Kategorie: 1. Bundesliga

Zweitligasaison 2019/2020 vorzeitig beendet

die-mitglieder-des-dbv-praesidium-stellen-sich-der-fotografin-foto-claudia-pauli
Die Mitglieder des DBV-Präsidium stellen sich der Fotografin. Foto: Claudia Pauli
Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch der Erstligaspielzeit 2019/2020 fällt am 16. Mai 2020 Die Saison 2019/2020 in den beiden 2. Badminton-Bundesligen wird vorzeitig beendet: Die noch ausstehenden Spieltage 17 und 18, die ursprünglich auf den 14. und den 15. März 2020 terminiert waren, werden nicht nachgeholt. Diese Entscheidung traf das Präsidium des Deutschen BadmintonVerbandes (DBV) am 17. April 2020 angesichts der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und auf Empfehlung des Ausschusses für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) im DBV. Der Saisonabbruch wurde dabei rückwirkend zum 13. März 2020 erklärt.
An jenem Tag war der Spielbetrieb des DBV seitens des DBV-Präsidiums – zunächst – bis zum 31. Mai 2020 ausgesetzt worden. Die Prüfung, inwieweit die Wettbewerbe, die ursprünglich im betreffenden Zeitraum stattfinden sollten, nachgeholt werden können, wurde den jeweils verantwortlichen Gremien – wie dem AfBL – überlassen.
  • Bundesliga Nord und Süd: 2020/2021 ausnahmsweise mit jeweils elf Vereinen
Gleichzeitig folgte das DBV-Präsidium am 17. April 2020 dem Vorschlag des AfBL, wonach es 2019/2020 aufgrund der besonderen Umstände ausnahmsweise keine Absteiger aus den zweithöchsten deutschen Spielklassen geben solle und dennoch die berechtigten Vereine aus den Regionalligen hochrücken dürfen. Dazu werden die beiden 2. Bundesligen in der nächsten Saison einmalig auf jeweils elf Vereine in der Nord- und in der Süd-Staffel aufgestockt. „Durch diese Entscheidung haben die betreffenden Vereine, aber auch die vier Gruppen im DBV, nun Planungssicherheit für die neue Spielzeit“, so DBV-Präsident Thomas Born.
Entsprechend treten in der 2. Bundesliga Nord in der Saison 2020/2021 alle Mannschaften an, die bereits 2019/2020 der Liga angehörten – mit Ausnahme des BV Wesel Rot-Weiss (BadmintonLandesverband Nordrhein-Westfalen), der im Februar 2020 bekannt gegeben hatte, dass er sich zur nächsten Spielzeit aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse zurückziehen wird. Ergänzt wird die Nord-Staffel um je einen Aufsteiger aus den Regionalligen Nord und West.
Die 2. Bundesliga Süd bilden in der neuen Saison alle Vereine, die schon 2019/2020 in dieser Liga aufschlugen – ausgenommen die SG Schorndorf (Badminton-Landesverband Baden-Württemberg) und der SV GutsMuths Jena (Badminton-Landesverband Thüringen), die 2020/2021 erstmalig in ihrer Vereinsgeschichte in der 1. Bundesliga aktiv sein werden. Hinzu kommen in der 2. Bundesliga Süd zwei Aufsteiger aus der Regionalliga Mitte und ein Aufsteiger aus der Regionalliga SüdOst.
Die Zusammensetzung der 2. Bundesliga Nord in der Saison 2020/2021 (11 Mannschaften) TV Refrath II
BC Hohenlimburg STC Blau-Weiss Solingen TSV Trittau II 1. BV Mülheim 1. BC Beuel II Hamburg-Horner TV H SG EBT Berlin SV Berliner Brauereien VfB/SC Peine Niedersachsen CfB Köln
Die Zusammensetzung der 2. Bundesliga Süd in der Saison 2020/2021 (11 Mannschaften)
  1. BC SaarbrückenBischmisheim II
  2. TV Marktheidenfeld
  3. SV Fun-Ball Dortelweil
  4. TSV Neubiberg/Ottobrunn
  5. BC Offenburg
  6. TV Hofheim
  7. SV Fischbach
  8. BC RemagenT
  9. TuS Schwanheim
  10. TuS Neuhofen
  11. TuS Geretsried Bayern Regionalliga SüdOst: Platz 1
Dabei geben der CfB Köln (Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen), die TuS Schwanheim (Badminton-Landesverband Hessen) und die TuS Neuhofen (Badminton-Landesverband Rheinhessen-Pfalz) in der Spielzeit 2020/2021 ihr Debüt in der 2. Bundesliga.
  1. Bundesliga: Zusammensetzung für 2020/2021 ebenfalls bereits klar
Im Zusammenhang mit der 1. Bundesliga hingegen vertagte das DBV-Präsidium die Entscheidung über die Fortsetzung oder den Abbruch der Saison 2019/2020 auf den 16. Mai 2020. Nachgeholt werden müssten sowohl die Spieltage 17 und 18 im Rahmen der Punktspielrunde (ursprünglich terminiert auf den 13./14. und den 15. März 2020) als auch die Play-off-Viertelfinalpartien (ursprünglich zur Austragung vorgesehen im Zeitraum 14. bis 18. April 2020) und das Final-Four um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft (ursprünglich terminiert auf den 9./10. Mai 2020).
„Aus unserer Sicht ist es von großer sportlicher Bedeutung, in jedem Jahr einen Deutschen Meister zu küren. Auch die Badmintonfans wünschen sich dies. Momentan ist nicht abzusehen, ob die einst für die Monate März, April und Mai vorgesehenen Begegnungen noch nachgeholt werden können – und, falls dies möglich erscheint, in welcher Form. Wir erhoffen uns Mitte Mai mehr Klarheit darüber“, erläuterte DBV-Präsident Thomas Born die Beweggründe des Präsidiums.
Unabhängig davon, wie die Entscheidung des Führungsgremiums letztlich ausfällt, steht die Zusammensetzung der 1. Bundesliga in der Spielzeit 2020/2021 bereits fest: Da mit dem TSV Freystadt (Badminton-Landesverband Bayern) und dem Deutschen Rekordmannschaftsmeister 1. BV Mülheim (13 Titelgewinne in den Jahren 1968 bis 1980; Badminton-Landesverband NordrheinWestfalen) bereits im Februar bzw. März 2020 zwei Erstligavereine mitgeteilt hatten, dass sie in der Saison 2020/2021 nicht erneut im Badminton-Oberhaus antreten wollen, werden darin zwei Plätze frei, sodass es 2019/2020 keinen Absteiger aus der 1. Bundesliga gibt und zusätzlich zwei bisherige Zweitligavereine zur neuen Spielzeit in die Eliteklasse hochrücken können.
Die Zusammensetzung der 1. Bundesliga in der Saison 2020/2021 (10 Mannschaften)
  1. BC SaarbrückenBischmisheim I
  2. TV Refrath I
  3. Blau-Weiss Wittorf
  4. 1. BC Wipperfeld
  5. SC Union Lüdinghausen
  6. TSV Trittau I
  7. 1. BC Beuel I
  8. TSV NeuhausenNymphenburg
  9. SG Schorndorf
  10. SV GutsMuths Jena Thüringen 2. Bundesliga Süd: Platz 4
1./2. Bundesliga: Saisonstart für den 3. Oktober 2020 geplant Sowohl in der 1. Badminton-Bundesliga als auch in den beiden 2. Bundesligen soll der 1. Spieltag im Rahmen der Saison 2020/2021 – nach aktuellem Stand – am 3. Oktober 2020 ausgetragen werden. Die nächste Spielzeit ist die erste, die organisatorisch unter dem Dach des Deutschen Badminton-Ligaverbandes (DBLV) ablaufen wird. Beim DBLV handelt es sich um die juristisch selbstständige Organisation der Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. Bundesliga und der beiden 2. Bundesligen.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Bischmisheim peilt den Hauptrunden-Titel an

1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim empfängt zum Abschluss der regulären Saison den TSV Trittau und Blau-Weiß Wittorf.
Im Gegensatz zu vielen anderen Sportveranstaltungen wird der letzte Doppelspieltag in der Badminton-Bundesliga trotz der Gefahr rund um das Coronavirus nach derzeitigem Stand ohne Einschränkungen über die Bühne gehen. Arno Schley, Vorsitzender im Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) und Präsident des Deutschen Badminton-Ligaverbands (DBLV), gab am Mittwoch an, dass von einer Absage von Bundesligaspielen am kommenden Wochenende derzeit nichts bekannt sei. Wobei die Verantwortung in letzter Instanz aber natürlich bei den jeweiligen Behörden vor Ort liege.
Auf den amtierenden Meister und Tabellenführer 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim warten am Wochenende demnach die letzten beiden Hauptrunden-Auftritte, jeweils vor Heimpublikum. Am Samstag empfängt der BCB ab 18 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle den TSV Trittau, der als Tabellensechster aktuell das letzte Ticket für die Playoff-Runde der Teams auf den Bundesliga-Plätzen drei bis sechs hält. Die Schleswig-Holsteiner liegen zwei Punkte vor dem 1.BV Mülheim, der seine Mannschaft nach der Saison aus der 1. Bundesliga zurückziehen wird, und vier Zähler vor dem 1.BC Beuel auf dem achten Platz. Um die Teilnahme an den Playoffs abzusichern, würde Trittau ein Überraschungscoup bei den längst für das Final-Four-Endturnier (9./10. Mai) qualifizierten Bischmisheimern gut zu Gesicht stehen. Der zweifache Titelverteidiger wird allerdings etwas dagegen haben, schließlich möchte der BCB seinen ersten Tabellenplatz auch nach dem abschließenden Doppelspieltag weiter behalten. Bei 35 Punkten und damit drei Zählern Vorsprung auf den TV Refrath könnten die Saarländer bereits mit einem Sieg am Samstag alles klarmachen, sofern Refrath im parallel stattfindenden Heimspiel gegen den Tabellendritten Blau-Weiß Wittorf entsprechend „mitspielt“.
Am Sonntag erwartet der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim dann zum Abschluss der regulären Saison ab 15 Uhr seinerseits Wittorf-Neumünster und damit den vorherigen Verein von BCB-Neuzugang Stine Küspert. Die 20-jährige Nationalspielerin dürfte gegen die Gäste aus Schleswig-Holstein entsprechend motiviert sein. Gleiches gilt jedoch auch für den Rest der Mannschaft, denn das Verteidigen des ersten Platzes stellt sicherlich ein lohnenswertes Ziel dar. Abgesehen vom Österreicher Luka Wraber dürften dem BCB im abschließenden Doppelauftritt soweit alle Akteure zur Verfügung stehen. Bei den aktuell laufenden All England Open in Birmingham mussten sich Bischmisheims Nationalspieler Marvin Seidel und sein Partner Mark Lamsfuß (1.BC Wipperfeld) in der ersten Runde der Herrendoppel-Konkurrenz den an Position sieben gesetzten Taiwanesen Lee Yang und Wang Chi-Lin mit 16:21, 13:21. Im Damendoppel mussten sich BCB-Nationalspielerin Isabel Herttrich und ihre Mitspielerin Linda Efler (Union Lüdinghausen) zum Auftakt den Engländerinnen Chloe Birch und Lauren Smith mit 18:21, 14:21 beugen. Im Mixed dagegen feierte Herttrich an der Seite von Lamsfuß einen 21:7, 21:16-Auftakterfolg über Zhang Shu Xian und Guo Xin Wa aus China. dbe

Refrath ohne Druck gegen die Tabellennachbarn

chloe-magee-wird-das-letzte-mal-in-der-halle-steinbreche-spielen-diesmal-erneut-doppel-mitcarla-nyenhuis-foto-andre-jahnke

Chloe Magee wird das letzte Mal in der Halle Steinbreche spielen, diesmal erneut Doppel mit Carla Nyenhuis. Foto: Andre Jahnke
Nach den zuletzt hervorragenden Ergebnissen in der 1.Bundesliga mit fünf Siegen in Folge ist der TV Refrath sicherer Zweiter in der Tabelle und somit direkt für das Final Four am 8./9.5. in Wuppertal qualifiziert.
Umso entspannter kann der Vizemeister des Vorjahres die beiden vom Papier her schwierigen Aufgaben gegen die Verfolger aus Wittorf und Wipperfeld angehen. Am Samstag um 18 Uhr (Halle Steinbreche) empfängt der TVR mit der Mannschaft aus Neumünster das Überraschungsteam der bisherigen Saison. Am Sonntag reist man dann zum Lokalderby beim 1.BC Wipperfeld (15 Uhr, Voss-Arena in Wipperfürth). Wittorf und Wipperfeld kämpfen an diesem Wochenende unabhängig voneinander um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale, welches die beiden aller Voraussicht nach gegeneinander bestreiten würden. Auch wenn es sportlich nicht unbedingt nötig wäre, tritt der TV Refrath zu beiden Begegnungen in Bestbesetzung an. Für die Geschwister Sam und Chloe Magee sind dies in der laufenden Saison die Einsätze 9 und 10, so dass sie dadurch ihre Startberechtigung im Final Four sicher haben. Dies gilt auch für alle anderen Refrather Leistungsträger.
Am Samstag heißt es für das Refrather Publikum auch „Abschied nehmen“: Chloe Magee, seit 2011 in Diensten des TVR, bestreitet ihr 109. Bundesligamatch und das letzte in der Halle Steinbreche. In 195 Begegnungen war sie bis dato 130 mal siegreich für den TVR und ist damit noch vor Carla Nyenhuis (Bilanz 191:104 Siege) die erfolgreichste Refrather Bundesligaspielerin aller Zeiten. Am Samstag gegen Wittorf stehen Magee/Nyenhuis zum 81.Mal gemeinsam auf dem Feld und hoffen auf ihren 62. Sieg im Damendoppel.
Doch der TV Refrath hofft nicht nur auf Siege der 31-jährigen Irin, sondern auf zwei Erfolge des gesamten Teams, welches in beiden Begegnungen mit 6 Herren und 4 Damen auflaufen wird.

Beuel will sich vom Tabellenende absetzen

die-erste-mannschaft-des-1-bc-beuel
Die 1. Mannschaft des 1. BC Beuel
Mit zwei Heimspielen beendet der 1. BC Beuel die laufende Saison in der Badminton-Bundesliga: Am kommenden Freitag empfangen die Schwarz-Gelben den 1. BC Wipperfeld, am Sonntag ist im letzten Heimspiel der Saison der TSV Trittau zu Gast.
Das eigentliche Saisonziel der Beueler, einen Platz in den Play-Offs zu erreichen, ist zwar theoretisch noch drin, aber praktisch dürfte es sehr schwer werden. Vier Punkte beträgt der aktuelle Rückstand auf Tabellenplatz Sechs, der zur Teilnahme an der Finalrunde der Badminton-Bundesliga berechtigt. Da müssten am Wochenende schon zwei deutliche Siege gelingen und gleichzeitig müssten die direkten Konkurrenten aus Trittau und Mülheim jeweils zweimal verlieren.
Viel wichtiger wird es für die Spieler des 1. BC Beuel sein, den aktuell achten Tabellenplatz nach unten hin zu verteidigen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nämlich gerade mal einen Zähler. Also lautet die Devise von Teammanager Max Schneider: „Wir wollen auf jeden Fall zweimal gewinnen und eine Relegation vermeiden. Außerdem möchten wir unseren Fans zum Ende der Saison noch einmal hochklassigen Badminton-Sport bieten. Ich bin guter Dinge, dass uns dies gelingen kann. Nach den vielen Verletzungsproblemen, die wir im Laufe der Saison hatten, sieht es für das Wochenende gar nicht mal so schlecht aus. Neben Daniel Hess, den wir bereits am vergangenen Spieltag in Bischmisheim einsetzen konnten, steht uns auch Einzeldame Ronja Stern erstmalig in dieser Saison zur Verfügung. Außerdem sind alle Spieler hochmotiviert. Ich bin mir also sicher, dass wir spannende und mitreißende Spiele sehen werden.“
Die Beueler Spieler freuen sich auf zahlreiche Zuschauer, die ihr Team tatkräftig unterstützen. Das Spiel gegen den 1. BC Wipperfeld findet am Freitag, 13.03. um 19.00 Uhr in der Erwin-Kranz-Halle in Beuel statt. Am Sonntag, 15.03. ist um 15.00 Uhr der TSV Trittau zu Gast. Wer es nicht in die Halle schafft, kann per Liveticker (www.bcbeuel.de) oder Livestream (www.sportdeutschland.tv) mitfiebern. Joachim Resch

Beuel unterliegt in Bischmisheim

logo-beuel
Logo Beuel
Ohne Punktgewinn kehren die Bundesligaspieler des 1. BC Beuel aus dem Saarland zurück. Die Mannschaft unterliegt am Karnevalssonntag mit 2:5 beim Tabellenführer, dem 1. BC Bischmisheim.
Insgeheim hatten die Schwarz-Gelben ja gehofft, einen Punkt zu erspielen. Der hätte dem Team in der aktuellen Tabellensituation wahrlich gut zu Gesicht gestanden. Doch letztendlich hat es nicht ganz gereicht und die Beueler mussten die Überlegenheit des amtierenden Deutschen Meisters aus Bischmisheim anerkennen. Einen richtig starken Auftritt zeigte jedoch Max Weißkirchen. Er gewann seine beiden Spiele. An der Seite von Zach Russ besiegte er im Herrendoppel in vier Sätzen mit 11:3, 9:11, 11:7 und 11:8 die Bischmisheimer Paarung Luka Wraber und Johannes Schöttler. Anschließend gewann er im 1. Herreneinzel glatt in drei Sätzen gegen Fabian Roth. Beflügelt war Weißkirchen dabei sicherlich von seinem Turniererfolg in Österreich. Der 23-jährige konnte nämlich am Tag zuvor in Wien einen großen Erfolg feiern. Er gewann bei den Austrian Open im Herreneinzel und siegte somit erstmals bei einem internationalen Challenge-Turnier. Erfreulich war am Wochenende auch, dass Daniel Hess nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause wieder spielen konnte. Der Doppelspezialist hatte seinen Einsatz an der Seite von Peter Briggs im 1. Herrndoppel. Sie mussten sich jedoch der saarländischen Paarung Peter Käsbauer und Ruben Jille geschlagen geben.
Nach der erneuten Niederlage sind die Chancen der Beuler auf eine Teilnahme an den Play-Off-Spielen nur noch gering. Im Gegenteil: Das Team ist auf Tabellenplatz 8 abgerutscht und nur noch einen Punkt von einem Relegationsplatz entfernt. Deshalb heißt es für die Mannschaft, sich jetzt noch einmal zu Fokussieren und beim Saisonfinale am 13. und 15. März Vollgas zu geben. Dann erwartet der 1. BC Beuel nämlich vor heimischem Publikum den 1. BC Wipperfeld und den TSV Trittau.“ Joachim Resch

Bischmisheim gibt sich gegen Bonn keine Blöße

1-bc-bischmisheim-sv-funball-dortelweil-badminton-saarbrueclen-sonntag-13-01-2019
1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Tabellenführer 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim gewinnt seinen drittletzten Auftritt der regulären Runde mit 5:2 gegen den 1. BC Beuel.
16. Spiel, 15. Sieg und der 14. in Folge: Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim hat seinen drittletzten Auftritt der Bundesliga-Hauptrunde in souveräner Manier gemeistert. Gegen den deutschen Vizemeister von 2018, den 1.BC Beuel, behielten die Saarländer am Sonntag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle mit 5:2 die Oberhand und liegen damit vor den beiden letzten Partien der regulären Saison weiter voll auf Kurs erster Platz. „Es war ein guter Sieg und ein weiterer Schritt Richtung Platz eins für uns“, blickte BCB-Nationalspieler Peter Käsbauer, der sich in seinen beiden Auftritten jeweils keine Blöße gab, zufrieden auf den eigenen Auftritt.
Zumal der BCB gegen die Gäste aus dem Bonner Stadtbezirk ohne einige Stammkräfte auskommen musste: Neben dem zuletzt angeschlagenen und daher geschonten Marvin Seidel kam auch dessen Nationalmannschafts-Kollegin Isabel Herttrich nicht zum Einsatz. Die 27-Jährige war am vergangenen Freitag noch mit Linda Efler im Damendoppel beim Barcelona Spain Masters vertreten, wo sie im Viertelfinale gegen die bulgarische Top-Paarung Gabriela und Stefani Stoeva (8:21, 10:21) schließlich das Aus ereilte. Zudem pausierte gegen Beuel der Bulgare Daniel Nikolov, wohingegen Fabian Roth nach einer erneuten Verletzungsauszeit im Duell mit den Bonnern wieder mit von der Partie sein konnte – allerdings nicht ganz so erfolgreich, wie erhofft: Der deutsche Einzelmeister von 2017 zog im Spitzen-Einzel gegen seinen dreimaligen Nachfolger Max Weißkirchen nach umkämpftem ersten Satz letztlich klar mit 10:12, 5:11 und 7:11 den Kürzeren. Dennoch war es für den 24-jährigen Roth, der in den letzten Jahren eine unglaubliche Verletzungs-Odyssee hinter sich hat, ein guter Gradmesser. Ein Erfolgserlebnis verbuchte derweil Luka Wraber im zweiten Herreneinzel beim 11:5, 11:7, 8:11 und 11:7 gegen den Inder Srayas Padmanabhan Vasudevan. Im Dameneinzel feierte BCB-Neuzugang Stine Küspert mit ihrem glatten Dreisatzsieg über Beuels Vanessa Seele (11:3, 11:1, 13:11) ein wohltuendes Erfolgserlebnis im Vergleich Frau gegen Frau. Im Damendoppel musste die 20-Jährige an der Seite von Olga Roj dagegen Schwerstarbeit verrichten, ehe der 7:11, 11:7, 6:11, 11:5, 11:5-Erfolg über Hannah Pohl und Seele in trockenen Tüchern war. Keinerlei Blöße gaben sich Peter Käsbauer und sein niederländischer Partner Ruben Jille im ersten Herrendoppel. Das BCB-Duo bezwang die Gäste-Akteure Peter Briggs und Daniel Hess glatt mit 11:9, 11:9, 11:3. Nationalspieler Käsbauer gewann daraufhin an der Seite von Roj auch im Mixed souverän in drei Durchgängen – 11:9, 11:8, 11:6 über Pohl/Briggs. Die zweite Bischmisheimer Niederlage des Tages musste das (improvisierte) zweite Herrendoppel um Altmeister Johannes Schöttler und Wraber hinnehmen. Beide unterlagen dem dreifachen Deutschen Einzelmeister Weißkirchen und dessen Mitspieler Zach Russ 3:11, 11:9, 7:11 und 8:11.
Nach dem 15. Saisonsieg im 16. Spiel geht der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim nun mit 35 Punkten drei Zähler vor dem Tabellenzweiten TV Refrath in die letzten beiden Spiele der regulären Saison. Der amtierende Vizemeister Refrath machte durch seinen 6:1-Erfolg beim TSV Neuhausen-Nymphenburg, verbunden mit der Optimalausbeute von drei Punkten, einen Zähler auf den Titelverteidiger gut. Dennoch hat der BCB weiterhin beste Karten, auch nach dem letzten Doppelspieltag, an dem zwei weitere Heimspiele anstehen, Erster zu bleiben. Das ist ganz klar die Marschroute, wie Käsbauer betont: „Wir haben weiterhin drei Punkte Vorsprung und wollen den ersten Platz nun natürlich mit zwei abschließenden Siegen auch sicher machen.“ Am Samstag, den 14. März empfängt der Tabellenführer ab 18 Uhr den Ligasechsten TSV Trittau. Tags darauf folgt ab 15 Uhr das finale Hauptrundenspiel vor Heimkulisse gegen den Tabellendritten Blau-Weiß Wittorf-Neumünster. dbe

Refrath macht vorzeitig den zweiten Platz klar

teamfoto-refrath-aus-muenchen-privat

Teamfoto Refrath aus München (privat)
Das erste Saisonziel ist erreicht: Am Karnevalssonntag holt der TV Refrath in München beim TSV Neuhausen-Nymphenburg nicht nur einen 6:1 Auswärtssieg und drei Punkte, sondern sichert sich dadurch auch vorzeitig schon den zweiten Platz in der Abschlusstabelle.
Auch wenn Mitte März noch die beiden schweren Spiele gegen die Tabellennachbarn aus Wittorf und Wipperfeld anstehen, ist der Vorsprung auf die Verfolger komfortabel genug, um bereits für das Final Four in Wuppertal am 9./10.5. zu planen. In München waren es am Sonntag einmal mehr drei starke Doppel, die zu Beginn nichts anbrennen ließen, auch wenn Völker/Nguyen gegen die stark aufspielenden Holzer/Wadenka in den 5. Durchgang mussten. Für die Gegner von Schwenger/Beck und Nyenhuis/Ostermeyer gab es hingegen keinen Satzgewinn. Es folgte das Dameneinzel von Ann-Kathrin Spöri gegen die Ukrainerin Voytsekh, die zunächst die 18-jährige Deutsche in den ersten beiden Sätzen dominierte, bevor Spöri schließlich ausgleichen, das Match aber leider doch nicht für sich entscheiden konnte.
Doch es sollte die einzige Niederlage für den TVR an diesem Tag sein, denn Nhat Nguyen schlug den Israeli Zilberman in vier Sätzen und das erstmals in dieser Saison aufgestellte Mixed Max Schwenger/Carla Nyenhuis gewann über die volle Distanz. Zu guter Letzt hatte Lars Schänzler mit seinem jungen Einzelgegner im letzten Spiel des Tages noch relativ leichtes Spiel, so dass die Refrather mit einem 6:1-Erfolg den Heimweg antreten konnten.

Absteiger Freystadt trumpft noch mal auf

logo-refrath
Logo Refrath
Am vorletzten Spielwochenende der Saison zeigte Spitzenreiter Bischmisheim keine Schwäche und siegte gegen Beuel mit 5:2. Als Verfolger konnte Refrath einen Punkt gut machen, da sie beim Tabellenletzten Neuhausen mit 6:1 gewannen und damit drei Punkte einfuhren. Der Abstand zu Bischmisheim beträgt nun noch drei Punkte. In Bestbesetzung spielte Freystadt, die ja ankündigten, dass sie nächste Saison ncht mehr in der Bundesliga beteiligt sein werden. Und damit gelang ihnen ein Sieg gegen Wipperfeld mit 5:2. Eine knappe Niederlage mit 3:4 musste der Drittplazierte Wittorf in eigener Halle gegen Mülheim hinnehmen.

1. Bundesliga 2019/20

Pos.MannschaftSpieleSiegeNiederlagenPunkteSpieleSätze
116151357834
216133327240
31697246050
41679215656
51679205854
61679195557
71679175161
81679154765
916610144765
101621473676

Mülheim will auswärts in Wittorf punkten

das-erste-team-von-muelheim-bereitet-sich-vor-foto-marc-pastoors
Das erste Team von Mülheim bereitet sich vor. Foto: Marc Pastoors
Am Sonntag, ab 14 Uhr geht es auswärts um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Zielstellung ist, nicht Vorletzter in der Tabelle zu werden. Dann würde der BVM, unabhängig vom Rückzug des TSV 1906 Freystadt, erstklassig bleiben.
Nach den zwei Nullnummern gegen Refrath und Lüdinghausen vor zwei Wochen beträgt der Abstand zu dem Relegationsplatz drei Punkte. D.h. in Wittorf will man mindestens zwei Punkte holen, um mit einem Punktepolster in die letzten Spiele gegen Freystadt und den TSV Neuhausen gehen zu können.
Mit Wittorf, dem Verein aus der Lüneburger Heide, wartet jetzt der Tabellendritte, der im Hinspiel gegen die Mülheimer mit 4:3 gewinnen konnte. Schlüsselspiele werden das erste Herrendoppel, das Dameneinzel sowie das gemischte Doppel sein. Teammanager Jonathan Rathke setzt im Herrendoppel und im Mixed auf das Talent des Engländers Tom Wolfenden. Auch Johanna Goliszewski soll möglichst zum Einsatz kommen, wenn sie fit ist. Als Teamleaderin hilft es, wenn sie wieder dabei ist. MvA

Bischmisheim strebt gegen Beuel ohne „Beulen“ zu bleiben

1. BC Bischmisheim – SV Funball Dortelweil Badminton Saarbrücken, Sonntag (13.01.2019) Foto: Thomas Wieck
Bundesliga-Primus 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim peilt im Endspurt die Verteidigung des Spitzenplatzes an und erwartet am Sonntag den 1. BC Beuel
Die Qualifikation für das Final-Four-Finalturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft haben die Badminton-Asse des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim seit dem vergangenen Doppelspieltag bereits sicher. Nachlassen wollen die Akteure des amtierenden Meisters trotz des allgemeinen Faschingstreibens deswegen aber nicht. Im ersten von drei verbleibenden Heimauftritten im deutschen Oberhaus peilen sie am Sonntag gegen den 1. BC Bonn-Beuel ihren 14. Sieg in Folge an, um somit den aktuellen Tabellenzweiten TV Refrath, der aktuell vier Punkte hinter dem BCB rangiert, erfolgreich auf Distanz zu halten. „Für uns ist es jetzt wichtig, unseren Platz zu verteidigen. Wir möchten natürlich gerne als Erster und damit in der besten Position zum Final Four fahren“, unterstreicht Bischmisheims Teammanager Volker Eiber das eigene Anliegen im Heimauftritt am Sonntag ab 15 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle.
Personell werden die Saarländer im drittletzten Heimspiel der regulären Runde zwar nicht ihr bestes, aber dennoch ein schlagkräftiges Aufgebot ins Rennen schicken. Klar ist, dass sowohl der zuletzt angeschlagene Nationalspieler Marvin Seidel als auch der momentane Top-Einzelakteur des BCB, der Bulgare Daniel Nikolov, gegen Beuel eine schöpferische Pause erhalten. Dafür steht der Österreicher Luka Wraber wieder für eine der beiden Einzelpartien bereit. Wer im anderen Einzelmatch zum Einsatz kommt, wird sich laut Eiber kurzfristig entscheiden. Denn Nationalspieler Fabian Roth hat nach seinem Verletzung-Rückschlag im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld zwar inzwischen wieder mit dem Training begonnen, ob der 24-Jährige dann aber schon für das Duell mit Beuel wieder bereit stehen kann, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für Isabel Herttrich, die wie einige andere BCB-Akteure aktuell beim Barcelona Spain Masters im Einsatz ist. Ihr Mitwirken gegen Beuel wird von ihrem Abschneiden in Spanien abhängen, wo sie im Damendoppel mit Partnerin Linda Efler (Union Lüdinghausen) an diesem Freitag im Viertelfinale steht – weshalb ein Liga-Einsatz der frisch gebackenen Team-Vize-Europameisterin eher fraglich erscheint. Somit werden im Bundesliga-Heimspiel am Sonntag wohl Olga Roj und die bei der Team-EM ebenfalls mit Silber dekorierte Stine Küspert die Bischmisheimer Damenriege bilden.
Bei den europäischen Titelkämpfen im französischen Liévin entpuppten sich letztlich nur die Seriensieger aus Dänemark als eine Nummer zu groß für die deutschen Damen. Im Endspiel unterlagen sie mit 1:3, wobei angesichts der knappen Ergebnisse in den zwei ausgespielten Damendoppel-Partien sogar Gold möglich gewesen wäre. So unterlagen Herttrich und Efler der dänischen Paarung Alexandra Bøje und Mette Poulsen nur denkbar knapp in drei Sätzen mit 24:22, 16:21 und 19:21. Und auch das zweite Damendoppel um BCB-Neuzugang Stine Küspert und Kilasu Ostermeyer (TV Refrath) schlug sich gegen Maiken Fruergaard und Amalie Magelund mehr als achtbar aus der Affäre und verlor ebenfalls erst in drei Durchgängen – 21:19, 17:21 und 12:21. Pech hatten in Nordfrankreich die deutschen Herren um die BCB-Asse Peter Käsbauer und Seidel. Sie trafen bereits im Viertelfinale auf die favorisierten Dänen und mussten mit 0:3 ohne die erhoffte Medaille die Heimreise antreten.
Anders als Seidel ist Käsbauer für das Bundesliga-Spiel gegen Beuel fest eingeplant. Der Gegner rangiert nach drei Niederlagen in Folge nur noch auf dem siebten Platz und droht die Playoffs der Teams auf den Plätzen drei bis sechs zu verpassen (aktuell liegt der Vizemeister von 2018 drei Punkte hinter dem Sechsten Lüdinghausen). „Bonn hat zuletzt wenig gerissen. Da weiß man gar nicht so genau, was die eigentlich vorhaben“, sagt BCB-Teammanager Eiber angesichts der überraschenden jüngsten Beueler Niederlagen bei den Bundesliga-Schlusslichtern TSV Freystadt und TSV Neuhausen-Nymphenburg (jeweils 2:5). Ein Selbstläufer wird es für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim dennoch nicht werden, schließlich weiß der Gegner, der im Hinspiel auswärts klar mit 6:1 in die Schranken verwiesen wurde, zahlreiche arrivierte Akteure in seinen Reihen. Etwa den seit Kurzem dreifachen Deutschen Einzel-Meister Max Weißkirchen (2018 bis 2020), der nach einer verletzungsbedingten Pause in Saarbrücken wieder spielen soll. „Und auch Peter Briggs, unser Doppel- und Mixed-Spezialist, wird wieder mit an Bord sein. Unklar ist hingegen noch, ob wir Lisa Kaminski, Ronja Stern und Daniel Hess einsetzen können. Das wird sich erst kurzfristig entscheiden“, wird Beuels Teammanager Max Schneider auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Er sieht seine Mannschaft in der Joachim-Deckarm-Halle „ganz klar in der Außenseiterrolle“ – dennoch sollte der BCB das Duell mit dem Vizemeister und Finalgegner von 2018 keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. dbe