolfenden trat sie im gemischten Doppel an. Bei diesem letzten Spiel in der Innogy Halle ging es bei einem Gesamtstand von 2:4 darum, noch einen Punkt in Mülheim zu behalten. Nach zwei verlorenen Sätzen kämpfte sich das Mixed ins Spiel zurück. Ab dem dritten Satz gelang es das Spiel zu drehen (8:11,9:11,11:4,11:7,11:9).
Im Damendoppel sprang Joyce Grimm für Lara Käpplein ein. Normalerweise spielt Grimm in der Regionalliga. An der Seite der Schottin Rachel Sugden unterlagen die Damen in drei Sätzen. Im ersten Herrendoppel gaben Tom Wolfenden und Callum Hemming eine 2:0 Satzführung aus der Hand. Erfreulich war der Sieg von Siddharath Thakur im ersten Herreneinzel gegen Chong Jee Han. Auch Dmytro Zavadsky gelang ein souveränen Sieg. Das Nachsehen hatte Rachel Sugden im Dameneinzel gegen die in der U18 spielenden Vivien Sandorhazi.
Somit musste das Team vom 1. BV Mülheim am Ende mit einer Minimalausbeute bei einem Endstand von 3:4 zufrieden sein. Es droht weiterhin eine Saison zwischen Play-Off Hoffnungen und Abstiegsangst. Aktuell steht das Team von Jonathan Rathke in der Tabelle auf dem 7. Rang. Manfred van Ackern

Mülheim spielt gegen den direkten Tabellennachbarn

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Tom Wolfenden und rechts Calum Hemming. Foto: Marc Pastoors
Aktuell hat der 1. BV Mülheim mit sechs Punkten in der Tabelle einen Punkt weniger als der kommende Gegner Blau-Weiss Wittorf. Somit haben die Mülheimer die Chance am Sonntag um 15:00Uhr in der Innogy-Halle bei einem Heimsieg an dem Konkurrenten vorbeizuziehen und dabei einen der Play-Off Plätze zu belegen. Nach dem letzten Heimsieg gegen Bonn-Beuel steht nun das nächste richtungsweisende Duell in der Bundesliga an. Rachel Sugden und Tom Wolfenden sind wieder mit dabei. Der Teammanager Jonathan Rathke hält seine Karten, was die Aufstellung betrifft, noch bedeckt. Fest steht aber, dass nicht die Mannschaft vom vergangenen Wochenende spielen wird.
Wittorf gelang in der letzten Saison erst in der Relegation der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. In der aktuellen Saison gab es im Team reichliche Veränderungen. Im Ergebnis ist man gut in die Saison gestartet und zählt zu den Play-Off Kandidaten. Das BVM-Team hofft aber am Sonntag die Nase vorn zu haben. Friederike Heinz

Beuel weiterhin ungeschlagen in der Bundesliga

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Logo Beuel
Besser kann es kaum laufen: Mit drei Siegen in Folge sind die Badminton-Spieler des 1. BC Beuel in die neue Saison gestartet. Nach den beiden Auftaktsiegen eine Woche zuvor besiegte das Team am Samstag vor heimischem Publikum den Tabellenführer Blau-Weiß Wittorf klar mit 5:2.
Den Auftakt der Partie bildeten das Damendoppel und das 2. Herrendoppel. Leider verletzte sich hier der Wittorfer Sebastian Schöttler zu Beginn des dritten Satzes und musste das Spiel aufgeben. So ging Beuel rasch mit 1:0 in Führung. Parallel dazu zeigten Lisa Kaminski und Hannah Pohl im Damendoppel eine starke Leistung und konnten ihre Gegnerinnen Victoria Williams und Anastasia Shapovalova in vier Sätzen bezwingen. Zu einer spannenden Partie wurde das anschließende 1. Herrendoppel von Max Weißkirchen und Peter Briggs. Letztendlich behielten sie jedoch die Oberhand und konnten ihre Gegner im entscheidenden fünften Satz mit 11:6 besiegen.
Nachdem das Dameneinzel in drei Sätzen verloren ging, konnten Max Weißkirchen und Gurusaidutt Rajah Manuri Venkata ihre Herreneinzel jeweils deutlich in drei Sätzen gewinnen. Für den Neuzugang aus Indien, der erstmals im Trikot des 1. BC Beuel aufschlug, war dies ein Auftakt nach Maß.
Im abschließenden Mixed ging es für die Beueler Erste nun darum, mit einem möglichen 6:1-Sieg über Wittorf drei Tabellenpunkte einzufahren. Dabei lieferten sich Hannah Pohl und Peter Briggs mit ihren Gegnern einen echten Krimi. Leider fehlte den beiden im Entscheidungssatz das nötige Quäntchen Glück und die Partie ging mit 8:11, 13:11, 13:11, 6:11 und 8:11 verloren. Damit konnten die Beueler zwei Punkte aus dem Spiel mit nach Hause nehmen. Die Beueler Spielerin Lisa Kaminski zeigte sich zufrieden: „Wir haben heute eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und verdient mit 5:2 gewonnen. Mit etwas mehr Glück beim abschließenden Mixed wären sogar drei Punkte drin gewesen. Toll war auf jeden Fall wieder die Unterstützung durch unsere Fans in der Halle, die für mich zu den Besten der Liga zählen.“
Die nächsten Bundesliga-Spiele finden erst am Wochenende des 5. und 6. Oktobers statt. Dann sind in der Beueler Erwin-Kranz-Halle die Teams aus Freystadt und Neuhausen-Nymphenburg zu Gast. Die Beueler Spieler nutzen die Zeit bis dahin, um ihr Können auf internationalen Turnieren unter Beweis zu stellen. So sind viele von Ihnen bereits ab Donnerstag bei den Polish International in Bierun am Start. Joachim Resch

Gemischte Gefühle mit perfektem Ende – TVR ist beim Final Four dabei!

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Chloe Magee und Carla Nelte. Foto: Andre Jahnke
Nach 2017 und 2018 hat sich der TV Refrath zum dritten Mal in Folge für das Final Four qualifiziert. Dieses Kunststück gelang durch den 2. Tabellenplatz in der Abschlusstabelle der Bundesliga. Die Deutsche Meisterschaft wird nun am 13./14.4. in Willich ausgespielt.
Das sehr ereignisreiche letzte Spielwochenende begann am Freitag mit einem der spannendsten Matches der Saison. Der Endstand von 3:4 gegen den Nachbarn 1. BC Beuel spiegelt dies auch auf dem Papier wider. Über 200 begeisterte Zuschauer sahen zunächst einen ungefährdeten 3:0 Sieg des Damendoppels Carla Nelte/Chloe Magee, die sich damit eindrucksvoll für ihre Hinspielniederlage revanchierten. Auf dem Nebenfeld taten sich Jan Colin Völker/Sam Magee gegen Briggs/Hess schwer und gaben den fünften Durchgang unglücklich ab.
Das ungeschriebene Gesetz, dass sich unglückliche Niederlagen mit glücklichen Siegen die Waage halten, galt zunächst weiterhin, als Max Schwenger und Raphael Beck durch einen vor allem imposanten fünften Satz das Match gegen Weißkirchen/Resch gewinnen konnten. Es folgte ein deutlicher Sieg von Vivien Sándorházi im Dameneinzel und anschließend die beiden Herreneinzel, in denen jedoch nicht Nhat Nguyen und Lars Schänzler zur Verfügung standen, sondern Joshua Magee und Raphael Beck. Beide machten ihre Sache extrem gut. Magee unterlag in seinem letzten Heimspiel für den TV Refrath dem Malaysier Goh erst im fünften Durchgang. Beck holte gegen den Deutschen Meister Weißkirchen einen Satz, spielte über lange Phasen gut mit, war in den beiden letzten dann jedoch chancenlos.
Schnell war aus der 3:1-Führung ein 3:3 geworden und das Mixed entschied einmal mehr über Sieg oder Niederlage. Leider erwischten Magee/Nelte nicht ihren besten Tag und verloren gegen die Beueler Paarung, in der vor allem Hannah Pohl ein sehr gutes Spiel machte. Diesen zehnten Geburtstag in der 1. Bundesliga hatte sich der TVR wahrlich anders vorgestellt, doch nach dem ein oder anderen gemeinsamen Getränk auch mit Spielern und Trainern der „ersten Stunde“, kehrte wieder Optimismus ein. Nun mussten die „richtigen“ Personalentscheidungen getroffen werden. Nhat Nguyen wurde nach seinem Aus im Viertelfinale von Orleans eingeflogen und Chloe Magees geplante Rückreise am Samstag geändert, sie sollte mit nach Freystadt.
Dass parallel Mülheim gegen Schlusslicht Wittorf patzte spielte dem TVR natürlich in die Karten, doch man war darauf aus, selbst die Punkte zum Absichern des zweiten. Tabellenplatzes zu holen. Dies war schon deshalb wichtig, weil in einem möglichen Viertelfinale nicht Refraths bestes Team zur Verfügung gestanden hätte – anders als beim Final Four. In Freystadt schließlich sahen die 200 Zuschauer zunächst ein hochklassiges Damendoppel, in dem Magee/Nelte zeigten, warum sie zu den besten Doppeln der Liga gehören. Die Herrendoppel Völker/Nguyen (3:2) und Beck/Schwenger (3:0) sorgten schließlich für einen beruhigenden 3:0 Vorsprung vor den Einzeln. Nhat Nguyen erwischte nicht seinen besten Tag und unterlag dem Indonesier Hadmadi 1:3, während parallel Vivien Sándorházi gegen die aktuell beste Einzeldame der Liga (Kuuba, 12:1-Siege) ein tolles Spiel machte aber leider keinen Satz gewinnen konnte. Schließlich endete die Begegnung mit einem hart erkämpften Mixederfolg für Völker/Nelte und einem deutlichen Sieg von Joshua Magee im zweiten. Herreneinzel.
Am Ende stand ein 5:2 Erfolg auf der Ergebnistafel und der TV Refrath hatte sich frühzeitig für das Final Four qualifiziert.

Hauptrunden-Meister! Noch zwei Schritte bis zum neunten Titel

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Spitzenreiter 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gewinnt seine abschließenden Heimauftritte klar und reist als Erster zum Final-Four-Turnier
Am Ende ließen die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim keinerlei Zweifel mehr aufkommen: Der amtierende Meister löste seine beiden Heimaufgaben am letzten Doppelspieltag der regulären Bundesliga-Saison in souveräner Manier, bezwang am Samstag in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle zunächst den TSV Trittau mit 6:1 und ließ dem tags darauf an gleicher Stelle einen noch klareren 7:0-Erfolg über Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster folgen. Durch die Saisonsiege 14 und 15 beschließt der BCB die Hauptrunde mit 40 Punkten als souveräner Sieger und löste neben dem Tabellenzweiten TV Refrath (34 Punkte) das direkte Ticket für das Finalturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 13. und 14. April im nordrhein-westfälischen Willich.
Auf wen der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim dort in seinem Halbfinale treffen wird, entscheidet sich in den nun folgenden Playoff-Viertelfinalpartien der Teams auf den Bundesliga-Rängen drei bis sechs. Dabei bekommt es der Dritte der Hauptrunde, der 1. BV Mülheim, mit dem Sechsten TSV Freystadt zu tun. Im anderen Viertelfinale empfängt der 1. BC Beuel als Vierter den fünftplatzierten SC Union Lüdinghausen. Der BCB trifft dann auf denjenigen Halbfinal-Qualifikanten, der in der regulären Bundesliga-Runde am schlechtesten platziert war. Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel weiß: „Wir müssen so oder so in jedem Spiel eine gute Leistung zeigen.“ Egal, wer nun der Gegner wird. Generell blickt der 23-Jährige dem Endspurt der Mission „neunter Titelgewinn“ optimistisch entgegen: „Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen und den Titel verteidigen können“, sagt Seidel. Er bestritt am finalen Bundesliga-Wochenende drei Partien, zwei mit Michael Fuchs im Herrendoppel, dazu am Sonntag das Mixed mit Isabel Herttrich – und gab dabei nicht mal einen Satz ab.
Zum Auftakt gegen Trittau mussten Fuchs und Seidel beim 11:7, 13:11 und 11:3 über David Jones/Matthew Clare nur im zweiten Durchgang zittern. Ebenfalls glatte Siege feierten Luise Heim im Dameneinzel beim 11:3, 11:5, 11:6 über Priskila Siahaya und das gemischte Doppel mit Herttrich und Ruben Jille, die Clare und Fee Teng Liew 11:3, 11:5, 11:4 bezwangen. Vier Durchgänge benötigte das zweite Herrendoppel mit Peter Käsbauer und Jille bei ihrem 11:8, 11:7, 10:12 und 11:9 über Nikolaj Persson und Ary Trisnanto. Ebenso Dieter Domke im zweiten Herreneinzel gegen David Jones, den er nach verlorenem ersten Satz mit 8:11, 11:2, 13:11 und 11:7 abblitzen ließ. Einen Krimi über fünf Sätze lieferten sich derweil Luka Wraber und Trittaus Ungar Gergely Krausz, der den BCB-Österreicher mit 9:11, 11:7, 6:11, 11:7 und 11:9 letztlich vorne sah. Somit musste nur das Damendoppel mit Herttrich und Olga Roj (geb. Konon) gegen Kilasu Ostermeyer und Fee Teng Liew beim 9:11, 4:11 und 14:15 einen Punkte abgeben.
Diesen Fauxpas sollte das BCB-Damenduo dann am Folgetag gegen Wittorf begradigen: Mit einem nie gefährdeten 11:8, 11:8, 11:2-Erfolg über Stine Küspert und Victoria Williams steuerten Herttrich/Roj den zweiten Punkt gegen die Gäste aus Neumünster bei. Zuvor hatten die Zuschauer im Herrendoppel eine nicht alltägliche und eigentlich unfassbare Szene zu sehen bekommen. Altmeister Michael Fuchs tauschte mitten im Ballwechsel seinen Schläger, weil die Bespannung gerissen war – das Ganze im Bruchteil einer Sekunde und zudem erfolgreich, denn nach dem Griff zum neuen Racket kehrte er blitzschnell ans Netz zurück und machte mit seinem Volley den Punkt. Am Ende siegten Fuchs und Seidel 11:7, 11:7 und 12:10 gegen Gregory Mairs und Bjarne Geiss. Seidel gewann später noch das Mixed mit Herttrich gegen Mairs/Williams glatt in drei Durchgängen mit 11:7 und zwei Mal 11:8. Zuvor hatten Käsbauer/Jille (9:11, 11:5, 11:4, 11:9 gegen Lucas Bednorsch/Vitaly Durkin), Luka Wraber (11:13, 11:5, 14:12 und 11:5 über Bednorsch) und Luise Heim mit ihrem Viersatzerfolg über Küspert, die sie 11:9, 8:11, 11:7, 11:6 bezwang, die Basis für die Optimal-Ausbeute von drei Zählern (bei 6:1 oder 7:0) gelegt. Dieter Domke lieferte sich daraufhin zum Abschluss eine regelrechte Badminton-Schlacht mit Rafal Hawel, aus der der 32-jährige BCB-Routinier schließlich unter großem Jubel mit 14:12, 7:11, 11:6, 6:11 und 15:14 als Sieger hervorging.
Das soll dann auch beim Final-Four-Turnier in knapp drei Wochen in Willich der Fall sein: Dort möchte der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim seinen Erfolg aus dem Vorjahr, als die Saarländer im Finale in eigener Halle mit einem 4:1-Erfolg über den TV Refrath ihren achten Mannschaftsmeistertitel einfahren konnten, unbedingt wiederholen. Nach dieser starken Bundesliga-Hauptrunde reist der BCB nicht nur als Titelverteidiger, sondern auch als großer Favorit nach Nordrhein-Westfalen. dbe

Mission Titelverteidigung biegt auf Zielgerade ein

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1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Primus 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim will Platz eins in den zwei finalen Heimspielen verteidigen und fiebert dem Final Four bereits entgegen
„Absichern und einspielen“ – das ist das Motto der Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim für den abschließenden Doppelauftritt in der Hauptrunde der 1. Bundesliga. Der amtierende Meister und Tabellenführer geht mit drei Zählern Vorsprung auf den Tabellenzweiten TV Refrath in seine letzten beiden Partien vor Heimpublikum, in denen am Samstag um 18 Uhr zunächst der TSV Trittau und tags darauf um 15 Uhr Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster warten. Seinen Vorsprung möchte sich der BCB zum Abschluss selbstredend nicht mehr nehmen lassen und die reguläre Bundesliga-Saison unbedingt als Tabellenerster abschließen. Zugleich richtet sich der Blick bei den Saarländern bereits verstärkt auf das Final-Four-Turnier um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft, das am 13. und 14. April in Willich in Nordrhein-Westfalen über die Bühne gehen wird. Dort peilt der BCB erneut den Titelgewinn an, die beiden abschließenden Bundesliga-Einsätze werden den Saarbrückern daher auch nochmal als letzter Gradmesser für das Unternehmen Titelverteidigung dienen.
Das Hinspiel beim TSV Trittau hatte der BCB im vergangenen November klar mit 6:1 für sich entschieden. Damals bestritt auch Joachim Persson zwei Partien für das gegnerische Team aus Schleswig-Holstein. Der 35-jährige Däne, der bis ins Juniorenalter für Deutschland startete, wurde nun am vergangenen Donnerstag vom Badminton-Weltverband BWF für 18 Monate aus dem Verkehr gezogen: wegen Beteiligung an Wett- und Spielmanipulationen. Persson habe „die Regeln im Kampf gegen illegale Sportwetten und Spielabsprachen verletzt“, heißt es in einer Darstellung des Weltverbands. Der Betroffene selbst, der wegen einer Verletzung aktuell gar nicht einsatzfähig ist, sieht sich zu Unrecht belangt. Persson gab an, er habe mit dem Wetten auf Badminton-Spiele aufgehört, seit das im Jahr 2016 für Badminton-Spieler generell verboten worden war. Im Hinspiel war er sowohl im Herrendoppel als auch im Herreneinzel eingesetzt worden. An der Seite von Matthew Carle unterlag er der Saarbrücker Paarung um Peter Käsbauer und Marvin Seidel mit 1:11, 8:11, 6:11. Im Einzel musste sich Persson seinerzeit dem Österreicher Luka Wraber in vier Sätzen beugen. Für seinen Verein Trittau geht es in den letzten beiden Partien zum einen darum, bei nur drei Zählern Vorsprung auf die beiden Schlusslichter der Liga die entscheidenden Schritte Richtung Klassenverbleib zu vollziehen. Zum anderen darf sich der vorletzte Bischmisheimer Gegner als Siebter bei nur zwei Punkten Rückstand auf Rang sechs auch noch leise Hoffnungen machen, den Einzug in die Playoff-Runde der Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs der Bundesliga-Hauptrunde zu schaffen. Diese vier Teams ermitteln nach der Saison über Kreuz die zwei weiteren Teilnehmer für das Final Four, für das die beiden Erstplatzierten der regulären Bundesliga-Runde direkt qualifiziert sind. Den sechsten Tabellenplatz belegt aktuell der SC Union Lüdinghausen, der zum Abschluss erst beim Tabellenfünften TSV Freystadt und dann noch beim Liga-Vorletzten SV Fun-Ball Dortelweil gastiert.
Nach dem Heimspiel gegen Trittau empfängt der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am Sonntag um 15 Uhr dann noch das aktuelle Schlusslicht Blau-Weiß Wittorf in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle. Die Gäste aus Neumünster rangieren mit 14 Zählern punktgleich mit dem SV Fun-Ball Dortelweil am Ende des Tableaus und brauchen zum Abschluss beim 1. BV Mülheim und dann in Saarbrücken dringend noch die Punkte gegen den Abstieg. Im Hinspiel hatte sich der BCB auswärts in Schleswig-Holstein mit 5:2 behauptet. Dabei setzte es im ersten Herrendoppel für Marvin Seidel und Johannes Schöttler eine überraschende Niederlage gegen Gregory Mairs und Vitaly Durkin, die Wittorf mit ihrem 14:12, 8:11, 7:11, 11:7 und 11:8-Erfolg einen von zwei Punkten bescherten. Den anderen holte Rafal Hawel im zweiten Einzel bei den Herren mit seinem Viersatzsieg über Bischmisheims Niederländer Ruben Jille, der mit 4:11, 5:11, 11:7 und 3:11 letztlich klar den Kürzeren zog. Darüber hinaus fiel in drei weiteren Partien erst im fünften Durchgang eine Entscheidung. Von daher dürfen sich die Gastgeber keinesfalls auf einen Selbstläufer einstellen. dbe

Sicherer 5:2-Erfolg in Wittorf

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Die erste Mannschaft von Refrath in Wittorf. Foto: Privat
Eine tolle Kulisse erwartete das Team des TV Refrath am Sonntag in Neumünster beim Aufsteiger Blau-Weiß Wittorf. Der TVR war bis auf Sam Magee in Bestbesetzung in den Norden gereist, um möglichst zwei Punkte einzufahren, wohl wissend, dass dies keine leichte Aufgabe werden würde.
Im Februar hatten an gleicher Stelle bereits Lüdinghausen und Wipperfeld bittere Niederlagen einstecken müssen, doch dies sollte dem TV Refrath nicht passieren. Im aus Sicht des Gastes schwersten Spiel der Begegnung, dem 1. Herrendoppel zeigten Jan Colin Völler und Nhat Nguyen, dass sie zu den allerbesten Spielern der 1.Liga gehören. Doch Durkin/Mairs kamen nach Satzrückstand zurück in die Begegnung und holten den Punkt für Wittorf. Parallel hatte das Damendoppel Nelte/Magee nichts anbrennen lassen und auch das 2. Herrendoppel mit Schwenger/Beck gab nur einen Satz ab. Dem 2:1 für Refrath folgten zwei 3:0 Siege in den Herreneinzeln, so dass anschließend nur noch die Höhe des Refrather Sieges ausgespielt werden musste.
Völker/Nelte harmonierten erneut ausgezeichnet und schlugen die englische Paarung auf der Gegenseite in fünf Durchgängen. Diese spielte auch Chloe Magee im Dameneinzel, doch am Ende fehlte die Durchschlagskraft gegen die aufopferungsvoll kämpfende Stine Küspert. Diese gewann verdient das Match und Refrath verpasste die sich zwischenzeitlich gebotene Chance auf einen „Dreier“.
Da jedoch auch der 1. BV Mülheim nur einen knappen Sieg davontragen konnte, behielt der TVR den Zweipunkteabstand vor dem