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Demonstration der Stärke im Bundesliga-Gipfel

Meister und Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim gewinnt das Topspiel gegen Union Lüdinghausen unerwartet klar mit 6:1

Das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen in der Badminton-Bundesliga lief am Ende weitaus weniger spannend als erwartet: Vielmehr wurde das Duell des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim  mit dem zuvor ebenfalls in fünf Partien siegreichen SC Union Lüdinghausen zur Demonstration der Stärke des amtierenden Meisters und Tabellenführers: Der BCB gewann das Spitzenspiel überraschend deutlich mit 6:1, auch wenn die Gäste personell gebeutelt und mit nicht in Bestform befindlichen Akteuren antrat. So fehlte die deutsche Nationalspielerin Yvonne Li wegen einer Fußverletzung, weshalb das erwartete Topspiel gegen Bischmisheims Neuzugang Luise Heim ausfiel. Die zweifache deutsche Einzelmeisterin Heim durfte ihr Können in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle letztlich aber kaum demonstrieren: Im Spiel gegen Lüdinghausens Eva Janssens gab ihre Gegnerin das Spiel vorzeitig auf. Auch das erste Herrendoppel von Peter Käsbauer und Ruben Jelle für den BCB gegen Josche Zurwonne und Kai Schäfer wurde nach dem 11:8 im ersten Satz von Gästeseite aufgegeben.

„Ein 6:1 hatten wir jetzt nicht unbedingt erwartet“, sagte Nationalspieler Marvin Seidel nach dem sechsten Bundesliga-Sieg im sechsten Saisonspiel: „Aber wir haben letztlich auch einfach gut performed“, ergänzte der 22-Jährige, der im gemischten Doppel mit Isabel Herttrich gegen seine internationale Mixed-Partnerin Linda Efler an der Seite von Jelle Maas in vier Sätzen mit 11:6, 9:11, 11:6 und 11:4 den sechsten Bischmisheimer Punkt und drei weitere Zähler für die Bundesliga-Tabelle sicherte. Mit 14 Punkten hat der BCB nun vier Zähler Vorsprung vor Lüdinghausen auf dem dritten Platz. Die beiden Erstplatzierten der regulären Saison qualifizieren sich direkt für das Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft. Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist auf einem guten Weg dorthin, aber auch Herttrich mahnt: „Es ist noch eine lange Saison.“ Und trotz des weiterhin dominanten Auftretens wird die Mission Titelverteidigung für die Saarbrücker mit Sicherheit kein Selbstläufer: „Speziell in den Play-Offs werden die Karten nochmal ganz neu gemischt“, weiß Herttrich. Die 26-Jährige siegte gegen Lüdinghausen auch mit Olga Konon im Damendoppel gegen Efler und Janssens mit 11:5, 7:11, 14:12 und 11:8.

Eine Überraschung gelang Luka Wraber im ersten Herreneinzel gegen den aktuellen deutschen Vizemeister im Einzel: Der Österreicher bezwang Schäfer, der in Saarbrücken allerdings immer noch von einer Krankheit geschwächt antrat, in fünf umkämpften Durchgängen mit 11:6, 8:11, 10:12, 11:2 und 11:9. Deutlich weniger Mühe hatten Michael Fuchs und Johannes Schöttler im zweiten Herrendoppel gegen Maas und Roman Zirnwald, die sich beim 11:2, 11:8, 12:10-Erfolg nur im dritten Satz mit größerem Widerstand konfrontiert sahen. Die einzige Niederlage des Tages erlitt erwartungsgemäß Jonas Scheller im Herreneinzel gegen den starken Niederländer Nick Fransman.

Nach dem Bundesliga-Topspiel gilt die volle Konzentration beim BCB dem internationalen Topturnier SaarLorLux Open, das ab dem morgigen Dienstag bis zum kommenden Sonntag in der Saarbrücker Saarlandhalle über die Bühne geht. Auch bei Seidel ist die Vorfreude bereits groß: „Es ist natürlich was ganz Besonderes, ein Heimturnier zu haben. Für mich als echten Saarländer ist das ein Traum. Ich habe früher als Kind immer dort zugeguckt. Von daher ist das einfach ein ganz besonderes Ergebnis“, fiebert er seinen Auftritten im Herrendoppel und Mixed entgegen. Peter Käsbauer vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist im Herrendoppel unterwegs, Isabel Herttrich im Damendoppel und im Mixed. Luise Heim und Simon Wang treten im Einzel an, mit Annika Horbach ist noch eine ehemalige Bischmisheimerin dabei. „Ich denke, unsere Chancen sind schon realistisch. Je nach Auslosung bestehen durchaus gute Chancen aufs Halbfinale oder Finale“, sagt Herttrich.

Das nächste Bundesliga-Spiel führt den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim dann am Samstag, den 10. November um 15 Uhr zum TSV Trittau, der mit vier Punkten (zwei Siege, vier Niederlagen) aktuell das Tabellenende ziert. Tags darauf steht die Partie bei Liga-Neuling Blau-Weiß Wittorf in Neumünster an. Das Team aus Schleswig-Holstein hat zwar alle sechs Bundesliga-Auftritte verloren, allerdings in fünf Begegnungen nur knapp mit 3:4 verloren und damit gepunktet.

dbe  

Mülheim erwartungsfroh am Sonntag gegen Lüdinghausen

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Gayle Mahulette spielt in der ersten Mannschaft von Mülheim. Foto: Volker Isbruch-Sufryd

Am Sonntag wird sich zeigen, wo der 1. BV Mülheim in der Bundesliga einzustufen ist. Nach dem starken Start mit den Erfolgen gegen den 1. BC Beuel und beim 1. BC Wipperfeld und dem damit verbundenen Sprung auf Platz 2 der Tabelle, erwartet man einen  der stärksten Gegner der Eliteliga. Teammanager Steffen Hohenberg spricht voller Achtung vom nächsten Gegner: „Den SC Union Lüdinghausen schätze ich in dieser Saison sehr, sehr stark ein. Für mich sind die Münsterländer ein klarer Top 2-Kandidat.”

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Lüdinghausen personell mit dem niederländischen Doppelspezialist Jelle Maas verstärkt. Zusammen mit dem Ex-Mülheimer Robin Tabeling bildet er auf internationalen Turnieren ein schlagkräftiges Doppel. Neben den Herrendoppeln, dürfte auch im Dameneinzel Lüdinghausen Favorit sein, wenn Yvonne Li auf Gayle Mahulette trifft. Auch wenn die bisherige Bilanz eindeutig für Li spricht, hat Hohenberg für Sonntag die Hoffnung, dass diesmal der Erfolg auf Mülheimer Seite liegen wird: „Leider gewinnt Yvonne regelmäßig gegen uns. Hoffentlich können wir das diesmal ändern.” Bessere Chancen sieht der BVM-Teammanager  da schon in den Herreneinzeln und im Damendoppel.

Auf Mülheimer Seite könnte der Einsatz von Adam Hall kritisch sein, da er momentan bei den Czech Open spielt und dort eine Teilnahme an den Endspielen nicht unwahrscheinlich ist. Die weiteren Spieler, die aktuell ebenfalls im tschechischen Brünn weilen, sollten rechtzeitig in Mülheim eintreffen. Dabei sein wird dann auch der 26-jährige Russe Konstantin Abramov, der sein Debüt im Trikot des 1. BV Mülheim feiern wird und im Herrendoppel, vielleicht auch im Mixed zusammen mit Johanna Goliszewski aufschlagen wird.

Auf ein sicherlich interessantes Spiel der beiden ungeschlagenen Teams dürfen sich die Besucher am Sonntag in der Innogy-Sporthalle freuen, wenn ab 16.00h die Federbälle fliegen.

Melanie Sufryd

Bischmisheim beginnt die Saison souverän mit Dreier

Für Titelverteidiger Bischmisheim beginnt die neue Saison wie die alte endete. Souverän landeten die Saarländer gegen Wipperfürth einen 7:0-Erfolg. Für eine Überraschung sorgte Dortelweil. Die Hessen bezwangen Trittau in eigener Halle mit 5:2. Aufsteiger Wittorf zeigte sich in Augenhöhe gegen Freystadt, verlor jedoch knapp mit 3:4 das erste Spiel in der 1. Bundesliga, konnte aber einen Punkt auf ihr Konto buchen. Ebenfalls knapp ging es auch in Mülheim zu. Die Gastgeber gewann 4:3 gegen Beuel. Mit dem gleichen Ergebnis fuhr Lüdinghausen seinen ersten Sieg gegen Refrath ein.

Hier gibt es die Ergebnisse und die Tabelle:

http://web156.webbox239.server-home.org/lmo2/lmo.php?action=results&tabtype=0&file=//1bl_2018_2019.l98&st=1

BCB bucht souverän als Klassenprimus ihr Final-Four-Ticket

Bundesliga-Spitzenreiter macht im drittletzten Hauptrundenspiel mit dem 5:2 über Union Lüdinghausen die Teilnahme am Endturnier in eigener Halle klar

Die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim waren gewarnt. Mit einem 6:1-Erfolg über den Bundesliga-Zweiten 1. BC Beuel hatte der SC Union Lüdinghausen vor dem Spitzenspiel am Sonntag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle beste Eigenwerbung betrieben. Die Gäste schienen ein ernsthafter Kandidat zu sein, um den Siegeszug des Tabellenführers durch die Bundesliga zu stoppen. Doch davon waren die Nordrhein-Westfalen letztlich recht weit entfernt: Mit 5:2 holte sich der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim seinen 16. Sieg im 16. Hauptrundenspiel und machte damit vor den zwei verbleibenden Begegnungen, dem letzten Heimauftritt der regulären Saison am Samstag, den 24. März gegen den weiterhin ärgsten Verfolger Beuel (17 Uhr) sowie dem tags darauf anstehenden Gastspiel beim Ligadritten 1. BV Mülheim (15 Uhr), alles klar in Sachen Final-Four-Turnier in eigener Halle.

„Wir waren im Vorfeld relativ skeptisch, weil viele von uns krankheitsbedingt ein bisschen angeschlagen waren und wir ja sowieso ein paar längerfristige Ausfälle haben“, gestand Bischmisheims Doppel-Spezialist Marvin Seidel, um dann das Erfreuliche nachzuschieben:

„Aber wir haben es gut gemacht. Alle Spiele, die wir gewinnen konnten, haben wir auch gewonnen.“ Gegen den Tabellenvierten Lüdinghausen mussten die Gastgeber ohne Fabian Roth, Luka Wraber und Dieter Domke vor allem Engpässe im Herreneinzel in Kauf nehmen – und gaben dort durch die Niederlagen von Simon Wang gegen Nationalspieler Kai Schäfer (6:11, 3:11, 11:9, 4:11) und Matthias Deininger gegen den Holländer Nick Fransman (2:11, 6:11, 12:10, 11:13) die einzigen Punkte ab. Mit jetzt 37 Punkten hat der BCB zudem die Hauptrunden-Meisterschaft bereits sicher. „Unsere Bilanz ohne Niederlage kommt ziemlich unerwartet. Wir müssen das mit Blick auf den Endspurt auch mit Vorsicht genießen und jedes Spiel aufs Neue hochkonzentriert angehen. Wir freuen uns über die Finalteilnahme, aber gerade da kann alles passieren“, erläuterte Seidel.

Der 22-Jährige gewann sein Herrendoppel mit Johannes Schöttler souverän: 11:7, 11:5, 11:8 gegen Robert Zirnwald und Robert Blair. Überhaupt waren die männlichen Duos eine Bank, denn auch Ruben Jille und Michael Fuchs bezwangen Schäfer und Josche Zurwonne glatt in drei Durchgängen mit 11:5, 11:3, 14:12. Einen Dreisatzerfolg verbuchte zudem das BCB-Damendoppel Isabel Herttrich und Olga Konon. Sie schlugen Yvonne Li und Eva Janssens 11:6, 11:9 und 11:7. Herttrich und Jille steuerten im Mixed gegen Zurwonne/Janssens (11:4, 7:11, 11:6, 11:6) einen weiteren Punkt bei, der fünfte ging auf das Konto von Natalia Perminova, die wie schon beim 5:2-Auswärtssieg in Lüdinghausen aus einem engen Match gegen Yvonne Li nach fünf Durchgängen erneut als Siegerin hervorging.

Am Sonntag legte die 26-jährige Russin gegenüber dem 1:2-Satzrückstand im Hinspiel ihrerseits stark vor, gewann die ersten beiden Durchgänge mit 12:10 und 11:5, ehe Perminova nach dem 2:2-Satzausgleich durch Li hinten raus Nervenstärke bewies und schließlich 11:9 gewann. In drei Wochen bestreitet der BCB dann sein letztes Heimspiel, um dann am 5. und 6. Mai zum Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft wieder in der Joachim-Deckarm-Halle anzutreten. Ab dem morgigen Dienstag geht es für zwei Akteure des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Sporthalle in Mülheim an der Ruhr zur Sache. Dort finden bis zum kommenden Sonntag die German Open im Badminton statt.

Im gemischten Doppel bekommen es Isabel Herttrich und Mark Lamsfuß (Wipperfeld) nach dem Turniersieg bei den Swiss Open am Dienstagabend gleich mit dem topgesetzten Hong-Kong-Duo Tse Ying Suet/Tang Chun Man zu tun. Seidel trifft mit seiner Partnerin Linda Efler (Lüdinghausen) auf die Engländer Lauren Smith und Marcus Ellis, gegen die sie in Basel im Viertelfinale ausgeschieden waren. „Linda war genau wie ich zuletzt krank. Von daher werden wir das Ganze relativ entspannt und nicht mit zu hohen Erwartungen angehen“, sagt Seidel, der im Doppel mit Lamsfuß auf die Taiwanesen Liao Min Chun und Su Ching Heng trifft: „Wir haben zwar bisher nicht gegen sie gewonnen, bewegen uns aber auf ähnlichem Niveau. Vielleicht klappt es auf heimischem Boden.“ Im Damendoppel spielen die Deutschen Meister Herttrich und Carla Nelte (TV Refrath) in Runde eins gegen die Niederländerinnen Selena Piek/Cheryl Seinen. BCB-Neuzugang Fabian Roth, der im Vorjahr das Achtelfinale erreicht hatte, sagte kurzfristig ab: „Ich kann leider wegen meiner Rückenprobleme nicht starten“, so Roth, der sich durch die Reha quält: „Ich muss mir die Zeit nehmen und Geduld haben, um frei von Beschwerden zu sein.“ Und um dem BCB dann vielleicht beim Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft wieder helfen zu können.

dbe

Bundesliga-Primus kann Final-Four-Ticket klarmachen

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Bischmisheim will gegen Lüdinghausen siegen

Bundesliga-Primus kann im drittletzten Hauptrundenspiel Final-Four-Ticket klarmachen – Doch Vorsicht: Gegner Lüdinghausen schielt noch auf Rang zwei

Drei Wochen nach dem letzten Bundesliga-Auftritt möchten die Badminton-Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim die letzten kleinen Zweifel ausräumen – und im Heimspiel an diesem Sonntag um 14 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle das Ticket für das Final-Four-Turnier an Ort und Stelle um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bereits im drittletzten Spiel der regulären Saison unter Dach und Fach bringen.

Mit dem SC Union Lüdinghausen wartet dann ein unbequemer Gegner auf den souveränen Spitzenreiter, der das Bundesliga-Ranking mit 15 Siegen aus 15 Spielen und 35 Punkten anführt. Dem BCB reicht, bei acht Punkten Vorsprung auf Rang drei, aufgrund des starken Spielverhältnisses von 75:30 theoretisch schon ein Zähler fürs Erreichen des „Final Four“. Allerdings: Die Gäste aus Nordrhein-Westfalen rechnen sich als aktueller Tabellenvierter selbst noch Chancen auf eine direkte Qualifikation für das Endturnier um den „Riegel-Pokal“ am 5. und 6. Mai aus, für dessen Ausrichtung der BCB vom Deutschen Badminton Verband den Zuschlag erhalten hat. Die zwei Erstplatzierten der Bundesliga-Hauptrunde sind für das Finale um den Titel gesetzt, die Teams auf den Plätzen drei bis sechs ermitteln die beiden übrigen Teilnehmer für das Final Four in Saarbrücken. Mit 27 Punkten liegt Lüdinghausen nur drei Zähler hinter dem 1. BC Beuel, den der SC Union am vergangenen Dienstag im Heimspiel mit 6:1 wieder zurück auf die Heimreise schickte, und hat, bei Punktgleichheit mit dem drittplatzierten 1. BV Mülheim, zudem eine Partie weniger absolviert als der bereits 16 Mal im Einsatz gewesene letzte Gegner.

„Wir wollen natürlich gewinnen, wissen aber auch, dass Lüdinghausen sehr gut drauf ist. Das hat der klare Sieg gegen Bonn am vergangenen Dienstag gezeigt“, sagt Isabel Herttrich.

Was für den Bundesliga-Gegner gilt, trifft aber auch auf die 25-jährige Doppelspezialistin zu. Vor Wochenfrist gewann sie mit Partner Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld) den Mixed-Titel bei den Swiss Open in Basel und kletterte mit diesem Erfolg auf Rang 19 der Badminton-Weltrangliste für gemischte Paare. Zuvor hatte sich Herttrich mit den deutschen Damen bei der Team-Europameisterschaft im russischen Kasan die Silbermedaille gesichert – für sie persönlich ein großer Erfolg: „Das war eine super Woche für uns. Ich hätte das so nicht erwartet. Wir wussten, dass wir das Potenzial haben, aber es lief dann wirklich sehr gut. Mit Silber bin ich sehr zufrieden – das hatte ich bisher ja noch nicht“, sagte Herttrich, nachdem im Finale mal wieder Dänemark die Nase vorne hatte: „Die sind einfach noch ein Tick zu stark.“ Das galt auch bei den Herren, wo Peter Käsbauer und Marvin Seidel mit dem deutschen Team Bronze gewannen.

Zu stark war der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in dieser Saison bisher für die Gegner in der Bundesliga. Allerdings erwartet BCB-Akteur Johannes Schöttler gegen Lüdinghausen einen diesmal knapperen Ausgang als beim 5:2 im Hinspiel. „Lüdinghausen war eigentlich immer ein unangenehmer Gegner und ist unbestritten eines der Topteams der Liga. Wir sind zum Glück in einer komfortablen Situation, was die Tabelle angeht. Es wird mit Sicherheit ein sehr enges und interessantes Spiel. Vom Hinspiel dürfen wir uns da nicht blenden lassen“, sagt Schöttler, der wegen einer Rückenverletzung noch um seinen Einsatz bangt.

Das gilt auch für andere Athleten des BCB, vor allem die Herren sind von Krankheit und sonstigen Wehwehchen etwas stärker betroffen: „Mal schauen, wer von den Männern alles rechtzeitig fit wird. Wir Mädels sind allerdings alle fit“, berichtet Herttrich, die im Damendoppel mit Nationalmannschaftskollegin Olga Konon eine Bank sein wird. Wer von den beiden Mixed spielen werde, entscheide sich kurzfristig, so Herttrich. Im Dameneinzel steht die Russin Natalia Perminova bereit, die im Hinspiel die deutsche Nationalspielerin Yvonne Li nach 1:2-Satzrückstand noch in fünfen bezwang. Neben Li dürfte Lüdinghausen im Topspiel in Saarbrücken auch auf die ebenfalls für Deutschland in Kasan mitmischenden Linda Efler, Josche Zurwonne und Kai Schäfer vertrauen – davon jedenfalls ist Herttrich überzeugt: „Ich rechne fest damit, dass sie alle Nationalspieler an Bord haben werden. Ein 5:2 wie im Hinspiel würde ich sofort unterschreiben. Aber ich denke, dass es diesmal ein ganz knappes Spiel wird.“ Auch Schöttler ist sich sicher, dass die Zuschauer in Sachen Spannung nicht zu kurz kommen: „Jedes einzelne Match wird da extrem umkämpft sein.“

dbe

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Rückschlag für Beuels Erste im Play-off Rennen

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Luise Heim unterlag im Einzel gegen Yvonne Li.

Die erste Mannschaft des 1. BC Beuel hat im Rennen um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs einen herben Rückschlag erlitten. Beim SC Union Lüdinghausen verlor die Erste am Dienstagabend 1:6.

Damit sind die Gelb-Schwarzen zwar vorübergehend weiterhin Tabellenzweiter, haben ihren Vorsprung auf die Verfolger aber weitgehend eingebüßt.

Das Abendspiel startete für die Gelb-Schwarzen ordentlich. Max Weißkirchen und Peter Briggs gewannen das 1. Herrendoppel gegen Roman Zirnwald und Robert Blair 11:6, 11:3, 6:11, 11:7. Parallel verloren Lisa Kaminski und Hannah Pohl das Damendoppel gegen Linda Efler und Eva Janssens 7:11, 11:5, 8:11, 9:11.

Im weiteren Verlauf entwickelten sich die Partie komplett spiegelbildlich zum 7:0-Erfolg im Hinspiel. Marc Zwiebler und Daniel Hess unterlagen im 2. Herrendoppel gegen Kai Schäfer und Nick Fransman 4:11, 8:11, 11:6, 5:11. Luise Heim verlor das Dameneinzel in fünf Sätzen gegen Yvonne Li 5:11, 6:11, 11:7 11:7, 4:11.

Auch Peter Briggs und Hannah Pohl fanden im Mixed nicht zu ihrem Spiel und hatten gegen Roman Zirnwald und Linda Efler beim 4:11, 7:11, 9:11 nur bedingt etwas entgegen zu setzen. Marc Zwiebler musste anschließend das 1. Herreneinzel gegen Kai Schäfer sogar mit Achillessehnenproblemen aufgeben. Und auch im letzten Spiel des Tages, dem 2. Herreneinzel, hatte Max Weißkirchen gegen Nick Fransman mit 9:11, 13:11, 6:11, 7:11 das Nachsehen.

Für die Erste kann der Blick nun nur nach vorne gehen, auf die letzten zwei Spieltage der Hauptrunde. Am 24. März geht die Reise zunächst zum 1. BC Bischmisheim, bevor der Abschluss der Hauptrunde am Sonntag, den 25. März in der Erwin-Kranz-Halle gegen den TV Refrath stattfindet.

Andreas Kruse

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Beuels Erste fährt nach Lüdinghausen und will Tabellenzweiter bleiben

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Beuel will nach dem kommenden Dienstag-Spiel den zweiten Rang behalten.Im Bild:Peter Briggs.

Die erste Mannschaft des 1. BC Beuel biegt am kommenden Dienstag in der Badminton-Bundesliga auf die Zielgerade der Hauptrunde. Drei Spieltage vor Schluss, am 16. Spieltag, reisen die Gelb-Schwarzen zum SC Union Lüdinghausen ins Münsterland.

Sowohl der BC als aktueller Tabellenzweiter, als auch der SC Union Lüdinghausen als Vierter haben die Play-off-Qualifikation bereits geschafft. Doch jetzt kommt es darauf an, sich eine möglichst gute Ausgangsposition zu verschaffen. Zur Erinnerung: Die ersten beiden ziehen direkt in das Final Four am ersten Mai- Wochenende ein. Die verbliebenen zwei Plätze werden in zwei Viertelfinalbegegnungen ermittelt. Der Dritte spielt gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften, wobei der jeweils höher Platzierte Heimrecht hat.

Bischmisheim führt mit 35 Punkten unangefochten die Tabelle an. Der BC hat mit 30 Punkten momentan drei Punkte Vorsprung auf den Dritten aus Mülheim (27 Punkte). Lüdinghausen ist mit 24 Punkten Vierter, hat allerdings ein Spiel weniger ausgetragen. Punktgleich Fünfter ist der TSV Trittau. Der TV Refrath steht, auch mit einem Spiel weniger, mit 18 Punkten etwas abgeschlagen auf dem sechsten Rang.

Für Beuels Teammanager ist die Marschrichtung klar – der zweite Platz soll her: „Ein Sieg gegen Lüdinghausen wäre wichtig, um den Vorsprung auf Platz drei in die letzten beiden Spiele mitzunehmen. Trittau und Lüdinghausen haben im Vergleich zu uns das leichtere Restprogramm.“

Auch, dass seine Mannschaft das Hinspiel mit 7:0 gewann, will Schneider nicht überbewerten: „Die Partie fand unter besonderen Umständen statt, Josche Zurwonne fehlte bei Lüdinghausen und einige Spiele waren sehr knapp. Lüdinghausen ist eine heimstarke Mannschaft und unangenehm zu spielen.“

Andreas Kruse

Mehr über den BC Beuel gibt es hier:

Webseite des BC Beuel

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Trittau und Bischmisheim erspielen an Fasching je drei Punkte

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Wipperfeld strotzt Lüdinghausen einen Sieg ab

Am Faschingssamstag wurde der 14. Spieltag der 1. Bundesliga komplettiert. Wipperfeld egalisierte dabei die Vorrunden-Niederlage gegen Lüdinghausen. In eigener Halle gab es dabei einen 4:3-Erfolg. Bester Spieler war Likka Heino. Der Finne siegte im Einzel und mit dem frisch gebackenen Deutschen Meister im Herrendoppel. Auch Jenny Nyström steuere zwei Siege bei: Im Doppel mit Ya Lan Chang und im Mixed an der Seite von Jones Ralfy Jansen.

Der Tabellenletzte Neuhausen hatte gegen den Tabellenführer Bischmisheim kaum eine Chance. Obwohl die Einzelergebnisse bei der 1:6-Niederlage davon zeugen, dass die Begegnung nicht so eindeutig verlief. Zwei Fünfsatz-Spiele im 1. Herreneinzel und im zweiten Herrendoppel hätten auch anders ausgehen können. Den Ehrenpunkt holte im Dameneinzel Natalya Voytsekh.

In den hohen Norden musste Dortelweil. Gleich zu Beginn fiel in Trittau der Ehrenpunkt im ersten Herrendoppel durch Andreas Heinz und Daniel Benz. Danach gab es zwar auch noch zwei umkämpfte Fünfsatz-Spiele,  zum Schluß war jedoch die 1:6-Niederlage besiegelt.

Hier gibt es die Ergebnisse und die Tabelle:

http://web156.webbox239.server-home.org/lmo2/lmo.php?action=results&tabtype=0&file=/1bundesliga_2017_2018.l98&st=16

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Gemischte Gefühle bei Refrath trotz weiterer drei Punkte

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Nhat Nguyen (TV Refrath)

Am vierten und fünften Januarspieltag wollte der TV Refrath den guten Trend der letzten Matches unbedingt fortsetzen. Doch das krankheitsbedingte Fehlen von Lars Schänzler und Sam Magee dämpfte die Erwartungen im Vorfeld gewaltig. Dass dennoch am Ende drei Punkte auf der Habenseite stehen, liest sich zwar zufriedenstellend, lässt aber einen Sprung auf den dritten und vierten Tabellenplatz in weite Ferne rücken.

„Wir haben aber auch wirklich Pech in dieser Saison, ständig ist irgendetwas“

Denis Nyenhuis bringt es auf den Punkt: „Wir haben aber auch wirklich Pech in dieser Saison, ständig ist irgendetwas“. In der Tat muss der TVR vor fast jedem Spiel die geplante Aufstellung ändern und auf einen oder mehr Leistungsträger verzichten. So kam es im nach Bonn verlegten Heimspiel gegen den TSV Freystadt zwar zu einem sehr erfreulichen 6:1, am Sonntag folgte jedoch ein eher enttäuschendes 2:5 in Lüdinghausen.

Am Samstag spielte der TVR planmäßig auch noch ohne Chloe Magee, doch dieses Risiko wurde belohnt: Ersatzspielerin Elin Svensson gewann ihre beiden Matches und trug dadurch maßgeblich dazu bei, dass ihr Team zu einem „Dreier“ kam. Die beiden jungen Iren Nhat Nguyen (17) und Joshua Magee (23) holten weitere drei Zähler und auch das Doppel mit Raphael Beck und Jan Colin Völker wusste vollends zu überzeugen.

Im abschließenden Mixed konnten Carla Nelte und Max Schwenger leider nach einem 2:0 Satzvorsprung nicht ihren zweiten Tagessieg verbuchen, so dass Freystadt zu einem Ehrenpunkt kam.

Tags drauf in Lüdinghausen verzichtete man auf Jan Colin Völker, der mit dem zweiten Team nach Hamburg reiste. Nhat Nguyen rutschte an der Seite von Joshua Magee ins 2. Doppel und unterlag dort nach starker gemeinsamer Leistung erst im fünften Satz. Mit nahezu dem gleichen Ergebnis verloren auch Raphael Beck und Max Schwenger im 1. Herrendoppel, während die Damen Carla Nelte und Chloe Magee einen souveränen Sieg verbuchen konnten.

Heinz Kelzenbergs Optimismus, etwas Zählbares aus Lüdinghausen mitzunehmen, schrumpfte zusehens: „Wenn es dann 1:2 statt 2:1 oder sogar 3:0 steht, wird es vor dem tollen Heimpublikum halt eng“. Dennoch war er mit den anschließend gezeigten Leistungen seines Teams sehr zufrieden.

Zunächst kämpfte Chloe Magee nach gewonnenem ersten Satz vergeblich und unterlag mit etwas Pech einer gut aufgelegten Yvonne Li. Nhat Nguyen spielte anschließend ein sehr starkes Einzel und gewann gegen Kai Schäfer in vier Sätzen. Leider fanden wie am Vortag auch diesmal Carla Nelte und Max Schwenger nicht zu ihrer Form und verloren ihr Mixed. Damit war der Heimsieg von Union bereits in trockenen Tüchern.

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Joshua Magee begeisterte anschließend noch in einem sehr kampf- und spielstarken Einzel, konnte jedoch nicht zum 3:4 vollenden, so dass sein Team ohne zählbares Ergebnis mit 2:5 nach Hause fahren musste.

Heinz Kelzenberg: „Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits ist so ein Ergebnis natürlich enttäuschend, andererseits haben wir gezeigt, dass wir hier ohne zwei Leistungsträger sogar hätten gewinnen können. Ich weiß, dass wir in dieser Saison noch etwas bewegen können und freue mich schon jetzt auf das Playoff-Viertelfinale, wenn auch leider wohl auswärts“.

Besonders zufrieden zeigte er sich am Wochenende mit seinen jungen Spielern: „Nhat Nguyen, Joshua Magee und Jan Colin Völker haben mich absolut überzeugt. Sie haben stark gespielt und sich als Persönlichkeiten optimal eingebracht. Das ist mir wichtiger als ein einzelner Sieg und macht mich optimistisch für die Zukunft“.

Alle freuen sich jetzt auf vier Wochen Bundesligapause bevor es am Dienstag, den 27.2. gegen den TSV Trittau mit einem Heimspiel weitergeht“.

Mit Blick auf die Tabelle scheint es realistisch, dass der TV Refrath die Saison als Sechster beenden wird und darauf wartet, wer als Dritter der Playoffgegner sein wird.

Mehr Informationenn zum TV Refrath gibt es hier:

TV Refrath

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Doppelspieltag für Refrath gegen Freystadt und Lüdinghausen

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Lars Schänzler ist auch wieder in der ersten Mannschaft des TV Refrath an Bord. Foto: Axel Randow

Nach den beiden sehr guten Ergebnissen vom vergangenen Wochenende stehen in wenigen Tagen bereits die nächsten Aufgaben für den TV Refrath in der 1. Bundesliga an. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am kommenden Wochenende geht es direkt in der Bundesliga weiter mit einem Doppelspieltag.

Am Samstag kommt es zu einem „Heimspiel“ in Bonn-Beuel (Erwin Kranz Halle, Limpericher Str. 141, 53225 Bonn-Beuel), wo um 14 Uhr der TSV Freystadt gegenübersteht. Notwendig wurde dieser Ortswechsel wegen der gleichzeitig in Refrath stattfindenden Westdeutschen Meisterschaften im Tischtennis. Der Spieltag war kurzfristig anders terminiert worden und sollte zunächst an Karneval stattfinden. Heinz Kelzenberg: „Durch die Verlegung einiger Grand Prix Turniere änderte sich damals auf einmal der Bundesligaspielplan. Vielen Dank an unsere Freunde aus Beuel für diese kurzfristige Hilfe“.

Mit dem TSV Freystadt kommt ein Team aus der unteren Region der Tabelle, das jedoch keinesfalls zu unterschätzen sein wird, denn für die Bayern zählt jeder Punkt. So ist man im Trainerteam des TV Refrath auch froh, eine starke Mannschaft aufbieten zu können, damit nichts „anbrennt“. Kelzenberg: „Wir hoffen, dass Sam Magee am Wochenende wieder spielen kann, sind aber sehr zuversichtlich. Lars Schänzler ist jedenfalls wieder an Bord“.

Am Sonntag wartet dann die noch schwerere Aufgabe, wenn um 14 Uhr beim SC Union 08 Lüdinghausen aufgeschlagen wird. Das Team konnte in den letzten beiden Partien jeweils „Dreier“ einfahren und ist gut drauf. Aber auch der TV Refrath geht gut gerüstet in diese schwere Aufgabe und wird in Bestbesetzung alle Chancen haben, einen oder mehrere Punkte mit nach Hause zu nehmen.

 

Mehr über den TV Refrath gibt es hier:

TV Refrath

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